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ITF

Sinja Kraus zeigt bei großem ITF-Turnier in Wiesbaden auf

Das ÖTV-Talent steht beim 100.000-Dollar-Event im Viertelfinale – Julia Grabher, Barbara Haas bei kleineren Turnieren.

Sinja Kraus ©GEPA pictures/ Walter Luger

Schon beim Billie Jean King Cup in der Kreisstadt Serik in der türkischen Provinz Antalya hatte sie mit ihren drei Siegen bei zwei Niederlagen überzeugt und auch wesentlich zum erfreulichen Abschneiden von Österreichs Damen beigetragen. Diesen frischen Schwung hat Sinja Kraus jetzt auf die Turnierebene transportiert: Die seit 29. April 20-Jährige hat nach einem letztwöchigen Viertelfinale beim W25-Event in Kairo nunmehr beim größeren ITF-W100-Sandplatzturnier in Wiesbaden, dank vier Matcherfolgen, aus der Qualifikation heraus neuerlich das Viertelfinale erreicht. Die Wienerin behauptete sich im Achtelfinale am Donnerstag mit 7:6 (7), 2:6, 6:3 gegen die Niederländerin Arianne Hartono (WTA 165), die zuvor immerhin ihre topgesetzte Landsfrau Arantxa Rus (WTA 74) eliminiert hatte.

Siegemund auf die Abschussliste gesetzt

Kraus hatte schon davor zu überzeugen gewusst. Durch die Vorausscheidung spielte sie sich mit einem 6:2, 6:2 über die Deutsche Chantal Sauvant (WTA 911) und einem 6:4, 6:1 gegen die sechstgereihte Russin Amina Anshba (WTA 326). Im Hauptfeld setzte die ÖTV-Zukunftshoffnung gar die Ex-Weltranglisten-27. Laura Siegemund auf die Abschussliste – wobei die Deutsche (WTA 196) beim Stand von 6:3, 4:1 aus der Sicht von Kraus wegen einer Knieverletzung aufgeben musste. Gegen Hartono musste sie dann erstmals richtig kämpfen, 2:23 Stunden, und im ersten Satz nach klarer Führung vor dem (3:0, Breakball zum 4:0, 4:2, Satzball bei 6:5) und im Tiebreak (6:2) gar bei 6:7 einen Satzball abwehren. Nach verpatztem zweitem Durchgang gewann sie im bis dahin engen dritten die letzten vier Games und damit das Match. Kraus wird dadurch in der Weltrangliste ihr bisheriges Career High von WTA-Rang 401 um gut 50 Plätze verbessern, ausgehend von momentan Position 406, und sollte nun auch im Kampf um das Semifinale im Qualifikantinnen-Duell mit der 26-jährigen Litauerin Justina Mikulskyte (WTA 286) ihre Chancen haben.

Auch Viertelfinals für Grabher und Haas

Nicht bloß für die rot-weiß-rote Nummer drei, sondern auch für Österreichs Nummer eins und zwei läuft die aktuelle Turnierwoche bisher ganz nach Wunsch. Beim ITF-W60-Event in Koper ist Julia Grabher als Zweitgereihte des Sandplatzturniers in Slowenien genauso im Viertelfinale angelangt. Die Vorarlbergerin (WTA 155) bezwang die in Japan geborene Britin Yuriko Lily Miyazaki (WTA 231) mit 7:5, 6:2 und am Donnerstag am Nachmittag die Russin Darya Astakhova (WTA 280) mit 6:2, 6:0. Die 25-Jährige bekommt es nun mit der achtpositionierten Russin Natalia Vikhlyantseva (WTA 229) oder mit der 21 Jahre jungen Qualifikantin Sada Nahimana (WTA 318) aus Burundi zu tun. Und auch Barbara Haas hat berechtigten Grund zur Freude: Denn nach ihrem Comeback im Billie Jean King Cup nach über siebenmonatiger Verletzungspause macht die Oberösterreicherin jetzt auch bei der Rückkehr ins Turniertennis Fortschritte. Nach einer letztwöchigen Auftaktniederlage bei einem W60-Event in Zagreb steht sie beim W25-Sandplatzturnier in Split, auch Kroatien, durch Siege über zwei Qualifikantinnen gleichfalls unter den besten Acht. Nach dem 6:1, 6:3 über die Japanerin Funa Kozaki (WTA 709) nahm sie die Französin Marie Temin (WTA 947) nach kassierter Höchststrafe im ersten Satz doch noch mit 0:6, 6:3, 6:4 raus. Jetzt wartet auf die 26-Jährige (WTA 255) die Deutsche Katharina Hobgarski (WTA 300).

Hier alle Ergebnisse vom ITF-W100-Turnier in Wiesbaden.

Hier alle Ergebnisse vom ITF-W60-Turnier in Koper.

Hier alle Ergebnisse vom ITF-W25-Turnier in Split.

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