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ST. PÖLTEN/INNSBRUCK: NICO REISSIG KANN DEN GEORGISCHEN "KASTEN" NICHT KNACKEN

Beim 10.000-Dollar-Future hatte Nico Reissig (Bild) sein zweites Finale in diesem Jahr auf dem Schläger, Gegner Lado Chikhladze "war heute allerdings besser und hat fast alles perfekt getroffen" (Gilbert Schaller).


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"Der Gegner war besser"
(21.8.2010)
Wenig Rhythmus im Spiel und ein über 1,90 m großer Aufschlag-Volley-Gegner auf der anderen Seite des Netzes - "das könnte eine enge Partie werden", hatte Nico Reissig-Coach Gilbert Schaller prophezeit, und er sollte recht behalten: Als letzter Österreicher scheiterte der 21-jährige Oberndorfer im Halbfinale und musste sich im Halbfinale Lado Chikhladze mit 4:6, 7:6(3), 2:6 geschlagen geben.Chancen auf sein zweites Finale in dieser Saison wären allerdings vorhanden gewesen. "Im zweiten Satz war er schon 5:2 mit einem Break hinten, dann gelingt ihm das Rebreack bei 5:3, er hat zurückgefightet und sich den zweiten Satz im Tiebreak geholt. Im dritten Satz", so Schaller, "hat er das erste Game mit zwei Doppelfehlern leichtfertig vergeben, war dann gleich mit einem Break hinten und hatte das gute Gefühl aus dem zweiten Satz nicht mitnehmen können. Ehrlicherweise muss man aber zugeben, dass Chikhladze heute ein sehr gutes Match gespielt hat. Er hat viel riskiert mit Vorhand und Rückhand und hat heute sehr viel getroffen."

Drittes Semifinale 2010 für Reissig
(19.8.2010)
"Es wird für beide eine verdammt schwierige Partie werden", hatte ÖTV-Sportdirektor Gilbert Schaller angekündigt, "da sie als Südstadt-Trainingspartner sich logischerweise in- und auswendig kennen." Und er sollte recht behalten: Das Viertelfinal-Duell des mit 10.000 Dollar dotierten Future-Turniers in St. Pölten zwischen Nico Reissig und Tristan-Samuel Weissborn wogte bei starkem Wind über drei Sätze hin und her, ehe sich Reissig mit 6:4, 4:6, 6:3 durchsetzen konnte und in sein drittes Future-Semifinale nach Wetzikon und Belgrad in dieser Saison einziehen konnte. Schaller: "Im ersten Satz hat Sam einen guten Start gehabt und bereits mit 4:1 geführt, Nico hat dann doch noch mit 6:4 gewonnen. Für ihn ist es bei sämtlichen Austria Futures nicht gerade einfach, da er in jedes Match gegen andere Österreicher als absoluter Topfavorit geht. Man hat auch heute gemerkt, dass er hin und wieder gewackelt hat und dann nervös geworden ist. Es war von Anfang bis Ende eine Kämpferpartie, die Nico letztendlich aufgrund seines Aufschlages, mit dem er mehr freie Punkte als Sam machen konnte, gewonnen hat." Nächster Gegner von Reissig wird der georgische Qualifikant Lado Chikhladze sein. Schaller: "Ein extrem gefährlicher Spieler, ein über 1,90 Meter großer "Kasten", der fast nur Aufschlag-Volley spielt und dem Gegner damit null Rhythmus gibt."

Toller Kampf
Erstmals in ihrer noch jungen Karriere war Yvonne Neuwirth der Einzug ins Viertelfinale eines ITF-Future-Turniers gelungen, trotz heftiger Gegenwehr ist das 18-jährige NÖTV-Talent allerdings als letzte Österreicherin gegen die an Nummer 6 gesetzte Neuseeländerin Ellen Barry ausgeschieden. Neuwirth-Coach Barbara Schwartz griff unmittelbar danach zum Handy, um NÖTV-Landesverbandstrainer Alfred Tesar über die Ursachen der Niederlage zu informieren: "Den ersten Satz spielte Yvonne etwas hektisch und verlor ihn mit 4:6. Aber trotz eines 2:5 Rückstandes im zweiten Satz und nach Abwehr von zwei Matchbällen kämpfte sie sich in das Match zurück. Im Tiebreak lag sie sogar 3:0 in Führung, und die Chance auf den Satzgewinn war vorhanden. Letztlich hatte dann doch die in der WTA-Rangliste auf 469 platzierte Neuseeländerin das bessere Ende für sich, gewann das Tiebreak und somit das Match mit 6:4 7:6 (7:4)." Kommende Woche wird Neuwirth beim Future-Turnier in Pörtschach mit einer Wildcard an den Start gehen und versuchen, das für die erstmalige Aufnahme in die WTA-Rangliste noch benötigte dritte Resultat zu erspielen

"Druckvolles Tennis"
(19.8.2010)
Und da war es nur mehr eine: Als einzige Österreicherin hat NÖTV-Talent Yvonne Neuwirth das Achtelfinale des mit 10.000 Dollar dotierten Future-Turniers in Innsbruck "überlebt" und steht damit erstmals in ihrer Karriere im Viertelfinale eines internationalen Events. Die 18-Jährige schlägt im Achtelfinale Ann-Kathrin Schmitz (GER) mit 6:2, 6:1 und gibt damit den "Visionen" von NÖTV-Landesverbandstrainer Alfred Tesar recht: "Der NÖTV hat in der letzten Saison mit Pamela Amon, Stephanie Hirsch und Christina Kandler drei durch den Landesverband geförderte Jugendliche in die WTA-Weltrangliste gebracht. Heuer wollen wir es mit Yvonne Neuwirth und Pia König schaffen." Stolz ist Österreichs ehemaliger Fed Cup-Kapitän insbesondere auf die Konstanz seines "aufstrebenden jungen Talents" (Tesar). In Runde 1 hatte die topgesetzte Tina Schiechtl beim Stand von 6:4, 4:2 zwar w.o. geben müssen, "Yvonne hatte sie mit ihrem druckvollen Tennis aber an den Rand einer Niederlage gespielt. Die vom ÖTV zuerkannten Wildcards in Wien und Innsbruck wurden von ihr somit optimal genützt." In Innsbruck bleibt das erhoffte ÖTV-Duell mit Veronika Sepp aus. Die 20-Jährige unterliegt Ellen Barry (NZL) mit 3:6, 3:6. Barry eliminierte bereits in der 1. Runde mit Natasha Bredl eine Österreicherin.

Weissborn im Viertelfinale
(18.8.2010)
Erstmals in seiner Karriere steht Südstadt-Talent Tristan-Samuel Weissborn im Viertelfinale eines ITF-Future-Turniers. Im Achtelfinale des 10.000-Dollar-Turniers in St. Pölten besiegte der 18-jährige Wiener Dominic Thiem mit 6:3, 6:2. ÖTV-Sportdirektor Gilbert Schaller: "Es war von beiden kein hochklassiges Match, da man ihnen von Anfang an die Nervosität angemerkt hat." Vor einer Woche war Weissborn in Bad Waltersdorf bereits in der ersten Runde an seinem Doppelpartner Nicolas Reissig gescheitert, mit dem er sich dann aber den Turniersieg sichern konnte. Gegen Thiem lautete das Erfolgsrezept: "Sam hat weniger Eigenfehler gemacht und das Tempo gut variiert. Dominic hat heute hingegen ein bissl steif gewirkt und mehr Eigenfehler gemacht" (Schaller). Seinen nächsten Gegner kennt Weissborns in- und auswendig: Erneut Nico Reissig. Der 21-jährige Oberndorfer, der ebenfalls vom ÖTV im Leistungszentrum Südstadt betreut wird, setzte sich im Achtelfinale mit 6:0, 3:6, 7:5 über Christian Magg hinweg. Erfreulicher "Nebeneffekt" dieses Österreicher-Duells: Entweder zieht Weissborn in sein erstes Future-Halbfinale ein oder Reissig in sein siebentes in dieser Saison.

Die Nummer 1 ist draußen
(18.8.2010)
Zwei Turniersiege (Jakarta, Kairo), ein Finaleinzug (Kairo), zwei Semifinale (Hatyai, Madrid) - für Tina Schiechtl hatte die bisherige Saison mehr Positives als Negatives vorzuweisen. Beim 10.000-Dollar-Future in Innsbruck kam hingegen ein weiterer Punkt für ihre Minusliste dazu:  26-jährige an Nummer 1 gesetzte Tirolerin musste im ÖTV-Duell mit Yvonne Neuwirth beim Stand von 4:6, 2:4 aufgeben. Ebenfalls in der 2. Runde steht Veronika Sepp, die Alexia Virgili (ITA) 6:2, 6:1 schlägt. Für Natasha Bredl (3:6, 2:6 gegen Ellen/NZL), Patricia Haas (5:7, 2:6 gegen Confalonieri/ITA) und Barbara Haas (7:5, 6:7, 4:6 gegen Larriere/FRA) kam hingegen in der 1. Runde das Aus, wobei insbesondere Barbara Haas nur knapp an einer Sensation vorbeischrammte: Gegen die an Nummer 4 gesetzte und mit 19 um fünf Jahre ältere Französin Victoria Larriere gewann das Nachwuchstalent den ersten Satz mit 7:5, musste sich dann aber der größeren Routine ihrer Gegnerin mit 7:5, 6:7(5), 4:6 geschlagen geben. Bis zum Stand von 2:2 im zweiten Satz waren beide Spielerinnen ausgeglichen. "Von da an war ich eindeutig die bessere Spielerin", berichtet Babsi in ihrem Internet-Tagebuch auf www.barbarahaas.at.  "Ich führte 5:2 - 7:5 5:2!!!! Von 5:2 bis 6:6 sind mir dann zwei Seiten gerissen. In der Zeit bin ich zu passiv geworden, und die Französin hat weniger Fehler gemacht. Das Tiebreak hätte ich gewinnen müssen, das war wirklich bitter. Ich war 3:1 und 4:2 vorne. Leider hab ich dann ein paar dumme Fehler gemacht und das Tiebreak 5:7 verloren. Im dritten Satz hatte ich dann wieder den besseren Start und schon Bälle zum 3:0, die meine Gegnerin leider mit zwei guten Aufschlägen abgewehrt hat. Danach war ich noch 4:3 in Führung, verlor den Satz leider mit 4:6. Also eine richtig bittere Niederlage, mit sehr vielen Chancen, die ich leider nicht genützt hab. Trotzdem ist es für mich gut zu sehen, dass ich eine Top 500 WTA Spielerin komplett im Griff habe."

"Erstklassig verschlafen"
Keine guten Sterne hatten beim 10.000-DollarFuture in St. Pölten am ersten Spieltag gesetzte Spieler, wenn ihnen ein Österreicher gegenüberstand: Mit Colin Ebelthite (AUS) und Axel Michon (FRA) kam nämlich für die Nummer 3 bzw. die Nummer 5 bereits zum Auftakt das Aus. Verantwortlich dafür war einerseits Pascal Brunner, der Ebelthite in drei Sätzen mit 6:2, 3:6, 6:2 niederringen konnte und andererseits Nachwuchstalent Dominic Thiem (ATP 944), der in seinem ersten zweiten internationalen Herrenturnier gegen Michon (ATP 560) zwar "den ersten Satz richtig erstklasssig verschlafen" (Quelle: www.tennisnet.com)  hatte, sich dann aber doch aufraffen und den in der Weltrangliste um 384 Plätze vor ihm platzierten Franzosen mit 2:6, 6:4, 6:3 schlagen konnte. Im Achtelfinale trifft Thiem auf Südstadt-Talent Tristan-Samuel Weissborn, der in Runde 1 Philip Lang mit 6:4, 6:2 aus dem Bewerb warf. Mit Marc Rath, Pascal Brunner, Gerald Melzer, Dominic Thiem, Tristan-Samuel Weissborn, Christian Magg und Nico Reissig (6:4, 7:6 gegen Daniel Geib) haben sieben der zehn in Niederösterreichs Hauptstadt an den Start gegangenen Österreichern das Achtelfinale erreicht.

Schiechtl und Reissig sind gesetzt

(16.8.2010)
Die harten Fakten: Zwei ITF-Turniere (St. Pölten, Innsbruck) in Österreich in der gleichen Turnierwoche (16.-22.8.), bei denen insgesamt 16 ÖsterreicherInnen am Start sind, zwei (Tina Schiechtl topgesetzt, Nico Reissig als Nummer 4) sind gesetzt. Insgesamt sieben Wildcards (Yvonne Neuwirth, Veronika Sepp, Patricia Haas, Barbara Haas, Gerald Kamitz, Dominic Thiem, Tristan-Samuel Weissborn) wurden vergeben, drei SpielerInnen (Natascha Bredl, Gerald Melzer, Daniel Geib) kämpften sich über die Qualifikation in den Hauptbewerb. Im Tenniscenter der Sportwelt NÖ bzw. auf der Anlage des TK IEV starten für Österreichs Nach-Melzer- bzw. Nach-Bammer-Generation zwei Turniere, um sich im internationalen Circuit zu beweisen. Wie gut das tatsächlich funktionieren kann, bewies im Jahr 2006 Patricia Mayr. Sie holte sich im ersten mit 10.000 Dollar dotierten Turnier in Innsbruck den Einzel- und Doppeltitel. Und damit auch wichtige Punkte für die WTA-Weltrangliste. Das hat diesmal auch Tina Schiechtl vor. Die auf Position 323 rangierende Tirolerin ist in Innsbruck auf Nummer 1 gesetzt und feierte zuletzt einen Future-Sieg in Djakarta.

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