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ATP

ST. PÖLTEN: KARRIEREHIGLIGHT FÜR NICO REISSIG

Beim siebenten Turnier der Austria-Future-Serie zog Nico Reissig (Bild) in sein erstes Future-Finale ein, verliert es, darf sich aber trotzdem über die bisher erfolgreichste Turnierwoche seiner Karriere freuen.

Zwei Finale, zwei Niederlagen
Bei einem Turnier in zwei Finale - die 34. Kalenderwoche wird Nico Reissig als seine bisher erfolgreichste bilanzieren können. Sowohl im Doppel (mit Gerald Melzer) als auch im Einzel erreichte der 19-jährige Salzburger beim 10.000-Dollar-Future in St. Pölten das Endspiel. Die erste Enttäuschung über die entgangenen Turniersiege wird wohl rasch verflogen sein: Trotz der 6/7(5), 6/4, 3/6-Niederlage gegen den an Nummer 7 gereihten Tschechen Dusan Lojda wird Reissig sein bisheriges Ranking-Highlight (1132) mit den in St. Pölten erspielten acht Weltranglistenpunkten von vier- auf dreistellig reduzieren können.

Reissig in seinem ersten Finale
Daheim ist es doch am schönsten. Nico Reissigs bisheriges Saisonhighlight war der Finaleinzug bei den Österreichischen Hallenmeisterschaften gewesen, wo er Thomas Schiessling unterlag. Beim 10.000-Dollar-Future in St. Pölten ist es dem 19-jährigen Oberndorfer jetzt gelungen, dieses Resultat eindrucksvoll zu toppen: Im Semifinale kämpfte er den an Nummer 6 gesetzten Steirer Patrick Schmölzer mit 6/4, 7/6(8) nieder und steht damit erstmals in seiner Karriere - ungesetzt und ohne Satzverlust - im Finale eines Future-Turniers. Dies ist der bisher größte Erfolg Reissigs, der in Schleedorf beheimatet ist, mit neun mit Tennis begonnen hat und von Anfang von seinem Vater trainiert wurde, der in Salzburg eine eigene Tennisschule betreibt. Mit 14 wechselte Reissig in das Leistungszentrum Südstadt und wird dort im "Future-Kader" von Alexander Pfann betreut.

Der Reissig-"Spielfilm" in St. Pölten
In Runde eins profitierte er nicht nur von seinem starken Spiel – er holte sich Satz eins mit 7/5, sondern auch von der Undiszipliniertheit seines Gegners Karel Triska (CZE/5), der den Chairumpire nach einem „Warning“ wegen Coachens mit einem Kraftausdruck belegte. Da der Spieler diesen Kraftausdruck wiederholte, disqualifizierte ihn der Unparteiische und schickte ihn vorzeitig unter die Dusche. Im Achtelfinale schlug Reissig den Deutsch-Griechen Dimitris Kleftakos 6/4, 6/4, ehe er im Viertelfinale den an zwei gesetzten Steirer Christian Magg ebenfalls mit 6/4, 6/4 bezwang. Im Finale bekommt es Reissig mit Dusan Lojda (CZE/7) zu tun, der den niederösterreichischen „Riesentöter“ Max Krammer (er schlug im Viertelfinale den topgesetzten Deutschen Marc Zimmermann in drei Sätzen) mit 6/4, 6/3 eliminierte. Reissig erhält für seinen Finaleinzug acht ATP-Punkte, womit er derzeit bei 14 Punkten rangiert. Sollte er auch das Finale für sich entscheiden, katapultiert sich Reissig mit 18 Punkten in etwa auf Rang 791 bis 800.

Krammer überrascht weiter
Die Chancen, dass der Sieger des 10.000-Dollar-Futures in St. Pölten aus Österreich kommt, stehen vor dem heutigen Semifinaltag ausgesprochen gut, denn drei der vier Halbfinalgegner haben im Turnierraster "AUT" hinter ihrem Namen stehen. Die größte Überraschung im Viertelfinale lieferte wieder einmal der Wiener Max Krammer, der gegen den topgesetzten Marcel Zimmermann zwar den ersten Satz 2/6 verlor, den Deutschen dann aber mit hohem Tempo von der Grundlinie zu immer mehr Fehlern zwang und die restlichen beide Sätze 6/2, 6/4 gewann. Im Halbfinale trifft der für den Tennisclub Ober St. Veit spielende Wiener nun auf die Nummer 7 des Turniers, den Tschechen Dusan, der als Turniersieger (Future in Piestany) nach St. Pölten gekommen war. Den zweiten Finalplatz werden sich Patrick Schmölzer und Nico Reissig untereinander ausmachen. Schmölzer schaltete den auf Nummer 4 gesetzten Russen Andrei Plotniy mit 4/6, 6/4, 6/3 aus, Reissig hatte mit Christian Magg etwas überraschend weniger Probleme - 6/4, 6/4. Im Doppel schrammte Gerald Melzer nach dem Challenger-Sieg in Graz knapp an seinem zweiten Turniersieg in diesem Jahr vorbei. Mit Nico Reissig an seiner Seite unterlag er dem deutschen Duo Dennis Blömke/Dimitris Kleftakos mit 4/6, 6/3, 7:10.

Wiener Glut in St. Pölten

Max Krammer ist 20 Jahre alt, kommt aus Wien und ist bisher DIE Überraschung beim 10.000-Dollar-Future in St. Pölten. Bereits in der Qualifikation hatte er mit Siegen über Philip Lang und Mathias Feitsch seine aktuelle Hochform angedeutet und im Hauptbewerb bis ins Viertelfinale fortgesetzt. Nach einem Zwei-Satz-Sieg in der ersten Runde über die Nummer 8 des Turniers, den Deutschen Dennis Blömke, und einem Drei-Satz-Triumph über Pascal Brunner, wartet in der Runde der letzten acht nun der topgesetzte Deutsche Marcel Zimmermann auf ihn. Ein Duell David gegen Goliath: Zimmermann ist die aktuelle Nummer 467 im ATP-Ranking, während sich Krammer durch seinen Erstrunden-Sieg seinen ersten ATP-Punkt erspielt hat. Spannung lassen auch die Viertelfinal-Duelle der übrigen drei im Turnier verbliebenen Österreicher erwarten: Patrick Schmölzer, als Nummer 6 gesetzt, trifft auf die Nummer 4 des Turniers, den Russen Andrei Plotniy, und die Nummer 2 Christian Magg auf seinen ungesetzten Landsmann Nico Reissig. Zwei Schritte weiter ist Reissig bereits im Doppel: Mit Gerald Melzer an seiner steht er bereits im Finale und trifft dort auf die deutsche Paarung Dennis Blömke/Dimitris Kleftakos.

wowo

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