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ATP

ST. PÖLTEN: QUALIFIKANT MICHAEL LINZER SCHEITERT IM HALBFINALE

Beim ITF-Future-Turnier in St. Pölten sorgte Michael Linzer (Bild) gegen Nico Reissig für eine dicke Überraschung und musste sich erst im Halbfinale geschlagen geben.

Knappe Halbfinalniederlage für Linzer
(23.8.2009)
Nach der Sensation im Viertelfinale gegen Nico Reissig präsentierte sich NÖTV-Hoffnung Michael Linzer auch im Halbfinale in starker Verfassung. Linzer lieferte dem Top-Gesetzten Franzosen Benoit Paire einen offenen Schlagabtausch und musste sich erst nach 2,5 Stunden mit 3/6 7/6 3/6 geschlagen geben. Trotzdem wieder ein toller Erfolg für Linzer und es geht in der Weltrangliste weiter nach oben.

Ein komisches Match
(20.8.2009)
Der eine Spieler: ungewohnt nervös. Der andere: souverän und fehlerlos. Der eine Spieler: der an Nummer 8 gesetzte Nico Reissig. Der andere: der Qualifikant Michael Linzer. Der eine: der Favorit. Der andere: der Underdog. Dennoch ging aus dem Viertelfinal-Duell der beiden überraschend der Schützling von Wolfgang Schranz und Roland Berger als Sieger vom Platz - Linzer besiegte Reissig mit 7:5, 0:6, 6:4. Für Österreichs Headcoach und Reissig-Trainer Jürgen Hager zog sich "ein komischer Spielverlauf" wie ein roter Faden durch das gesamte Match. Hager: "Nico war sehr nervös, er war von den bisherigen Leistungen Linzers offensichtlich sehr beeindruckt. Der erste Satz war umkämpft, Nico hat nie Niveau in sein Spiel hineingebracht. Linzer hingegen kann sein Spiel immer gut abrufen. Er geht sehr viel über die Rallye, macht kaum Fehler und spielt gut aus dem Konter heraus. Damit hat er Nico im ersten Satz den Nerv gezogen. Im zweiten Satz gelang Reissig ein frühes Break, er hat viel aktiver gespielt. Das ist bis 6:0, 1:0 gegangen. Man konnte glauben, Nico wäre in seinem Spiel drinnen. Michi hat aber nie aufgegeben, Nico hat das Break nicht geschafft, hat bei 3:3 auf einmal zwei Katastrophengames drinnen gehabt: Linzer gelangen acht Punkte, ihm hingegen nur ein einziger. Danach war er vom Kopf her gebrochen." Auf Linzer - nach dem Out von Riccardo Belotti gegen David Novak (CZE/6.) der einzige Österreicher im Viertelfinale - wartet mit dem Franzosen Benout Paire nun die Nummer 1 des Turniers.


Überraschung durch einen Youngster
(20.8.2009)
Hin- und hergerissen ist derzeit Österreichs neuer Headcoach Jürgen Hager: Zwischen einzelnen Trainingssessions in der Südstadt "hüpf ich ins Auto und fahre nach St. Pölten, um mir einzelne Matche anzuschauen." Die größte Überraschung bot ihm dabei Riccardo Belotti, der im Achtelfinale den an Nummer 2 gesetzten Italiener Francesco Picari mit 6:4, 6:4 aus dem Raster entfernte. Hager: "Ein 91er-Jahrgang im Viertelfinale eines Future-Turniers - das ist für dieses Alter eine sehr gute Leistung. Er war in der Rallye Piccari ebenbürtig, hat sich auf der Rückhand keine Blöße gegeben und hat dann mit seiner Vorhand sehr viel machen können." Ebenso in die Runde der letzten acht konnte Nico Reissig, "der taktisch sehr gut agiert hat" (Hager), mit einem 6:3, 6:3 über Philipp Lang einziehen. Den längsten "Job" musste Michael Linzer absolvieren: Für den ersten Satz gegen Dimitris Kleftakos (GER) benötigte er eine Stunde und fünfzehn Minuten. "Dieser erfolgreiche Kampf im ersten Satz", so Hager, "war dann der Schlüssel zum glatten Ergebnis im zweiten Satz." Linzer siegte 7:6, 6:1.


Erster ATP-Punkt für Belotti
(19.8.2009)
Zwölf Spieler waren zum Hauptbewerb des Austria F7-Futures in St. Pölten angetreten, vier davon hatten sich durch die Qualifikation gekämpft, aber nur fünf "überlebten" die erste Runde. Die größte Überraschung lieferte dabei Qualifikant Michael Linzer, der dem an Nummer 5 gesetzten Max Raditschnigg keine Chance ließ und ihn mit 6:4, 6:4 vorzeitig aus dem Bewerb warf. Noch deutlicher setzte sich Philipp Lang im Duell zweier Qualifikanten über Pascal Brunner hinweg (6:1, 6:2). Auf ihn wartet mit dem an Nummer 8 gesetzten Südstädter Nico Reissig - 6:3, 6:4 gegen Marko Krickovic (GER) - in Runde 2 allerdings eine hohe Hürde. Ein ähnliches "Schicksal" wartet mit dem an Nummer 6 gesetzten Tschechen David Novak auch auf Christian Magg (6:3, 1:6, 6:3 gegen David Thurner/GER) und mit der Nummer 2 des Turniers, Francesco Piccari (ITA), auf Riccardo Belotti. Der Niederösterreicher kann mit seiner Leistung aber bereits jetzt mehr als zufrieden sein: Für den Erstrunden-Drei-Satz-Sieg wird ihm der erste ATP-Punkt für die Weltrangliste verbucht.

wowo

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