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ATP

SALZBURG/AUSTRIA F2: NICO REISSIG UNTERLIEGT MECIR IM FINALE

Das Austria F1-Turnier vor einer Woche in Salzburg-Bergheim hat Nico Reissig (Bild) für sich entscheiden können. Eine Woche kam er beim Bergheim Open bis ins Finale, unterliegt dort aber in zwei Sätzen. Trainer Jürgen Hager: "Der Substanzverlust war deutlich zu bemerken."

Die Luft war draußen
(1.2.2009)
Neun Matche lang dauerte seine Siegesseriere schon an, mit dem zehnten Match kam allerdings der Bruch: Nico Reissig unterlag im Finale des Austria F2-Turniers Bergheim Open dem Slovaken Miloslav Mecir mit 3:6, 4:6. Seinem Trainer Jürgen Hager präsentierte sich der 19-jährige Salzburger dabei "als nicht mehr der Nico, den man von den vorangegangen Partien kannte. Die letzten beiden Turnierwochen haben ihm einen Substanzverlust abverlangt, den man sowohl physisch als psychisch gemerkt hat." Mecir agierte am Court noch dazu aggressiver und servierte besser als noch vor einer Woche, als er Reissig im Viertelfinale unterlag. Hager: "Damit hat er Nico nur wenige Möglichkeiten zum Break gegeben. Er hat das ganze Mach über bei 3:3 im ersten Satz nur einen Breakball gehabt, den er aber nicht genutzt hat. Danach hat erpostwendend das Break bekommen. Damit war in seinem Spiel ein bissl die Luft draußen." Um Reissig Zeit zum Regenerieren zu geben, wird er beim Austria F3 in der kommenden Woche erst am Mittwoch in das Turnier einsteigen. Danach ist eine Woche Turnierpause eingeplant.

Auf dem Weg zum zweiten Titel
(31.1.2009)
Déjà-vu für Nico Reissig: Ebenso wie beim Austria F1-Turnier in der Vorwoche steht der Salzburger eine Woche später beim Bergheim Open nach einem klaren 6:3, 6:4-Sieg über den Georgier Lado Chikhladze erneut im Finale und trifft dort auf Miloslav Mecir, den er vor einer Woche im Viertelfinale mit 2:6, 6:1, 6:3 besiegen konnte. Trainer Jürgen Hager, der Reissig im Leistungszentrum Südstadt betreut, war von seinem Schützling "schon die ganze Woche über sehr positiv überrascht. Da ist jetzt einiges passiert. Er hat sehr viel vom Training im Wettkampf umgesetzt. Das Training in der Gruppe mit Martin Fischer, das Konditionstraining in der Südstadt und die Bedingungen, die ihm im HSZ geboten werden, tut ihm offensichtlich sehr gut."

Das Match-"Drehbuch"
Mit neun Assen in zwei Sätzen konnte Lado Chikhladze Nico Reissig nicht wirklich erschrecken, da sich der STC-Spieler sehr gut auf seinen aufschlagstarken Gegner, der sich acht Doppelfehler leistete, eingestellt hatte. Vorerst holte sich Nico Chikhladzes Service zum 3:2 und servierte ruhig den Satz aus. Auch im zweiten Satz bewies Reissig die nötige Ruhe, und wiederum war es das fünfte Game, das dem Georgier zum Verhängnis wurde. Reissig tat danach nur mehr das, was zu Spiel, Satz und Sieg wirklich notwendig war. Mit dem ersten Matchball erreichte Nico zum dritten Mal das Finale eines Futures-Turnieres, zum dritten Mal in Österreich (St. Pölten, Bergheim) und zum zweiten Mal innerhalb einer Woche in Bergheim.

Zweites Semifinale für Reissig
(31.1.2009)
Die Glückshormone, die durch den Sieg beim Austria F1-Turnier in der Vorwoche ausgeschüttet wurden, wirken offensichtlich noch nach: Auch beim Austria F2-Event Bergheim Open ist Nico Reissig (ATP 923) weiterhin das Maß der Dinge. Der Spieler des 1. STC Stiegl hat am Freitag durch einen ungefährdeten Zweisatzsieg über den kroatischen Qualifikanten Ante Nakic-Alfirevic (ATP 659) nicht nur das Halbfinale erreicht, sondern seinen Clubkollegen Gerald Kamitz nachhaltig „gerächt“, der in der ersten Runde gegen Nakic-Alfirevic in drei Sätzen verloren hatte. In Satz eins gelangen Reissig zwei Breaks, und er holte sich diesen Satz mit 6:2. Der zweite Satz begann mit einem weiteren Break Nicos, der dieses bis zum Matchende ohne große Probleme verteidigte. Nach rund einer Stunde Spielzeit verwandelte Reissig den ersten Matchball und trifft am Samstag im Halbfinale auf den georgischen „Kanonenaufschläger“ LadoChikhladze. Chikhladze schlug den Iren Colin O’Brien mit 7:6(4), 6:3 und servierte dabei dem Gegner 20 Asse. Genau diese Aufschlagstärke könnte am Samstag Nico Reissig dann zum Verhängnis werden, wenn er dem ersten Service des Georgiers nicht die Schärfe nehmen kann. Chikhladzes Spiel läuft nur über das starke erste Service, spielerisch ist im Reissig mindestens ebenbürtig. Ein interessantes Halbfinalspiel, das nicht vor 13:00 Uhr startet, wird allgemein erwartet.

Ager knapp out
Das beste Match des Tages jedoch lieferten sich der an Nummer zwei gesetzte Deutsche Marc Sieber (ATP 383) und der Tiroler Johannes Ager (8/ATP 558). Ager sah vorerst wie der sichere Sieger aus, führte komfortabel mit 7:6(4), 5:2, ehe Sieber Game um Game aufholte und den Satz noch mit 7:5 für sich entschied. Danach ging Sieber mit 5:3 in Führung, schlug auf das Match auf und fand sich im zweiten Tiebreak wieder. Trotz dieses Rückschlages konnte Sieber das Tiebreak offenhalten und nach drei Stunden Spielzeit verwandelte er den ersten Matchball zum 6:7(4), 7:5, 7:6(6) Sieg. Sieber trifft am Samstag um 11:00 Uhr auf den Slowaken Miloslav Mecir, der Aljaz Bedene (SLO) glatt mit 7:5, 6:2 schlug.

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