Zum Inhalt springen

ATP

Souverän! Aggressiv! Melzer!

Mit einer Leistung wie aus dem Tennisbuch besiegte Jürgen Melzer (Bild) im Endspiel des ATP-World-Tour-250-Turniers in Winston-Salem Gael Monfils mit 6:3, 2:1 ret. (Probleme mit Bauchmuskulatur) und sicherte sich damit den fünften ATP-Titel seiner Karriere.


Mit zwei Erstrunden-Niederlagen in Montreal und Cincinatti im "Gepäck" war Jürgen Melzer zum mit 575.250 Dollar dotierten Winston-Salem Open angereist, mit einem Sieg und 76.900 Dollar Preisgeld durfte Österreichs Nummer 1 wieder abreisen: Melzer besiegte im Finale des ATP-World-Tour-250-Turniers dem Franzosen Gael Monfils mit 6:3, 2:1 ret. und sicherte sich damit den fünften Titel seiner Karriere - nach Bukarest 2006, Wien 2009 und 2010 und Memphis 2012. "Als ich zu diesem Turnier gekommen bin, wusste ich, dass ich Matches brauche", hatte Melzer nach seinem Semifinal-Sieg über Sam Querrey bilanziert. "Mit jeder Runde habe ich besser serviert und auch die Grundschläge wurden immer besser. Es dürfte daher nicht allzu leicht werden, mich zu schlagen. Ich war einmal ein Top 10-Spieler und bin auch jetzt noch gefährlich." Im fünften Duell mit Monfils setzte der an Nummer 9 gesetzte Österreicher seine eigenen "Vorgaben" von Anfang beeindruckend cool um und konnte sich damit den ersten Sieg über den Franzosen sichern.

"Ein gutes Gefühl vor den US Open"
Der Schützling des ehemaligen Sandplatzspezialisten Galo Blanco ging mit der ersten aller Break-Möglichkeiten mit 2:0 in Führung, agierte auch danach weiterhin souverän und trotzdem locker von der Grundlinie und setzte den Franzosen immer wieder mit Winnershots, Bällen an die Linien und Netzattacken unter Druck. Nach 33 Minuten Spielzeit war der erste Satz vorbei, nach insgesamt 54 Minuten und dem Break zum 2:1 der zweite. Nach diesem Break musste sich Monfils, der vor Winstom-Salem aufgrund von Problemen mit Bizeps und im Knöchelgelenk vier Wochen pausiert hatte, vom Physiotherapeuten (Medical Timeout) behandeln lassen und konnte danach aufgrund von Problemen mit den Bauchmuskeln das Match nicht mehr zu Ende spielen. In der am Montag neu veröffentlichten Weltrangliste wird Melzer seinen eigenen Namen damit erstmals seit Februar 2013 wieder unter den Top 30 wiederfinden. Melzer: "Es ist ein gutes Gefühl, so zu den US Open anreisen zu dürfen."

>
Winston-Salem Open | Website

Top Themen der Redaktion

ATP

"Es war ein Vergnügen - auch wenn ich verloren habe"

Dominic Thiem unterlag bei den ATP-Finals in London zum zweiten Mal in Folge im Endspiel. Der Niederösterreicher musste sich dem Russen Daniil Medvedev, der mit Fortdauer der Partie immer stärker wurde, in drei Sätzen geschlagen geben.

Wochenvorschau

23. - 29. November 2020

Kalenderwoche 48: Wer? Wann? Wo?

Talent Filip Misolic hat sich in Bratislava für die Qualifikation eingetragen.