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ATP

Sensation durch Dominic Thiem!

Unglaublich abgebrühte Leistung von Dominic Thiem (Bild): Im Achtelfinale des bet-at-home-Cups Kitzbühel eliminierte der 19-jährige Niederösterreicher Österreichs Nummer 1, Jürgen Melzer, mit 7:5, 6:3 und trifft nun im Viertelfinale auf Albert Montanes. Thiem: "Ich kann es nicht wirklich begreifen, was da heute passiert ist."


Die Schlagzeilen vor dem zweiten Österreicher-Duell im Hauptfeld des bet-at-home Cups drehten sich all um das gleiche Thema, auch wenn dafür die unterschiedlichsten Headlines benutzt wurden. Einmal hieß es: "Gegenwart gegen Zukunft". Das andere Mal: "Routine versus Talent". Nach der Partie von Österreichs Nummer 1 Jürgen Melzer gegen Nachwuchstalent Dominic Thiem stand fest, dass dieses Mal die Zukunft die Nase beeindruckend weit vorne haben sollte: Mit seinem 7:5, 6:3-Sieg zog Dominic Thiem in sein erstes Viertelfinale auf der ATP-Tour ein und trifft dort auf Albert Montanes. "Ich kann es nicht wirklich begreifen, was da heute passiert ist", strahlte Thiem danach. "Ich bin einfach nur überglücklich, dass ich heute gewonnen habe. Ich habe versucht gut zu servieren und gut zu retournieren, was mir gut gelungen ist. Erst am Ende des zweiten Satzes ist die Hand schwer geworden, sodass es fast noch in die Hose gegangen wäre." Während Thiem noch mit Nervosität in sein Erstrunden-Match gegen Andrey Kuznetsowgegangen war, war davon in der Partie gegen Melzer nichts zu bemerken. Der 19-jährige Niederösterreicher bot Melzer sowohl von der Grundlinie - vor allem mit seiner gepeitschten Rückhand - als auch am Netz die Stirn "und spielte locker von der Leber weg" (Thiem-Betreuer Stefan Koubek), während Österreichs Nummer 1 nur selten zu seinem Spiel fand. Nach nur 38 Minuten durchbrach Thiem den Aufschlag Melzers und holte sich mit diesem Break den ersten Satz.

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"Ich hab heute fürchterlich retourniert"

Im zweiten Satz durchbrach Thiem gleich Melzers erstes Aufschlaggame zum 2:0 und holte sich auch Melzers Aufschlag zum 4:0. Danach machte sich aber immer mehr die Nervosität beim Youngster breit, Melzer gelang das Rebreak zum 2:5, nach der Abwehr von drei Breakbällen servierte Thiem nach 1:16 Stunden Spielzeit dennoch aus.
"Ich habe heute nicht so gespielt wie ich es mir vorgestellt hätte", bilanzierte Melzer danach. "Ich habe fürchterlich retourniert." Thiem, der ebenso wie Andreas Haider-Maurer vom Veranstalter mit einer Wildcard ausgestattet worden war, hatte zuletzt immer wieder mehr mit gesundheitlichen Problemen als mit Gegnern zu kämpfen gehabt: Der Youngster litt zuletzt an einer schweren, schon länger in ihm schlummernden Darmentzündung, die es ihm unmöglich machte, im Juni seinem "Job" nachzugehen. Erst Mitte Juli war der Schützling von Günter Bresnik mit dem Finaleinzug bei einem Future in Modena beeindruckend stark wieder auf die Herren-Tour zurückgekehrt.
 

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