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ATP

SALZBURG/AUSTRIA F1: NICO REISSIG HOLT SICH DEN TITEL

Beim ersten Turnier der Austria Future-Serie, dem Bergheim Classic, hatte Nico Reissig (Bild) im Finale mit Colin O’Brien kaum Probleme und holte sich nach nur einer Stunde den Titel des 10.000-Dollar-Turniers.

Reissig gewinnt
(25.1.2009)
Nico Reissig hat die erfolgreichste Woche seiner jungen Profikarriere hinter sich: Er schlug am Sonntag im Finale des Bergheim Classic 2009 den Iren Colin O’Brien, der ebenso wie Nico das Finale ungesetzt erreichte, locker und glatt mit 6:3 und 6:2. Anfangs hatte Reissig mit den unterschnittenen Bällen O’Briens noch so seine Schwierigkeiten, als er sich jedoch darauf eingestellt hatte, war es um den Iren geschehen. Es reichte das Break zum 4:2, mit dem Nico des Satz locker ausservierte. Danach hatte O’Brien nicht mehr viel zu melden, da ab dem 1:1 Reissig Ball und Gegner laufen ließ und mit seinem tollen und großen Repertoire an Schlägen den Gegner klar beherrschte. Reissig zog schnell auf 4:1 davon, ließ dem Iren noch ein Game und verwertete nach einer Spielzeit von wenig mehr als einer Stunde seinen ersten Matchball zum viel umjubelten größten Erfolg. Mit den 15 ATP-Punkten wird sich Nico in der Weltrangliste zwischen den Rängen 750 und 800 einreihen.

Reissig im Finale
(25.1.2009)
Nico Reissig ist weiterhin das Maß der Dinge aus heimischer Sicht und erreichte am Samstag durch einen clever erspielten Zweisatzsieg über den Slowenen Marko Tkalec (5) das Finale, das am Sonntag ab 11:00 Uhr gespielt wird. Reissig, der gegenüber den vergangenen Monaten sehr abgeklärt und ruhig wirkte, ließ sich auch durch die eine oder andere merkwürdige Schiedsrichterentscheidung nicht aus der Ruhe bringen. Im ersten Satz hatte er bereits bei 4:4 und 0/40 drei Möglichkeiten eines Breaks ausgelassen, das er dann bei 5:5 nachholte. Im zweiten Satz gelang ihm das Break zum 4:2, danach spielte er das Match locker nachhause. Das Resultat: 7:5, 6:4. Tkalec ist im ATP-Ranking rund 450 Positionen vor Reissig klassiert, der derzeit bei Rang 923 hält. Reissig trifft im Finale der ungesetzten Spieler auf den Iren Colin O’Brien, der zu seinem Halbfinalspiel nicht antreten musste, da der Vorarlberger Philipp Oswald (4) durch eine starke Verkühlung gehandicapt, keine Möglichkeit sah, erfolgreich zu bleiben. Durch seinen Finaleinzug erhält Reissig für das Bergheim Open (25.1.-1.2.) das so genannte „Special Extempt“, eine Sondergenehmigung, um am Hauptbewerb teilzunehmen, ohne die Qualifikation zu spielen. Die dadurch freiwerdende Wildcard für den Hauptbewerb wurde an seinen STC-Kollegen Marc Rath weitergegeben. Auch O’Brien erspart sich durch den Einzug ins Finale die Qualifikation, da auch er natürlich ein „Special Exempt“ erhält.

Reissig im Halbfinale
(24.1.2009)
Zwei heimische Protagonisten spielten sich im Viertelfinale in den Vordergrund: STC-Boy Nico Reissig setzte seinen Erfolgslauf auch gegen den Slowaken Miloslav Mecir fort und besiegte ihn nach anfänglichen Schwierigkeiten und dem Verlust des Eröffnungssatzes, doch noch sicher. Im ersten Satz reichten Mecir zwei schnelle Breaks zum Satzgewinn. Danach fand zu seinem druckvollen Spiel, mit dem er Mecir an die Wand und den Satz ganz sicher nach Hause spielte. Das Resultat: 2:6 , 6:1, 6:3. Nico trifft am Samstag nicht vor 13:30 Uhr auf Marko Tkalec (SLO/5). Zur Erinnerung: Tkalec hatte 2007 die Bergheim Trophy für sich entschieden.

Oswald im Halbfinale
Der zweite Österreicher, Philipp Oswald (4), bereitete sich wohl das schönste Geschenk zu seinem gestrigen Geburtstag selbst: Er bezwang den an Nummer 7 gesetzten Tiroler Johannes Ager in einem engen und beinhart geführten Match mit 7:6(4), 6:4. Oswald bekommt es nun am Samstag mit der ungesetzten Turnierüberraschung Colin O’Brien (IRL) zu tun, der den an Nummer 6 gesetzten Andrej Martin (SVK) sicher in Schach halten konnte und mit 7:5, 64 besiegte. Das Doppelfinale dagegen war eine klare und eindeutige Angelegenheit für Aljaz Bedene und Andrej Martin (SLO/SVK). Das ungesetzte Duo ließ den an Position 3 gesetzten Gerald Melzer und Nico Reissig keine Siegchance und siegte verdient mit 6:3, 6:2.

Reissig, Oswald, Ager
(23.1.2009)
Toller Erfolg für Nico Reissig:  Der Lokalmatador des 1. STC Stiegl hat die schwere Achtelfinal-Hürde Peter Gojowczyk (GER/3) gemeistert und steht beim 10.000-Future in Salzburg-Bergheim im Viertelfinale. Der Schützling Gilbert Schallers ging schnell mit 3:1 in Führung, den ersten Satz holte er sich mit 6:1. Auch im zweiten Satz war Reissig bis zum Stand von 4:3 die treibende Kraft, bis der Deutsche aufgrund einer Schulterverletzung aufgeben musste. In der Runde der letzten acht bekommt Reissig es mit dem Sohn der legendären slowakischen „Katze“ Miloslav Mecir, zu tun. Mecir entschied sein Match gegen den an acht gesetzten Tiroler Armin Sandbichler mit 6:4, 7:5 für sich. Ebenfalls ein Runde weiter ist der Vorarlberger Philipp Oswald, der dem Tschechen Daniel Lustig mit 6:4, 6:1 keine Chance ließ. Oswald trifft am Freitag auf den Tiroler Johannes Ager (7), der in einem engen Match den Deutschen Daniel Stoehr mit 7:6(3), 6:4 bezwang. Ausgeschieden sind hingegen die beiden Steirer Christian Magg und Patrick Schmölzer. Magg unterlag dem Iren Colin O’Brien  überraschend mit 6:4, 6:2, Schmölzer musste die Überlegenheit seines slowenischen Gegners, dem an Nummer fünf gesetzten Marko Tkalec, mit 4:6, 5:7 anerkennen.

Zwei der Hausherren sind draußen
(21.1.2009)
Der zweite Spieltag war keiner, mit dem die "Hausherren" zufrieden sein konnten. Trotz toller Leistungen sind die beiden STC-Spieler Gerald Kamitz und Marc Rath auf der Strecke geblieben. Kamitz bot gegen den an sieben gesetzten Tiroler Johannes Ager alles auf, was ihn auszeichnet - v. a. Fitness, hartes Service - trotzdem musste er nach tollem Kampf den Court als Verlierer verlassen. Nur ein Break reichte Ager im Eröffnungssatz, um diesen mit 6:3 für sich zu entscheiden. Im zweiten Satz konnte Kamitz eine 6:5- und 40/0-Führung nicht nutzen, um den Satzgleichstand herzustellen. So ging es in den Tiebreak, den Kamitz schließlich mit 7:4 für sich entschied und damit ausglich. Der Finalsatz war dann an Dramatik kaum zu überbieten, nach Break und Rebreak und einem Zwischenstand von 4:4, gelang dem Radstädter das ersehnte Break durch den ersten Doppelfehler Agers zum 5:4. Wieder konnte Kamitz den “Sack nicht zumachen“, womit ein weiteres Tiebreak über Sieg oder Niederlage entscheiden musste. Kamitz musste in diesem Tiebreak allerdings immer einem Rückstand nachlaufen. Fazit: Ager holte sich dasTiebreak mit 7:5 und das Match mit 6:3, 6:7(4), 7:6(5).
Auch Marc Rath hatte mit Armin Sandbichler einen Gesetzten (8) zu bekämpfen, wobei Satz eins mit 6:3 an Sandbichler ging. Danach gelang Rath zwar der Satzgleichstand mit einem gewonnenen Tiebreak (7/4), ehe er der größeren Routine des Tirolers nachgeben musste, der das Match mit 6:3, 6:7(4), 7:5 knapp für
sich entschied.

Top-Leistung von Nico Reissig
Wesentlich zufriedener konnte mit Nico Reissig ein weiterer Salzburger den Court verlassen. Antoniy Dupuis (FRA) war zwar der erwartet schwere Gegner, trotzdem schaffte Reissig mit iner außergewöhnlichen Energieleistung im Entscheidungssatz den Aufstieg ins Achtelfinale. Nico führte im Eröffnungssatz mit 4:2 und musste diesen doch noch dem Gegner, der vor Jahren bereits unter den Top-100 (52) der der ATP-Welt war, überlassen. Danach kam Reissig besser ins Match, es gelang ein frühes Break und er schaffte den Satzgleichstand mit 6:3. im dritten Satz führte der Franzose mit 5:2 und sah eigentlich wie der sichere Sieger aus. Doch Reissig packte nochmals seine besten Schläge aus und holte Game um Game auf. Er zwang Dupuis ins Tiebreak, das er ganz klar beherrschte - nach rund zwei Stunden Spielzeit servierte Reissig zum viel umjubelten 5:7, 6:3, 7:6(2) Sieg aus. ÖTV-Sportdirektor Gilbert Schaller meinte nach dem Match beeindruckt: „Salzburg kann stolz sein auf einen Spieler des Formats Nico Reissigs.“ Auf Reissig wartet im Achtelfinale allerdings ein weiterer, sehr unangenehmer Gegner: Der Deutsche Peter Gojowczyk, an Nummer drei gesetzt und ein profunder Kenner der Umstände im Tenniscamp Bergheim. Im Vorjahr gelang es Gojowczyk zwei der drei Turniere für sich zu entscheiden.

Topleistungen zu Beginn
(20.1.2009)
Der Einzel-Hauptbewerb des Bergheim Classic 2009 begann mit einem Paukenschlag der besonderen Art. Der Veranstalter sah es mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Das weinende für den Verlust der Nummer eins des Turniers, das lachende Auge für einen heimischen Protagonisten, der eben den topgesetzten Kamil Capkovic (SVK) aus dem Bewerb warf. Christian Magg, Dauergast bei den Futures in Bergheim, glückte dieser Sieg, der noch dazu deutlich mit 6:2, 6:4 ausfiel. Auch sein steirischer Landsmann Patrick Schmölzer überraschte mit einer feinen Leistung und schlug den Russen Andrei Plotniy, obwohl er den Eröffnungssatz dem Russen überlassen musste. Nachdem er den Satzgleichstand erreicht hatte, ließ er Plotniy nicht gut aussehen und siegte mit 3:6, 6:4, 61. Auch der dritte Österreicher, der am ersten Turniertag in den Bewerb eingriff, Philipp Oswald setzte sich durch und erreichte das Achtelfinale. Oswald benötigte zwei Stunden und zwanzig Minuten, um den Russen Ilija Starkov mit 6:7(5), 7:6(3), 61 zu bezwingen.

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