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ST. ANTON: GLATTE NIEDERLAGE FÜR STEFAN KOUBEK, KOHLSCHREIBER VERTEIDIGT DEN TITEL

Stefan Koubek (Bild) hat im Finale der Tennis Trophy in St. Anton das Nachsehen – ein groß aufspielender Philipp Kohlschreiber verteidigt den Titel ohne Satzverlust. Den Showkampf gewinnt Janko Tipsarevic (für Safin eingesprungen) gegen Novak Djokovic.

1:0 im "Mini-Davis" Cup für Deutschland
(14.12.2008)
Der große Triumphator der Tennis Trophy in St. Anton am Arlberg heißt Philipp Kohlschreiber. Der 25-jährige Deutsche setzte sich im Finale gegen Stefan Koubek in 64 Minuten souverän mit 6:4, 6:1 durch und verteidigte damit seinen Vorjahrestitel. Mit zwei Erfolgen in der Tiroler Ski-Hochburg zog Kohlschreiber an Turniersiegen mit Koubek (1999, 2002) und Jürgen Melzer (2005, 2006) gleich. Einzig der Israeli Amos Mansdorf (1990, 1992, 1994) hat es mit drei Triumphen auf mehr Erfolge gebracht. Das "Drehbuch" des Finales: Koubek kassierte im ersten Durchgang zum 4:5 das entscheidende Break. Im zweiten Satz profitierte Kohlschreiber auch davon, dass bei Koubek die Kräfte ein wenig schwanden. „Vom Tennis her war das eine perfekte Woche für mich. Das Einzige, was mich ein bisschen bedrückt, ist, dass ich dieses Mal wegen einer leichten Erkältung nur einmal Skifahren war. Ich konnte locker spielen, weil ich mir nichts ausgerechnet hatte. Umso glücklicher bin ich jetzt, dass ich das Turnier ohne Satzverlust gewonnen habe“, freute sich die aktuelle Nummer 28 der Weltrangliste.

"St. Anton war eine Reise wert"
Stefan Koubek musste die Stärke seines Gegners im Finale, das einen kleinen Vorgeschmack auf das Davis-Cup-Duell zwischen Deutschland und Österreich bot, das Anfang März 2009 vermutlich in Garmisch-Partenkirchen ausgetragen wird, neidlos anerkennen. „Philipp hat eine Super-Partie geboten und fast fehlerfrei gespielt. Ich habe im zweiten Satz versucht, mehr Druck zu machen und näher an die Linien zu gehen. Dadurch habe ich aber mehr Fehler gemacht, und auch körperlich war ich schon etwas müde“, meinte der 31-jährige Villacher. Koubek zog dennoch eine positive Bilanz der Turnierwoche. „Ich habe meine Gruppe gewonnen und dabei mit Söderling und Nieminen zwei starke Leute geschlagen. Zudem konnte ich optimal trainieren. St. Anton war wieder einmal eine Reise wert“, sagte Koubek, der nach seiner sechsmonatigen Pause wegen einer Bandscheibenoperation die Saison 2009 von Weltranglisten-Position 192 in Angriff nimmt. Der Österreicher startet das Tennis-Jahr Anfang Jänner bei einem Challenger in Noumea (Neukaledonien) und spielt danach das ATP-Turnier in Auckland und die Australian Open in Melbourne mit dem „Schutz-Ranking“ von 65. Der Showkampf zwischen den beiden Serben Novak Djokovic und Janko Tipsarevic, der kurzfristig für den verletzten Marat Safin (Bänderriss im rechten Knöchel) eingesprungen war, bot mehr als 1000 Zusehern im fast ausverkauften ARLBERG-well.com Center beste Tennis-Unterhaltung. Tipsarevic gewann das über einen langen Satz gehende Match gegen den Weltranglisten-Dritten mit 9:8 (7/4).

Patricia Mayr triumphiert
(13.12.2008)
Patricia Mayr setzte bei der Tennis Trophy in St. Anton am Arlberg einen grandiosen Schlusspunkt hinter die bisher erfolgreichste Saison ihrer Karriere. Die 22-jährige Seefelderin ließ im Finale des Einladungsturniers Sofia Arvidsson nicht den Funken einer Chance und fertigte die Schwedin in 54 Minuten mit 6:0, 6:3 ab. Damit sorgte Mayr für den ersten Tiroler Triumph in der Damen-Konkurrenz seit Barbara Schett, die im Jahr 1999 einen Heimsieg gefeiert hatte. Mayr (WTA-Rang 112) spielte die in der Weltrangliste 56 Plätze vor ihr liegende Arvidsson an die Wand, beging von der Grundlinie kaum Fehler und präsentierte sich auch körperlich in einem hervorragenden Zustand. Nach 22 Minuten hatte die Tirolerin ihrer Gegnerin in Durchgang eins die Höchststrafe erteilt. Im zweiten Satz kam die Schwedin besser ins Spiel und lag dank eines Breaks mit 3:2 voran. Doch dann nahm die Lokalmatadorin wieder das Zepter in die Hand und fixierte mit vier Spiel-Gewinnen in Serie den Sieg.

"Bald unter die Top 100"
„Ich bin etwas überrascht, dass es so glatt gegangen ist. Ich bin froh, dass mein Spiel heute so gut funktioniert hat. Die Matches hier haben mir gezeigt, dass ich auch mit Spielerinnen mithalten kann, die in der Weltrangliste weiter vorne stehen. Ich werde hart daran arbeiten, um mein Spiel weiter zu verbessern, damit mir möglichst bald der Sprung unter die Top 100 gelingt. Jetzt freue ich mich auf die Vorbereitung auf die kommende Saison und die ersten Turniere im neuen Jahr“, sagte Mayr, die sich 2008 fünf ITF-Titel sicherte und im WTA-Ranking einen Sprung von Platz 343 auf Position 112 machte. Der Schützling des schwedischen Trainers Hakan Dahlbo wird vor den Australian Open in Melbourne noch die WTA-Turniere in Auckland und Sydney bestreiten.

"Bruderduell", Teil 1
Die rot-weiß-roten Tennis-Festspiele machte Stefan Koubek perfekt, der mit einem 7:6(4), 6:3-Erfolg die schwedische „Aufschlag-Kanone“ Robin Söderling entschärfte und als Sieger der Gruppe „Galzig“ in das Finale am Samstag (20.15 Uhr live in ORF Sport Plus) einzog. Das Endspiel bietet einen Vorgeschmack auf das Anfang März stattfindende Davis-Cup-Duell zwischen Deutschland und Österreich, trifft Koubek doch bei seiner vierten Final-Teilnahme in St. Anton auf Philipp Kohlschreiber. Der Titelverteidiger gab sich auch in seinem zweiten Match im Pool „Valluga“ keine Blöße und besiegte Janko Tipsarevic (SRB) mit 7:5, 6:1. „Es gelingt mir hier, meine Leistung von Match zu Match zu steigern. Philipp und ich sind zwar gute Freunde, aber im Finale wird diese Freundschaft kurz ruhen“, sagte Koubek, der die Tennis Trophy 1999 und 2002 gewann. Das bisher letzte Mal stand der Kärntner 2005 im Endspiel, das er damals jedoch gegen Jürgen Melzer in zwei Sätzen verlor.

Koubek in blendender Form

(12.12.2008)
Stefan Koubek lieferte in seinem Auftaktmatch bei der Tennis Trophy in St. Anton am Arlberg eine starke Vorstellung ab. Der Kärntner setzte sich im bisher besten Spiel des heurigen Turniers gegen den Finnen Jarkko Nieminen (ATP-Rang 37) nach 1:30 Stunden mit 6:7 (6/8), 7:5 und 10:3 im Match-Tiebreak durch. Damit kommt es am Freitag (nicht vor 20.15 Uhr) im Pool „Galzig“ zu einem Entscheidungsspiel zwischen Koubek und dem Schweden Robin Söderling um den Gruppensieg und den damit verbundenen Einzug in das Finale am Samstag. Der 31-jährige Villacher bewies gegen Nieminen, dass er nach seiner sechsmonatigen Verletzungspause wegen einer Bandscheibenoperation wieder auf dem besten Weg zu alter Stärke ist. Läuferisch präsentierte sich Koubek in blendender Form, dazu glänzte der Kärntner mit einer überzeugenden Serviceleistung. „Körperlich bin ich wieder in einem Top-Zustand. Hin und wieder habe ich zwar noch Probleme mit der Konzentration, aber ich habe mit Jarkko einen Top-50-Spieler geschlagen. Da kann man nicht viel jammern“, freute sich Koubek über den geglückten Start bei seinem 13. Antreten bei der Tennis Trophy am Arlberg.

Aus für Bammer
Mit der schwedischen „Aufschlag-Kanone“ Robin Söderling wartet auf den Lokalmatador am Freitag die aktuelle Nummer 17 der Weltrangliste. „Sein Service ist in der Höhenlage noch wirkungsvoller. Es wird ein hartes Match, aber ich werde mein Bestes geben, um die Partie zu gewinnen und ins Finale einzuziehen“, hat sich Koubek vorgenommen. Im zweiten Semifinale der Damen setzte es für Titelverteidigerin Sybille Bammer (WTA-Rang 26) eine 4:6, 4:6-Niederlage gegen die Schwedin Sofia Arvidsson (WTA-56). Damit wurde es nichts aus einem rein österreichischen Finalduell zwischen der heimischen Nummer eins und der Tirolerin Patricia Mayr, die am Mittwoch überraschend die Schweizerin Patty Schnyder bezwungen hatte. „Das war mein erstes Match nach einer sechswöchigen Pause. Ich habe mich auf dem Platz recht gut gefühlt und habe einiges probiert. Manches hat auch schon ganz gut funktioniert, anderes noch nicht so“, bilanzierte Bammer, die sich in den kommenden zwei Wochen in Linz auf den Saisonstart 2009 vorbereiten wird, ehe sie am 30. Dezember nach Australien zu den Turnieren in Brisbane, Sydney und Melbourne (Australian Open) aufbrechen wird. Die Weltranglisten-112. Patricia Mayr hat am Freitag im Endspiel gegen Sofia Arvidsson (2. Match nach 17.30 Uhr) die Chance, für den ersten Tiroler Heimsieg in der Damen-Konkurrenz der Tennis Trophy in St. Anton am Arlberg seit dem Triumph von Barbara Schett im Jahr 1999 zu sorgen.

Sensation durch Patricia Mayr
(11.12.2008)
Patricia Mayr sorgte am ersten Tag der Tennis Trophy in St. Anton am Arlberg für eine Sensation. Die 22-jährige Tirolerin mit WTA-Rang 112 setzte sich im ersten Semifinale der Damen gegen die aktuelle Weltranglisten-14. Patty Schnyder mit 4:6, 7:6 (9/7) und 10:5 im entscheidenden Match-Tiebreak durch und zog damit in das am Freitag stattfindende Endspiel ein, in dem Österreichs Nummer vier auf die Siegerin der Donnerstag-Partie zwischen der heimischen Titelverteidigerin Sybille Bammer und der Schwedin Sofia Arvidsson treffen wird. Mayr zeigte bei ihrer St. Anton-Premiere wenig Respekt vor Schnyder, die das Einladungsturnier in der Tiroler Ski-Hochburg immerhin schon dreimal gewonnen hat, und ging auch das Tempo der Schweizerin voll mit. Die Lokalmatadorin bewies zudem Nervenstärke, als sie im Tiebreak des zweiten Durchgangs beim Stand von 7:6 für Schnyder einen Matchball ihrer Gegnerin abwehren konnte. Mit drei Punktgewinnen in Folge drehte der Schützling von Coach Hakan Dahlbo den Spieß jedoch um und stellte damit den Satzgleichstand her. Im Match-Tiebreak zog Mayr zunächst von 3:3 auf 8:3 davon und verwertete schließlich nach einer Spieldauer von 1:34 Stunden ihren ersten Matchball zum Sieg.

"Ich war zu Beginn sehr nervös"
„Ganz ehrlich – mit diesem Erfolg habe ich nicht gerechnet. Ich habe sehr viel Respekt vor ihr, deshalb war ich zu Beginn auch ziemlich nervös. Ich bin sehr glücklich über diesen Sieg, den ich aber nicht überbewerten werde, da Patty sicher mit wenig Spielpraxis hierher gekommen ist. Wenn ich mir jetzt noch etwas wünschen darf, dann ist es ein Finale gegen die Sybille“, freute sich Mayr, die in der heurigen Saison nicht weniger als fünf Turniere auf ITF-Ebene gewann und sich in der Weltrangliste von Position 343 auf Platz 112 verbesserte. Der Sieg über Schnyder war der erste Erfolg der Seefelderin gegen eine Top-20-Spielerin. Während Mayr in der abgelaufenen Saison fast ausschließlich Challenger-Turniere bestritt, wird sie zu Jahresbeginn 2009 die Qualifikation für die WTA-Events in Auckland und Sydney bestreiten und danach bei den Australian Open erstmals bei einem Grand-Slam-Turnier antreten. Offen ist noch, ob sie in Melbourne Qualifikation spielen muss oder ihr Ranking für einen Platz im Hauptfeld reicht. Das wird davon abhängen, wie viele in der Weltrangliste vor Mayr liegende Spielerinnen auf ein Antreten in „Down Under“ verzichten. Stefan Koubek trifft im seinem ersten Match am Donnerstag auf den Finnen Jarkko Nieminen, der sich in der Auftaktpartie der Gruppe „Galzig“ in einem skandinavischen Duell dem Schweden Robin Söderling mit 3:6, 6:7 (5/7) geschlagen geben musste. In der Gruppe „Valluga“ gab der Russe Jewgeni Korolew überraschend dem höher eingeschätzten Serben Janko Tipsarevic mit 7:6 (7/4), 6:3 das Nachsehen.

"Zu hundert Prozent fit"

(9.12.2008)
Mit zwei Aufschlag-Kanonen aus dem hohen Norden bekommt es Stefan Koubek bei der am Mittwoch beginnenden Tennis Trophy in St. Anton am Arlberg zu tun. Der Kärntner trifft in der „Gruppe Galzig“ auf den Schweden Robin Söderling und den Finnen Jarkko Nieminen, wobei Koubek am Donnerstag zunächst den Verlierer dieses skandinavischen Duells fordern und am Freitag gegen den Sieger spielen wird. „Ich bin wieder zu hundert Prozent fit und verspüre auch keine Schmerzen mehr im Rücken. Mir geht es im Moment richtig gut“, sagte Koubek am Dienstag am Rande der Auslosung im Hotel Post. Der 31-Jährige musste sich im vergangenen Mai einer Bandscheibenoperation unterziehen und kehrte nach einer insgesamt sechs Monate dauernden Verletzungspause erst Ende September wieder wettkampfmäßig auf den Tennisplatz zurück.

Und schon wieder dieser Söderling
Mit Söderling (ATP-Rang 17) und Nieminen (ATP-37) bekommt der Lokalmatador, der bereits zum 13. Mal bei der größten Tennisparty der Welt zum Racket greift, zwei harte Brocken vorgesetzt. „Aber genau das ist es, was ich in meiner Situation brauche. Schwere Matches gegen starke Gegner“, so Koubek, der das Turnier in St. Anton bereits zweimal (1999, 2002) gewonnen hat. Gegen Söderling, der sich vor kurzem in Lyon seinen dritten ATP-Titel sicherte, hat der Villacher übrigens im März dieses Jahres beim Turnier in Miami die letzte Partie vor seiner Operation bestritten und sich damals bei der 0:6, 1:6-Niederlage mehr schlecht als recht über den Platz geschleppt. Das bisher letzte Aufeinandertreffen mit Nieminen liegt erst drei Wochen zurück. Bei seinem Heim-Challenger in Helsinki setzte sich der Finne gegen Koubek im Achtelfinale in zwei hart umkämpften Sätzen durch.

Unternehmen "Titelverteidigung"
In die „Gruppe Valluga“ wurden neben dem deutschen Titelverteidiger Philipp Kohlschreiber (ATP-28) auch der aufstrebende Serbe Janko Tipsarevic (ATP-49) und der Russe Jewgeni Korolew (ATP-106) gelost. Korolew ersetzt den Italiener Simone Bolelli, der am Montagabend seinen Start in St. Anton am Arlberg wegen einer Muskelverletzung kurzfristig absagen musste. Die beiden Gruppensieger bestreiten am „Super-Samstag“ das Finale. Vor dem Herren-Endspiel geht mit Beginn um 18.30 Uhr eine hochkarätige Exhibition zwischen dem Weltranglisten-Dritten Novak Djokovic und dem früheren Weltranglisten-Ersten Marat Safin in Szene.
Bei den Damen, die ihre Siegerin im K.-o.-System ermitteln, trifft die Tirolerin Patricia Mayr (WTA-112) bei ihrer Premiere in der Tiroler Ski-Metropole am Mittwoch auf die dreifache St. Anton-Siegerin Patty Schnyder (SUI/WTA-14). Die heimische Nummer eins Sybille Bammer (WTA-26) startet das „Unternehmen Titelverteidigung“ am Donnerstag gegen die Schwedin Sofia Arvidsson (WTA-56).

Galzig gegen Vallugga

(9.12.2008)

GRUPPE GALZIG:
Robin SÖDERLING (SWE)
Stefan KOUBEK (AUT)
Jarkko NIEMINEN (FIN)

GRUPPE VALLUGA:
Philipp KOHLSCHREIBER (GER)
Janko TIPSAREVIC (SRB)
Jewgeni KOROLEW (RUS)*

*Ersatz für Simone BOLELLI (ITA/Muskelverletzung)

DAMEN (Semifinale):
Patty SCHNYDER (SUI) – Patricia MAYR (AUT)
Sybille BAMMER (AUT) – Sofia ARVIDSSON (SWE)

Spielplan für Mittwoch, 10. Dezember 2008 (Beginn 18.00 Uhr):
Jewgeni KOROLEW (RUS) – Janko TIPSAREVIC (SRB)
Patty SCHNYDER (SUI) – Patricia MAYR (AUT)
Robin SÖDERLING (SWE) – Jarkko NIEMINEN (FIN)

Spielplan für Donnerstag, 11. Dezember 2008 (Beginn 18.00 Uhr):
Philipp KOHLSCHREIBER (GER) – Jewgeni KOROLEW (RUS)
Sybille BAMMER (AUT) – Sofia ARVIDSSON (SWE)
Stefan KOUBEK (AUT) – Verlierer SÖDERLING vs. NIEMINEN

Spielplan für Freitag, 12. Dezember 2008 (Beginn 18.00 Uhr):
Damen-Finale
Philipp KOHLSCHREIBER (GER) – Janko TIPSAREVIC (SRB)
Stefan KOUBEK (AUT) – Sieger SÖDERLING vs. NIEMINEN

Spielplan für Samstag, 13. Dezember 2008:
18.30 Uhr (Exhibition): Novak DJOKOVIC (SRB) – Marat SAFIN (RUS)
20.15 Uhr: Herren-Finale

Was passiert wann und wo?
(9.12.2008)

Dienstag, 09.12.2008
11.00 Uhr: Auslosung TENNIS TROPHY im Hotel Post
19.30 Uhr: Abfahrt zur Players Party der TENNIS TROPHY auf die Sennhütte powered by TIROL

Mittwoch, 10.12.2008, KIDS DAY   
16.30 Uhr: Einlass ARLBERG-well.com Center
17.00 Uhr: Gewinnspiele im Foyer (Service-Contest, Training mit Stars)
18.00 Uhr: 2 Gruppenspiele Herren, 1 Spiel Damen

Donnerstag, 11.12.2008, LADIES DAY (DAMEN HABEN FREIEN EINTRITT)
17.30 Uhr: Einlass ARLBERG-well.com Center
18.00 Uhr: 2 Gruppenspiele Herren, 1 Spiel Damen

Freitag, 12.12.2008, ORF TIROL TAG   
16.30 Uhr: Einlass ARLBERG-well.com Center
17.30 Uhr: 2 Gruppenspiele Herren, Finale Damen
Anschließend: ANDY LEE LANG IN CONCERT

Samstag, 13.12.2008, FINALTAG

11.00 Uhr: ProAm-Turnier mit Tennisstars
17.30 Uhr: Einlass ARLBERG-well.com Center
18.30 Uhr: Exhibition
Anschließend: Finale Herren

Trainingslager mit Kondi-Trainer

(4.12.2008)
St. Anton am Arlberg meldet perfekte Schneebedingungen! Das wird vor allem die Skifahrer unter den Teilnehmern an der 21. Tennis Trophy vom 10. bis 13. Dezember im ARLBERG-well.com Center freuen. Allen voran Superstar Novak Djokovic, der am Final-Samstag in einer hochkarätigen Exhibition zweier Grand-Slam-Turniersieger gegen den Russen Marat Safin sämtliche Register seines großen Könnens ziehen wird. Der serbische Tennis-Gigant, der heuer die Australian Open in Melbourne, den Masters Cup in Shanghai sowie die Masters-Series-Turniere in Indian Wells und Rom gewonnen hat, wird bereits am Samstag am Arlberg erwartet. „Er reist mit seinem Konditionstrainer an und wird im Hotel Post für eineinhalb Wochen Quartier beziehen“, wusste Günter Bresnik zu berichten. Der Coach von Stefan Koubek und gute Geist der Tennis Trophy hat das Sensationsgastspiel von Djokovic und Safin in der Tiroler Ski-Hochburg eingefädelt.

Komplettes Feld
Die Eltern sowie die beiden Brüder Marko (17) und Djordje (13) des Weltranglisten-Dritten haben ihre Ankunft in St. Anton für Sonntag avisiert. Als begnadeter Skifahrer wird „Nole“ mit Vater Srdjan, Mutter Dijana und seinen Brüdern auch den einen oder anderen Abstecher auf die bestens präparierten Pisten am Arlberg unternehmen. „Das Hauptaugenmerk wird Novak Djokovic allerdings auf die Vorbereitung auf die kommende Saison legen, daher wird er auch bereits am Sonntagvormittag mit dem Training beginnen und über die Trophy hinaus bis Mitte Dezember in St. Anton bleiben“, erklärte Bresnik. Das Feld für das am 10. Dezember beginnende Herren-Turnier ist mittlerweile komplett! Sechster Spieler des im Round-Robin-Format in zwei Dreiergruppen ausgetragenen Bewerbes ist Simone Bolelli. Der 23-jährige Italiener ist in der Weltrangliste auf Platz 41 zu finden und hat heuer als bestes Resultat ein Finale in München zu Buche stehen. Wie stark die Tennis Trophy in diesem Jahr besetzt ist, zeigt die Tatsache, dass mit Robin Söderling (SWE/17), Philipp Kohlschreiber (GER/28), Jarkko Nieminen (FIN/37), Simone Bolelli (ITA/41) und Janko Tipsarevic (SRB/49) fünf Spieler aus den Top 50 der Weltrangliste aufschlagen werden. Lokalmatador Stefan Koubek, der nach seiner Bandscheibenoperation im vergangenen Mai verbissen um ein Comeback kämpft, wird damit bei seinem 13. Auftritt in St. Anton auf harte Konkurrenz treffen.
Als vierte Spielerin für das Damen-Turnier wurde nach den beiden Österreicherinnen Sybille Bammer und Patricia Mayr sowie der Schweizerin Patty Schnyder die schwedische Weltranglisten-56. Sofia Arvidsson verpflichtet. Die ebenfalls am 10. Dezember startende Damen-Konkurrenz wird im K.-o.-System gespielt.

Duell der Grand Slam-Sieger
(27.11.2008)
Die Tennis Trophy in St. Anton am Arlberg hat ihren ganz großen Knüller: Novak Djokovic, Australian-Open- und Masters-Cup-Sieger 2008, duelliert sich am 13. Dezember 2008 in einem Showkampf mit dem zweifachen Grand-Slam-Turniersieger Marat Safin. Günter Bresnik, der bei der Tennis Trophy in St. Anton am Arlberg hinter den Kulissen die Fäden zieht und Jahr für Jahr die Topstars nach Tirol bringt, hat einmal mehr seine Kontakte spielen lassen und das Sensationsgastspiel von Djokovic und Safin fixiert.
Mit diesem Giganten-Duell wird der ohnehin bereits mit unzähligen Highlights gespickten Erfolgsgeschichte der Tennis Trophy ein weiteres Kapitel hinzugefügt. St. Anton am Arlberg wird bei dieser Exhibition den einzigen Auftritt von Novak Djokovic im Jahr 2008 in Österreich erleben. Der 21-jährige Serbe hat sich mit seinem Triumph bei den Australian Open im vergangenen Jänner, seinem ersten bei einem Grand-Slam-Turnier, endgültig in den Kreis der Tennis-Granden aufgeschwungen. So bestechend er in die Saison gestartet war, so überzeugend beendete er sie auch. Mit dem ersten Erfolg beim Masters Cup in Shanghai! Dazwischen lagen Siege bei den Turnieren in Indian Wells und Rom.

Im Windschatten von Federer
Mit diesen herausragenden Resultaten rückte der Weltranglisten-Dritte Djokovic im ATP-Ranking bis auf zehn Punkte an den vor ihm liegenden Schweizer Roger Federer heran. Für die kommende Saison erwartet Günter Bresnik einen packenden Dreikampf zwischen Djokovic, Federer und dem aktuellen Weltranglisten-Führenden Rafael Nadal um die Spitzenposition. „Die aktuelle Situation ist mit jener zu vergleichen, als Björn Borg, John McEnroe und Ivan Lendl um Platz eins im Ranking gekämpft haben. Nadal, Federer und Djokovic sind absolute Champions, die allesamt das Zeug dazu haben, die Nummer eins der Welt zu sein. Sie haben zudem die spielerischen Voraussetzungen, um jedes der vier Grand-Slam-Turniere gewinnen zu können“, gerät Bresnik ins Schwärmen, wenn er über die drei derzeit besten Tennisspieler der Welt spricht.

Revanche für Wimbledon
In Summe hat es Novak Djokovic, der in seiner serbischen Heimat einen derart großen Hype ausgelöst hat, dass ab 2009 sogar ein ATP-Turnier in Belgrad ausgetragen wird, auf elf ATP-Titel gebracht. Damit hat er um vier weniger auf dem Konto als Marat Safin. Den bisher letzten Turniersieg feierte der 28-jährige Russe 2005 bei den Australian Open in Melbourne. Seinen ersten Grand-Slam-Titel holte Safin im Jahr 2000 bei den US Open in New York. Das Aufeinandertreffen zwischen Djokovic und Safin in St. Anton am Arlberg steht auch im Zeichen der Revanche für Wimbledon. Dort machte Safin mit Djokovic Ende Juni dieses Jahres in der zweiten Runde kurzen Prozess und siegte überraschend klar in drei Sätzen.
 
Gefahr aus dem hohen Norden
Neben dem Showkampf zwischen Novak Djokovic und Marat Safin hat die Tennis Trophy in St. Anton am Arlberg auch ein hochkarätiges Damen- und Herren-Turnier zu bieten. Für den Herren-Bewerb, der in einem Round-Robin-System in zwei Dreier-Gruppen ausgetragen wird, wurden nach Stefan Koubek, Titelverteidiger Philipp Kohlschreiber (GER) und Janko Tipsarevic (SRB) auch der Schwede Robin Söderling und der Finne Jarkko Nieminen fix verpflichtet. Der 1,90 Meter große Hüne Söderling hat in der Saison 2008 endgültig den Durchbruch in den engsten Kreis der Weltklasse geschafft. In Lyon holte sich der Schwede seinen dritten ATP-Titel, nachdem er zuvor bereits 2004 in Lyon und 2005 in Mailand triumphiert hatte. Zudem stieß Söderling, dessen gefährlichste Waffe der Aufschlag ist, in Rotterdam, Memphis und Stockholm jeweils in das Endspiel vor. Prominente Namen wie Andy Roddick (USA), Jo-Wilfried Tsonga, Richard Gasquet (beide FRA) oder Tommy Robredo (ESP) stehen heuer auf der Abschussliste des 24-Jährigen. Mit einer Reihe starker Turnier-Ergebnisse arbeitete sich der Rechtshänder bis auf Position 17 in der Weltrangliste nach vor und überwintert damit erstmals in seiner Laufbahn in den Top 20!

Premiere in St. Anton
Neben Söderling droht auch mit Jarkko Nieminen Gefahr aus dem hohen Norden. Der Finne gibt zwar seine Premiere bei der Tennis Trophy, verfügt aber bereits über St. Anton-Erfahrung. Im Jahr 2003 war der 27-jährige Linkshänder mit dem finnischen Davis-Cup-Team im ARLBERG-well.com zu Gast und musste sich der rot-weiß-roten Mannschaft knapp mit 2:3 geschlagen geben. Nieminen, der mit Platz 13 (Juli 2006) sein bisher bestes ATP-Ranking zu Buche stehen hat, erreichte heuer das Endspiel von Adelaide sowie das Halbfinale von Stockholm und stieß bei den Australian Open in Melbourne sensationell in das Viertelfinale vor. In der Vorwoche traf Nieminen im Achtelfinale des Challengers in Helsinki auf Stefan Koubek, wobei der Finne nach spannendem Matchverlauf mit 6:4, 7:6 (11/9) das bessere Ende für sich hatte.

Lokalmatadorin Patricia Mayr
Der Damen-Bewerb, der mit vier Spielerinnen im K.o.-System ausgetragen wird, kann mit Titelverteidigerin Sybille Bammer, Vorjahresfinalistin Patty Schnyder und Lokalmatadorin Patricia Mayr aufwarten. Die Tirolerin spielte 2008 die bisher mit Abstand beste Saison ihrer Karriere, die sie mit vier Turniersiegen auf ITF-Ebene in Hvar, Grado, Dnepropetrowsk und Reggio Calabria krönte. Die 22-jährige „Überfliegerin“ aus Seefeld schaffte mit diesen Erfolgen in der Weltrangliste einen Sprung von Platz 363 Ende 2007 bis auf Position 121 und steht damit unmittelbar vor dem Einzug unter die Top 100. Die Entscheidung über die vierte Spielerin bei den Damen und den sechsten Akteur bei den Herren fällt in den kommenden Tagen.

Stammgast Koubek
(6.11.2008)
Zum 21. Mal wird in diesem Jahr in St. Anton am Arlberg zur größten Tennisparty der Welt aufgeschlagen. Das traditionelle Einladungsturnier vom 10. bis 13. Dezember 2008 im ARLBERG-well.com Center wirft seine Schatten voraus. Mit St. Anton-Stammgast Stefan Koubek, der am Arlberg bereits zum 13. Mal zum Racket greift, dem deutschen Titelverteidiger Philipp Kohlschreiber und dem Serben Janko Tipsarevic wurden drei Teilnehmer an der diesjährigen Tennis Trophy bereits fix verpflichtet. Die Herren-Konkurrenz wird wie in den vergangenen Jahren auch heuer wieder in zwei Dreiergruppen im Round-Robin-Format ausgetragen. Die beiden Gruppensieger bestreiten am Samstag, 13. Dezember 2008, das große Finale.

"Optimale Trainingsbedingungen"
Für Stefan Koubek, der in der Tiroler Ski-Hochburg 1999 und 2002 triumphiert hat, bietet das Turnier eine optimale Gelegenheit, um bei seinem Comeback nach der Bandscheibenoperation im vergangenen Mai wertvolle Spielpraxis zu sammeln. „In meiner Situation ist jede Partie wichtig. Neben den Matches bietet St. Anton auch optimale Trainingsbedingungen“, freut sich der Kärntner auf sein Gastspiel am Arlberg. Gute Erinnerungen hat auch der aktuelle Weltranglisten-28. Philipp Kohlschreiber an St. Anton. Der 25-jährige Augsburger trug sich im Vorjahr durch einen 4:6, 6:3, 10:2-Finalerfolg über den Israeli Dudi Sela erstmals in die Siegerliste ein. Der Deutsche überzeugte dabei aber nicht nur auf dem Court, sondern ließ es auch auf den Pisten ordentlich „krachen“. Kohlschreiber holte sich in diesem Jahr den Titel beim ATP-Turnier in Auckland, stand in Halle im Endspiel und drang in Wien bis in das Semifinale vor.

Wer fordert Bammer und Schnyder?
Janko Tipsarevic sorgte in der laufenden Saison bei den Australian Open in Melbourne für Schlagzeilen. In Runde drei des ersten Grand-Slam-Turniers des Jahres spielte er gegen den Schweizer Superstar Roger Federer groß auf und musste sich erst im entscheidenden fünften Satz nach dramatischem Matchverlauf mit 8:10 geschlagen geben. In Wimbledon erreichte der 24-jährige Serbe, der im ATP-Ranking auf Platz 49 zu finden ist, nach einem Zweitrunden-Erfolg über US-Boy Andy Roddick das Achtelfinale. Zudem stieß Tipsarevic in diesem Jahr in Zagreb, Miami, Metz und St. Petersburg jeweils bis in das Viertelfinale vor. Welche drei Spieler das Sechserfeld komplettieren, soll bis Ende November entschieden werden. Neben dem Herren-Bewerb wird auch wieder ein Damen-Turnier mit vier Spielerinnen ausgetragen. Wer dabei Österreichs Nummer eins und Titelverteidigerin Sybille Bammer sowie die dreimalige St. Anton-Siegerin Patty Schnyder (2000, 2001, 2003) aus der Schweiz fordern wird, steht noch nicht fest.

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