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Billie Jean King Cup

Schwere Auslosung für ÖTV-Damen beim Billie Jean King Cup in Antalya

Das Alpstar Billie Jean King Cup Team Austria trifft in Pool B auf Schweden, Kroatien, Bulgarien, Slowenien und Georgien.

Julia Grabher © | GEPA pictures/ Walter Luger

Nach Corona-bedingt über zwei Jahren ohne Einsatz geht’s für Österreichs Damen im Billie Jean King Cup (damals noch Fed Cup) wieder los. Vom 11. bis 16. April will die Mannschaft von Teamkapitänin Marion Maruska in der Kreisstadt Serik in der türkischen Provinz Antalya zumindest das Ziel Klassenerhalt in der Europa/Afrika-Gruppe 1 erreichen. Am Mittwochabend hat die ITF nun die Auslosung fürs Turnier in der Megasaray Tennis Academy offiziell bekanntgegeben. Das Alpstar Billie Jean King Cup Team Austria hat dabei ein schwieriges Los erwischt: Man trifft in Pool B auf Schweden, Kroatien, Bulgarien, Slowenien und Georgien. In den Pool A wurden Serbien, Ungarn, Türkei, Estland und Dänemark zugeteilt.

Der exakte Zeitplan wird erst in den kommenden Tagen festgelegt. Österreich wird allerdings an allen sechs Spieltagen im Einsatz sein, außer wenn man diese Gruppe auf Platz vier beenden würde. Begleitet wird das Alpstar Billie Jean King Cup Team Austria neben Maruska auch von ÖTV-Sportdirektor Jürgen Melzer. ÖTV-Präsident Martin Ohneberg wird außerdem von Dienstag (12.4.) auf Mittwoch (13.4.) ebenso in der Türkei vor Ort sein.

2 starke Gegner, 2 sehr kompakte Gegner

Die ÖTV-Damen treten mit Julia Grabher (WTA 151), Barbara Haas (WTA 230), Sinja Kraus (WTA 411), Melanie Klaffner (WTA 589) und Tamira Paszek (WTA 700) in der stärksten, möglich gewesenen Besetzung an. „Das ist dennoch sicher eine schwere Gruppe“, meinte Maruska in einer ersten Reaktion, „die andere Gruppe mit Estland ohne Anett Kontaveit und Kaia Kanepi und der Türkei, die aktuell ohne WTA-Top-250-Spielerin im Kader genannt hat, kommt mir da doch etwas einfacher vor.“ Aus gutem Grund: Kroatien kann mit Ana Konjuh (WTA 52), Petra Martic (WTA 58) und Donna Vekic (WTA 110) gleich drei ehemalige Top-20-Spielerinnen vorweisen, und auch Slowenien kann mit Tamara Zidansek (WTA 25) und Kaja Juvan (WTA 80) zwei aktuelle Top-100-Spielerinnen aufbieten. „Das sind zwei sehr, sehr gute Nationen, aber auch Bulgarien und Georgien sind sehr, sehr kompakt“, so Maruska.

Bei Bulgarien finden sich Viktoriya Tomova (WTA 108) und Isabella Shinikova (WTA 218) im Kader – „und zudem zwei sehr junge Spielerinnen, eine 14-Jährige und eine 15-Jährige, die im ITF-U18-Ranking bereits auf Platz 119 und 341 stehen. Das ist in dem jungen Alter recht beachtlich.“ Georgien kommt mit durchaus vergleichbarer Stärke daher, mit Ekaterine Gorgodze (WTA 123) und Mariam Bolkvadze (WTA 154) als beste Spielerinnen. „Sie haben jedoch mit Oksana Kalashnikova noch eine sehr gute Doppelspielerin“, so Maruska. Davon konnte sie sich selbst überzeugen: 2018 war man, mit Maruska als Begleitung, unter dem damaligen Kapitän Jürgen Waber Georgien 1:2 unterlegen gewesen. Das entscheidende Doppel verlor man damals gegen Kalashnikova, immerhin vierfache WTA-Doppel-Titelträgerin.

Schweden zunächst ohne Peterson

Schweden hat zunächst lediglich vier Spielerinnen nominiert, alle dabei jedoch aus den Top 500 der Welt: Mirjam Björklund (WTA 183), Caijsa Wilda Hennemann (WTA 377), Fanny Östlund (WTA 485) und Jacqueline Cabaj Awad (WTA 492). „Zwar haben sie Rebecca Peterson nicht genannt, aber auch ohne sie ist das ein ausgeglichenes, gutes Team“, befand Maruska. Dass die Weltranglisten-79. Peterson erst mal nicht im Aufgebot auftaucht, müsse zudem nicht viel heißen: „Bis zum Captain’s Meeting kann man noch zwei Spielerinnen austauschen“, ist Maruska hierzu gewarnt. „Weil wir in die Sechser-Gruppe gelost worden sind, spielen wir voraussichtlich wirklich jeden einzelnen Tag, da kommt also auch körperlich einiges auf uns zu. Unser Ziel ist und bleibt aber jedenfalls der Klassenerhalt.“

Der Modus läuft wie folgt ab: Die beiden Gruppensieger und der Sieger des Duells der Gruppenzweiten qualifizieren sich für das Play-off des Billie Jean King Cups im November. Und die zwei Letzten der beiden Gruppen spielen in einem Kreuzspiel direkt gegen den Abstieg – die zwei Verlierer müssen 2023 mit der Europa/Afrika-Gruppe II vorliebnehmen.

Hier die Auslosung und Nominierungen der Europa/Afrika-Gruppe 1 in Antalya.

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