Zum Inhalt springen

ST. PÖLTEN: BARBARA HAAS UNTER DEN LETZTEN VIER - DORT KAM ALLERDINGS DAS AUS

Die große Schwester (Patricia) schied im Viertelfinale der Spring Bowl (16.-22.5.) aus, die kleine Schwester (Barbara/Bild) spielte ihr letztes Match eine Runde später. Damit wird es 2010 keinen österreichischen Sieger in St. Pölten geben.

Keine Haas im Finale
(21.5.2010)
Ausgeträumt der Traum vom Schwestern-Duell im Finale und auch ausgeträumt der Traum von einem rotweißroten Sieg in St. Pölten. Patricia Haas erreichte nach Bergheim im Jänner zwar zum zweiten Mal in dieser Saison das Viertelfinale eines ITF-Junior-Turniers, unterlag dort aber der Russin Daria Salnikova (RUS) mit 5:7, 2:6. Im Doppel stand sie mit Reka Muller (HUN) an ihrer Seite in der Runde der letzten vier, musste sich dort aber in zwei Sätzen (5:7, 3:6) dem tschechischen Duo Klara Fabikova/Petra Rohanova geschlagen geben. Haas-Trainer Conny Gruber: "Patricia hat sich vor ihrem Einzel-Viertelfinale beim Einspielen eine Bauchmuskelzerrung zugezogen, die sie vor allem beim Aufschlag stark beeinträchtigt hat." Trotz Schmerztabletten "hat sie die Verletzung gespürt und ihr Match fast ohne dem Aufschlag als Waffe spielen müssen." Ihre "kleine" Schwester Barbara durfte zumindest eine Runde länger von einem möglichen Finaleinzug träumen: Die 14-Jährige musste im Viertelfinale erstmals bei diesem Turnier nicht über die komplette Distanz gehen und besiegte die an Nummer 6 gesetzte Klara Fabikova (CZE) in zwei Sätzen mit 7:6(6), 6:3. Im Semifinale traf Barbara Haas auf Margarita Gasparyan (RUS), die in dieser Saison bereits einen Finaleinzug (Tashkent) und seit St. Pölten zwei Semifinale (Namangan) zu Buche stehen hat. Gasparyan besiegte Haas nämlich mit 3:6, 4:6.

Die Spring Bowl-Bilanz der ÖsterreicherInnen:

1 x Semifinale: Barbara Haas
1 x Viertelfinale: Patricia Haas
8 x 1. Runde: Michael Eibl, Dennis Novak, Markus Neuhauser, Patrick Ofner, Anna-Maria Heil, Denise Maxl, Yvonne Neuwirth, Pia König


"Eine außgezeichnete Partie"
(19.5.2010)
Die Voraussetzungen waren klar, auf den Kopf gestellt wurden sie aber dennoch: Als klare Außenseiterin war Patricia Haas (ITF 251) in ihr Zweitrunden-Match gegen die in der Weltrangliste wesentlich besser platzierte Slowakin Lucia Butkovska (ITF 68) gegangen, als klare Siegerin konnte sie den Platz danach wieder verlassen. Haas besiegte die Nummer 2 der Spring Bowl mit 6:1, 6:3 "und lieferte dabei eine außgezeichnete Partie ab", so (Noch)ÖTV-Damen-Nationaltrainer Conny Gruber, der "positiv überrascht war, dass sie über zwei Sätze eine derartige Leistung so konstant halten konnte."

Kommt's zum Sister-Act im Finale?
Gruber, der den ÖTV im Juli verlassen wird, äußerte nach dem Match die Hoffnung, "dass sie auch ohne mich an ihrer Seite in Zukunft so konstant spielen wird - zuerst einmal über ein Turnier, dann über ein Monat und letztendlich dann über ein halbes Jahr hinweg. Und wenn sie das schafft, dann wird sich dieses Leistungsniveau auch in der Weltrangliste widerspiegeln." Da auch Patricias 14-jährige Schwester Barbara nach einem harten Drei-Satz-Sieg (5:7, 6:4, 6:2) über die um zwei Jahre ältere Qualifikantin Kamila Pavelkova (CZE) in die Runde der letzten acht einziehen konnte, bleibt Conny Grubers Wunschtraum weiter am Leben: "Die beiden Schwestern im Finale der Spring Bowl, das wär' doch was!"


Barbara und Patricia sind weiter

(19.5.2010)
2009 hätte es bei der Spring Bowl mit Riccardo Bellotti beinahe einen österreichischen Sieger gegeben. Heuer wird sich zumindest im Burschenbewerb kein Spieler über ein verlorenes Finale ärgern müssen, denn so weit wird 2010 keiner kommen: Sowohl Michael Eibl (1:6, 2:6 gegen Joris de Loore/BEL) als auch Dennis Novak (3:6, 4:6 gegen Julien Cagnina/BEL), Markus Neuhauser (0:6, 0:6 gegen Marek Jaloviec/CZE) und Patrick Ofner (2:6, 6:7 gegen Jonas Merckx/BEL) schieden bereits in der ersten Runde aus. Und auch im Mädchenbewerb wurden die Liste der heimischen Spielerinnen stark "ausgemistet": Von den sechs Österreicherinnen kamen mit den Haas-Schwestern Barbara und Patricia lediglich zwei weiter. Während Patricia bei ihrem 6:3, 6:3-Sieg über Anita Husaric (BIH) kaum Probleme hatte, musste die "kleine" Schwester gegen Ksenia Gospodinova (RUS) über die volle Distanz gehen, ehe sie nach ihrem 7:6(3), 5:7, 6:3-Sieg in die zweite Runde einziehen konnte. Während es Barbara Haas (ITF 190) in Runde zwei mit einer durchaus schlagbaren Gegnerin, Kamila Pavelkova (CZE/ITF 318), zu tun bekommt, wartet mit der an Nummer 2 gesetzten Slowakin Lucia Butkovska (ITF 68) auf Patricia Haas (ITF 251) hingegen eine hohe Hürde.


Knapp vorbei
(18.5.2010)
Im Vorjahr wurde in der Hauptstadt Niederösterreichs ein Jubiläum gefeiert, das nur knapp an einem perfekten Ende vorbeigeschrammt ist: Bereits zum 30. Mal ging 2009 in St. Pölten mit 102 AthletInnen aus vier Kontinenten das ITF-Kat.2-Turnier Spring Bowl über die Bühne, das mit Riccardo Bellotti zwar einen Finalisten, allerdings nicht den Sieger stellte. Im Endspiel unterlag der damals 17-jährige Niederösterreicher dem Ungarn Mate Zsiga mit 6:7(8), 6:4, 1:6. Im Mädchenbewerb scheiterte mit Patricia Haas die letzte im Bewerb verbliebene Österreicherin bereits in Runde 2. Heuer (16.-22.5.2010) werden u. a. die Südstadt-Talente Michael Eibl, Anna-Maria Heil und Patricia Haas versuchen, die Vorjahresbilanz aufzubessern. Insgesamt werden daher mit Eibl, Heil, Barbara und Patricia Haas, Dennis Novak, Markus Neuhauser, Patrick Ofner, Denise Maxl, Pia König sowie der frischgebackenen NÖTV-Landesmeisterin Yvonne Neuwirth zehn SpielerInnen an den Start gehen.

WEITERE INFORMATIONEN

Top Themen der Redaktion

COVID-19Turniere

Anpassungen bei den Ranglisten

Aufgrund der Regierungsmaßnahmen vom 2.12.2020 und weiteren Einschränkungen im Tennissport und vor allem im Turnierbetrieb, gibt es neuerlich Anpassungen bei den Ranglisten für die Berechnungszeiträume.

Verbands-Info

Der Tennissport muss noch warten

Der Beschluss der Bundesregierung, Indoor-Sportstätten bis mindestens 7. Jänner 2021 geschlossen zu halten, stößt in der Tennis-Community auf wenig Begeisterung. Der ÖTV fordert eine möglichst rasche Öffnung der Tennisanlagen für die mehr als 400.000…