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SCHALLER-GEDANKEN XVII

Die vergangenen zwei Wochen waren sehr ereignisreich für den ÖTV und selbstverständlich auch für Sportdirektor Gilbert Schaller. Er bewegt sich nun auch auf einem Terrain, mit dem er als aktiver Sportler wenig zu tun hatte, das jedoch unabdingbare Voraussetzung für die weitere Aufwärtsentwicklung des österreichischen Tennis ist.

Sportkommissionssitzung, Strategiesitzung, Jugendreferentensitzung, Länderkuratorium, Generalversammlung mit Neuwahl usw... In all diesen Gesprächen wurde beraten, wurden Lösungen gefunden, wie es in Zukunft zu weiteren Verbesserungen nicht nur im gesamten ÖTV, sondern auch in unseren Sportstrukturen kommen soll.

Es gibt für mich drei Bereiche, die ineinander fließend zu strukturieren sind: die Spitze ist die Südstadt und da bin ich überzeugt, dass wir unser Hausaufgaben gemacht haben. Sicher ist noch manches zu verbessern; aber bis zum Herbst haben wir mit Sicherheit wieder einen weiteren Schritt vorwärts gemacht. Daher kann ich sagen, die oberste Ebene im Sportbereich funktioniert.

Die zweite Ebene bilden für mich die Landesverbände und einige private Vertrauenstrainer. Wie wir alle wissen, gibt es dort sehr viele unterschiedliche Konzepte und Interessen. Hier eine Struktur zu schaffen, die für alle gleich sein soll, ist praktisch unmöglich. Vielmehr sollte es uns gelingen, eine gemeinsame Basis zu finden sowie schon von mir definierte Grundbedingungen zu schaffen um unser Talente qualifiziert und möglichst preiswert zu betreuen und an die Spitze zu führen. Es hat mich sehr positiv gestimmt, dass in Gesprächen mit den Präsidenten der Landesverbände und deren Verantwortlichen für den sportlichen Bereich meine weiteren Pläne ein offenes Ohr fanden und eine wirklich umfassende Kooperationsbereitschaft aller besteht. Diese nächsten Schritte in die Tat umzusetzen bedarf - dessen bin ich mir bewusst - trotzdem sehr viel Geduld und Hartnäckigkeit; Eigenschaften, die ich meine mitzubringen. Seitens des ÖTV werden wir auch versuchen, die erforderlichen Budgetmittel aufzubringen um die schnellstmögliche Umsetzung zu erreichen.

Die dritte Ebene betrifft die Basis, also das, was in den Vereinen und den Tennisschulen passiert.

Vor einigen Wochen fand ein Gespräch mit unserem Breitensportreferenten Manfred Schmöller, unserem Verantwortlichen für die Trainerausbildung, Harald Mair, und mir statt.

Wie so oft ging es darum wie wir in diesem Bereichen Verbesserungen durchführen könnten. Im Laufe dieses Gespräches wurden wir uns immer mehr einig, dass engste Zusammenarbeit notwendig ist um alle Anliegen, die jedem von uns wichtig sind, besser umsetzen zu können.

Ich hab mir dann viele Gedanken gemacht wie wir die so wichtige Basis, sprich Vereine, Jugendtennis, Schulprojekte usw. verbessern können. Herausgekommen ist ein Projekt, das ich mir auf meinen Laptop zusammengeschrieben habe und das jetzt so schnell wie möglich in der realen Tenniswelt getestet werden soll.

Es gibt meiner Meinung kaum mehr etwas, das es neu zu erfinden gilt; was fehlt, ist eine klare Struktur und die konsequente Umsetzung der Ziele. Mir als Sportdirektor ist vor allem wichtig, dass es aus der Breite heraus auch einen gangbaren Weg in die Spitze geben wird.

Mit Beginn der Freiluftsaison wollen wir zwei bis drei Versuche starten, zunächst einmal lokal unseren Ideen mit Vertrauensleuten in einigen Vereinen umzusetzen. Sollte die Resonanz entsprechend ausfallen, werden wir schnellstmöglich beginnen, Schritt für Schritt eine einheitliche Struktur aufzubauen.

Langfristig ist die Vision, dass wir es alle gemeinsam schaffen, im Verein beginnend bis zur Südstadt eine Struktur aufzubauen, die ineinander greift. Und die vor allem einen Weg für unsere talentierten Jugendlichen aufzeigt, der für jeden finanzierbar ist und wobei auch die Qualität stimmt. Sicher schwierig, aber jede Mühe wert.

Gilbert Schaller

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