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SCHALLER-GEDANKEN XIII

Wie zuletzt angekündigt, nimmt der ÖTV-Sportdirektor diesmal zum Abschneiden unserer Elite im Jänner Stellung und befasst sich auch mit den Österreichischen Jugendmeisterschaften U 16.

Die Australien Open und die Austrian Futures in der Halle sind vorbei. Ein für das österreichische Tennis sehr wichtiger Termin steht uns ins Haus, der Daviscupkampf gegen Pokalverteidiger Kroatien. Mit dem Heimvorteil und unseren Fans im Rücken ist vielleicht die große Überraschung möglich; ich freue mich als Tennissportbegeisterter natürlich sehr auf diese Begegnung.

Ein Teil unserer Akteure bereitet sich bereits auf den Sandplätzen in der Südstadt auf dieses Match vor.

Sehr gut, dass Stefan Koubek in Zagreb mehrere Spiele gewonnen und damit hoffentlich sein Selbstvertrauen wieder aufgetankt hat. Oliver Marach hat die zweite Runde in Delray Beach erreicht - vielleicht ist da oder dort noch die eine oder andere Überraschung möglich.

Jürgen Melzer und Julian Knowle waren bei den Australian Open im Doppel gemeinsam im Achtelfinale - ich hatte ihnen noch mehr zugetraut, haben die beiden doch schon vor dem Semifinale in Sydney und eben Melbourne schon einige Doppel sehr erfolgreich absolviert.

Ich bin auch gespannt, auf welche Spieler unser Captain Thomas Muster im Einzel zurückgreifen wird. Diesmal ist die Entscheidung nicht so leicht...

Erfreulich war natürlich auch wieder der Auftritt von Tamira Paszek in Australien, die knappe Viertelfinalniederlage gegen die Nummer 1 und spätere Finalistin war einmal mehr der Beweis, dass Tamira zu den größten Nachwuchshoffnungen im internationalen Tennis zählt.

 

Eine Chance sich zu beweisen, erhielt auch der Herrennachwuchs mit den ersten beiden Austrian Futures in Salzburg-Bergheim. Die Turniere war stark besetzt, nicht zuletzt aufgrund der notwendigen Aufwertung auf 15.000 Dollar Preisgeld pro Turnier. Es gab sicher Achtungserfolge, unter anderem von Andreas Haider-Maurer mit seinem Sieg über Masson. Allerdings war es mit Werner Eschauer ein routinierter Spieler, der mit seinem Finaleinzug beim zweiten Turnier die heimischen Fahnen hochhielt. Sehr positiv präsentierte sich auch Mario Haider-Maurer mit seine Viertelfinaleinzug. Obwohl unsere junge Garde insgesamt gesehen doch ein wenig unter den Erwartungen blieb, stimmt meiner Meinung nach die Entwicklung. Ich habe die Erstrundenmatches von Martin Fischer und Phillip Oswald gesehen und hatte den Eindruck, dass sie sich gut weiterentwickelt haben.

Ich war auch bei den österreichischen U 16-Meisterschaften in Zell am Ziller ab den Semifinalmatches vor Ort und konnte wieder wertvolle Erkenntnisse gewinnen. Sehr positiv die Entwicklung des Siegers bei den Burschen, Nikolaus Moser, der nach Hohenaich nun auch die Hallenmeisterschaften gewann. Meine Glückwünsche nicht nur an ihn, sondern auch an sein Trainerteam mit Michael Oberleitner an der Spitze, die Resultate sprechen zweifellos für die Qualität ihrer Arbeit. Für eine sehr positive Überraschung sorgte der Kärntner Paul Kügler, der aus der Qualifikation kommend das Finale erreichte. Er trainiert bei Horst Skoff.

Gefreut hat mich natürlich auch das Auftreten der Südstadt-Spielerin Kathi Negrin, die den Titel der Mädchen gewann. Schön langsam fügen sich bei ihr die Puzzleteile zusammen. Ich denke, dass Kathi noch Zeit braucht, aber ihren Weg im Damentennis gehen wird.

Abschließend noch ein Wort zum Erweiterungskader. Es freut mich, dass so viele Anfragen gekommen sind, wir werden alle Verträge zuschicken und Anfang Februar die Namen der Spielerinnen und Spieler bekannt geben. Auf gute Zusammenarbeit und noch bessere Resultate!

 

Gilbert Schaller

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