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ATP

SALZBURG: ALEXANDER PEYA UND MARTIN SLANAR WAREN NICHT ZU SCHLAGEN

Tolle Woche für Alexander Peya (Bild): Im Einzel (Turniersieger: Conor Niland) kam er als einziger Österreicher bis ins Viertelfinale, im Doppel holte er sich gemeinsam mit Martin Slanar sogar den Titel.


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Zwei Österreicher gewinnen
(22.11.2010)
Der große Sieger der ATP Salzburg Indoors 2010 heißt Conor Niland. Der an Nummer 8 gesetzte Ire setzte sich im Endspiel des mit 42.500 Euro dotierten Challengers gegen den Polen Jerzy Janowicz mit 7:6(5), 6:7(2), 6:3 durch. Für seinen dritten Turniersieg auf Challenger-Ebene nach New Delhi 2008 und Ramat Hasharon in diesem Jahr kassierte Niland einen Siegerscheck in Höhe von 6.150 Euro. Mit den errungenen 80 ATP-Zählern wird die aktuelle Nummer 147 sein bisher bestes Ranking in der Weltrangliste (145) deutlich übertreffen. Über den Doppeltitel konnten sich die beiden Österreicher Alexander Peya und Martin Slanar freuen, die im Finale gegen das australisch-deutsche Duo Rameez Junaid und Frank Moser mit 7:6 (7/1), 6:3 die Oberhand behielten. "Wir haben heuer vier Turniere gemeinsam bestritten. Davon haben wir nach Cremona jetzt in Salzburg das zweite gewonnen. In Trnava haben wir das Endspiel nach Matchbällen für uns verloren, und einmal waren wir im Viertelfinale. Diese Bilanz kann sich sehen lassen", freute sich Slanar.

16 Asse von Ivanisevic, 9 Games von Muster

(21.11.2010)
Thomas Muster hat am Samstag das Match der Legenden gegen Goran Ivanisevic im Rahmen der ATP Salzburg Indoors mit 4:6, 5:7 verloren. Vor 3.000 Fans in der Salzburgarena spielte der Wimbledonsieger des Jahres 2001 gegen den French-Open-Champion 1995 seine altbekannten Stärken voll aus. Mit dem bärenstarken Service der "Aufschlagkanone" hatte Muster ebenso zu kämpfen wie mit den präzisen Returns des Kroaten. "Ich habe in diesem Jahr in Zürich mit 228 Stundenkilometern so schnell aufgeschlagen wie noch nie zuvor. Auch heute hat mein Service sehr gut funktioniert. Ich hatte auch das Gefühl, dass Thomas speziell zu Beginn etwas gehemmt gespielt hat", meinte Ivanisevic. Muster kassierte in beiden Sätzen ein frühes Break. Erst beim Stand von 4:5 im zweiten Durchgang durchbrach der Steirer erstmals den Aufschlag seines Gegners. In dieser Phase ließ Muster einmal mehr seinen großen Kampfgeist aufblitzen und sorgte mit zwei spektakulären Punktschlägen dafür, dass die Salzburgarena "bebte". Doch Ivanisevic schlug postwendend zurück, schaffte erneut ein Break zum 6:5 und servierte danach sicher aus. Mit dem ersten Matchball machte der 22-fache ATP-Turniersieger, der Muster nicht weniger als 16 Asse ins Feld donnerte, nach 1:16 Stunden den Sieg perfekt.

Das Finale: Janowicz - Niland
"Die Aufschlagstatistik sagt ohnehin alles. Goran hat unglaublich aufgeschlagen. Sein Service war nicht nur hart, es war auch kaum zu lesen. Wenn du gegen so einen Mann früh ins Hintertreffen gerätst, dann bist du beim eigenen Aufschlag ständig unter Druck. Er hat super gespielt und verdient gewonnen", sagte Muster, der am kommenden Montag mit einer Exhibition gegen Dominik Hrbaty in Bratislava die heurige Saison ausklingen lässt. Am 28. Dezember fliegt der frühere Weltranglisten-Erste in sein australisches Domizil in Noosa Heads, wo er seine Vorbereitung für das Jahr 2011 in Angriff nehmen wird. "Ich werde bei den Australian Open in Melbourne beim Legenden-Turnier spielen und in Australien vielleicht auch noch bei einem Challenger-Turnier antreten. So richtig los geht es dann mit Turnieren in Europa Anfang März", hat Muster sein Programm für die kommenden Monate bereits fixiert. Das Finale des mit 42.500 Euro dotierten ATP-Challengers bestreiten am Sonntag ab 15:30 Uhr der Pole Jerzy Janowicz und der Ire Conor Niland. Während der ungesetzte Janowicz den Deutschen Björn Phau mit 7:5, 6:4 besiegte, kam Niland kampflos ins Endspiel. Der Gegner des Iren, der als Nummer zwei gesetzte Slowake Karol Beck, konnte aufgrund einer Fußverletzung zum Halbfinale nicht antreten. Im Doppel-Semifinale kämpften die Österreicher Alexander Peya und Martin Slanar die deutsche Paarung Andre Begemann und Martin Emmrich mit 6:4, 3:6, 10:7 nieder. Finalgegner ist am Sonntag ab 13.30 Uhr das als Nummer zwei gesetzte Duo Rameez Junaid (AUS) und Frank Moser (GER), das bereits am Freitag Olivier Charroin (FRA) und Max Raditschnigg (AUT) mit 6:2, 7:6 (8/6) in die Schranken wies.

Peya zu müde, Phau zu stark
(20.11.2010)
Mit Alexander Peya ist am Freitagabend der letzte ÖTV-Spieler im Einzel beim Challenger-Turnier in Salzburg (42.500 Euro) ausgeschieden. Der 30-jährige Wiener musste sich im Viertelfinale dem Deutschen Björn in drei Sätzen geschlagen geben. Der Deutsche fixierte mit diesem Erfolg seinen Fixplatz im Hauptfeld der Australian Open, spielt am Samstag gegen den Polen Jerzy Janowicz um den Finaleinzug. Peya bezeichnete diese Partie als das bisher beste seiner Duelle mit Phau, bis zum 3:3 im zweiten Satz hatte er es auch gut im Griff gehabt. Doch nachdem der 30-Jährige eine Chance auf ein Break ausgelassen hatte, gab er selbst seinen Aufschlag ab und verlor in Folge Durchgang zwei. Ein schnelles Break Phaus zu Beginn des dritten Satzes brachte die Vorentscheidung, bei Peya kam mit Fortdauer des Matches auch immer mehr die Müdigkeit zum Vorschein.


Peya erneut im Viertelfinale

(19.11.2010)
Zweifache Überraschung im Achtelfinale der ATP Salzburg Indoors: 1.) Andreas Haider-Maurer ist im Achtelfinale des mit 42.500 Euro dotierten Challenger-Turniers gescheitert! Der Sensationsfinalist der BA-Trophy in der Wiener Stadthalle musste sich dem Spanier Ivan Navarro nach einer Spielzeit von 2:14 Stunden mit 7:5, 4:6, 4:6 geschlagen geben. 2.) Als einziger von sieben gestarteten Österreichern zog Alexander Peya durch ein 6:7 (3/7), 6:3, 6:4 über den Deutschen Andre Begemann in das Viertelfinale ein. Peya brachte wie schon in seinem Erstrundenmatch gegen den Vorarlberger Martin Fischer das Kunststück zustande, einen Satzrückstand noch in einen Sieg zu verwandeln. Der Weltranglisten-225. verwertete nach 2:13 Stunden seinen ersten Matchball und steht damit wie in der Vorwoche im Grödnertal in der Runde der letzten Acht. "Ich habe heuer viele enge Partien verloren, deshalb bin ich happy, dass ich hier zweimal nach einem Rückstand noch gewonnen habe. Entscheidend war heute, dass mir im zweiten Satz relativ rasch ein Break gelungen ist", freute sich der 30-Jährige, der es im Viertelfinale nun mit Björn Phau (ATP-103) zu tun bekommt. Mit dem als Nummer drei gesetzten Deutschen verbindet Peya eine langjährige Freundschaft. "Das wird sicher kein Match wie jedes andere. Wir haben drei Jahre zusammen in Deutschland trainiert und auch lange Doppel miteinander gespielt. Heuer sind wir gemeinsam in Österreich mit Gleisdorf und in Deutschland mit Mannheim Mannschaftsmeister geworden", geht Peya mit zwiespältigen Gefühlen in diese Partie. "Soweit ich mich erinnern kann, haben wir dreimal gegeneinander gespielt. Das wichtigste Match habe ich im Jahr 2004 in der letzten Qualifikationsrunde der French Open in Paris gewonnen", so Peya.

Solide gespielt, trotzdem verloren
Nach der Niederlage gegen Ivan Navarro wird es für Andreas Haider-Maurer vorerst nichts mit dem Sprung unter die Top 100 im ATP-Ranking. Dazu hätte die aktuelle Nummer 113 der Weltrangliste das Turnier in Salzburg gewinnen müssen, doch für "AHM" war bereits in Runde zwei gegen den groß aufspielenden Spanier Endstation. Während Haider-Maurer im ersten Satz noch zwei seiner drei Breakchancen nützen konnte, bot sich Österreichs Nummer zwei im weiteren Verlauf des Matches keine einzige Möglichkeit mehr, seinem grandios aufschlagenden Gegner das Service abzunehmen. Mit je einem Break in den Sätzen zwei (zum 4:3) und drei (zum 3:2) stellte der Weltranglisten-191. Navarro, der im März 2009 schon einmal auf Position 67 gestanden war, die Weichen auf Sieg. "Ich kann mir heute nicht allzu viel vorwerfen. Ich habe solide gespielt und bin mit meiner Leistung nicht unzufrieden. Er hat unglaublich serviert und auch sehr stark retourniert. Deshalb war ich bei meinen Aufschlaggames auch ständig unter Druck. Ich muss auch ganz ehrlich zugeben, dass die lange Saison schon Spuren bei mir hinterlässt. Ich bin körperlich und mental müde und überlege daher, meinen Start in der kommenden Woche beim Challenger in Helsinki abzusagen", bilanzierte Haider-Maurer.


Muster chancenlos gegen AHM

(16.11.2010)
Bei der BA-Trophy in Wien hatte sich Thomas Muster beim 2:6, 6:7 gegen Andreas Haider-Maurer acht Games geholt. Bei der Neuauflage dieses Duells am Dienstag bei den mit 42.500 Euro dotierten ATP Salzburg Indoors fiel der Erfolg des Niederösterreichers gegen seinen um 20 Jahre älteren Kontrahenten mit 6:3, 6:1 deutlicher aus. Die Gründe dafür lagen für den ehemaligen Weltranglisten-Ersten klar auf der Hand: "Es dauert zu lange, bis ich im Match drinnen bin. Wäre mir im ersten Satz das Rebreak gelungen, wäre es vielleicht etwas ausgeglichener geworden. Aber Andi hat heute besser gespielt als in Wien und die langen Ballwechsel eiskalt abgeschlossen", betonte "Spätstarter" Muster. Der in Salzburg als Nummer vier gesetzte Haider-Maurer spielte seine Servicestärke voll aus: Während der Zwettler nur eine Breakchance (bei 3:1 im ersten Satz) abwehren musste, durchbrach er seinerseits gleich viermal Musters Aufschlag. "Eine Partie gegen Tom ist immer mit Druck verbunden, deshalb war ich auch heute am Beginn etwas nervös und daher zu passiv. Nach dem ersten Satz bin ich aktiver geworden und habe das Match in die Hand genommen", war der Sensationsfinalist von Wien mit seiner Vorstellung zufrieden. Im Achtelfinale geht es am Donnerstag gegen den Spanier Ivan Navarro, der am Montag den Wiener Nikolaus Moser mit 6:4, 6:4 besiegt hat. "Ich habe heuer bei einem Challenger in Marokko klar verloren und daher noch eine Rechnung mit ihm offen", gibt sich Haider-Maurer vor dem Kräftemessen mit der aktuellen Nummer 191 der Weltrangliste kämpferisch.

Peya dreht das Match
Im zweiten rein österreichischen Aufeinandertreffen in Runde eins besiegte Alexander Peya nach kuriosem Matchverlauf den als Nummer sechs gesetzten Martin Fischer mit 0:6, 6:2, 6:3. Im ersten Satz, der ganze 18 Minuten dauerte, war Peya noch völlig von der Rolle und holte sich lediglich sechs Punkte. "Das war der schlechteste Satz, den ich jemals gespielt habe. Ich habe keinen Ball ins Feld gebracht. Hätte ich so weitergespielt, hätte ich kein Game gemacht", ging der Wiener nach dem Match mit sich selbst hart ins Gericht. Mit dem Break zum 2:1 im zweiten Satz nach einem heiß umkämpften Game wendete sich jedoch das Blatt. "Ich habe mit Fortdauer der Partie besser aufgeschlagen und konnte das Match zum Glück noch drehen", so Peya, der es am Donnerstag in der Runde der letzten 16 mit dem Deutschen Andre Begemann (ATP-263.) zu tun bekommt. Mit Philipp Oswald hat ein dritter Österreicher den Einzug ins Achtelfinale geschafft. Der Vorarlberger mit aktueller Weltranglisten-Position 344, der mittels einer Wildcard in den Hauptbewerb gekommen war, behielt gegen den italienischen Qualifikanten Riccardo Ghedin (ATP-271.) mit 3:6, 6:4, 6:4 die Oberhand. Nächster Gegner ist am Mittwoch (nicht vor 16:00 Uhr) der als Nummer zwei gesetzte Slowake Karol Beck. Ausgeschieden ist hingegen Lokalmatador Nicolas Reissig, der gegen die Nummer sieben Denis Gremelmayr (GER) zu viele Chancen ungenützt ließ und mit 6:3, 2:6, 4:6 verlor.

Am Dienstag geht's rund in rotweißrot

(15.11.2010)

Das Programm für Dienstag, 16. November 2010

13:00 Uhr: Philipp OSWALD - Riccardo Ghedin (ITA)
Ab 15:30 Uhr: Nico REISSIG - Denis GREMELMAYR (GER/7.)
Ab 18:00 Uhr: Martin FISCHER - Alexander PEYA
Ab 20:15 Uhr: Thomas MUSTER – Andreas HAIDER-MAURER

Karten gibt es ab sofort über ö-ticket und an der Tageskassa.


Training im Morgengrauen
Eine geballte österreichische „Tennis-Ladung“ gibt es am Dienstag für die Besucher der ATP Salzburg Indoors: Nicht weniger als sechs heimische Tennis-Asse kämpfen bei dem mit 42.500 Euro dotierten Challenger-Turnier um den Einzug in das Achtelfinale, wobei es gleich zu zwei brisanten rot-weiß-roten Duellen kommt. Thomas Muster brennt gegen Andreas Haider-Maurer im Match des Tages (Beginn nicht vor 20:15 Uhr) auf eine Revanche für die 2:6, 6:7-Niederlage, die ihm der Niederösterreicher vor kurzem in der ersten Runde des ATP-Turniers in der Wiener Stadthalle zugefügt hat. "Andi ist der Favorit in dieser Partie, aber jedes Match muss erst gespielt werden. Die Verhältnisse hier in Salzburg sind anders als in Wien. Der Belag ist ein wenig schneller und auch das Flugverhalten der Bälle ist aufgrund der Höhenlage anders", sagte Muster, der sich am Montag im Morgengrauen ab 7:00 Uhr bei einem 90-minütigen Training mit dem Vorarlberger Philipp Oswald auf dem Centre Court der Salzburgarena den letzten Schliff für das Kräftemessen mit Haider-Maurer geholt hatte.

Wird Weihnachten verschoben?
Danach ging es für den ehemaligen Weltranglisten-Ersten zu einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem morgigen Kontrahenten sowie mit Martin Fischer und Nico Reissig. Die Eventualität, dass er am Samstag nicht nur im Match der Legenden gegen die kroatische "Aufschlagkanone" Goran Ivanisevic, sondern möglicherweise davor auch noch im Semifinale des Challenger-Turniers im Einsatz sein könnte, zieht Muster eher nicht in Betracht. "Weihnachten ist ja auch nicht am 25. Dezember", meinte der Steirer scherzhaft. Andreas Haider-Maurer, der heute mit Position 113 die bisher beste Weltranglisten-Platzierung seiner Karriere erreicht hat, fiebert der Neuauflage des Duells mit Muster entgegen: "Der Druck in Wien war zwar größer. Das heißt aber nicht, dass es hier einfacher wird. Ein Match gegen Tom ist immer ein ganz besonderes Highlight. Ich hoffe, dass so wie in Wien auch morgen in Salzburg wieder viele Leute in die Arena kommen und eine ähnlich gute Atmosphäre wie in der Wiener Stadthalle herrscht."

Live in ORF Sport Plus
Ab 18.00 Uhr kommt es zum ersten rot-weiß-roten Schlagabtausch zwischen dem Wiener Alexander Peya und dem Vorarlberger Martin Fischer. "Wir verstehen uns sehr gut, und haben in Israel auch gemeinsam im Davis Cup für Österreich gespielt. Ein Match gegen einen guten Freund ist nie leicht", sagte Fischer, der das bisher einzige Duell gegen Peya im Vorjahr im dänischen Kolding verlor. Die Partien Peya gegen Fischer und Muster gegen Haider-Maurer werden ab 18:00 Uhr live in ORF Sport Plus übertragen. Als erster Österreicher ist am Super-Dienstag Philipp Oswald im Einsatz. Der Vorarlberger trifft nicht vor 13:00 Uhr auf einen Qualifikanten. Nicht vor 15:30 Uhr bekommt es Lokalmatador Nicolas Reissig mit dem als Nummer sieben gesetzten Deutschen Denis Gremelmayr zu tun.

Muster wieder gegen AHM

(14.11.2010)
Es ging ein lauter Aufschrei durch das ATP-Büro im ULSZ Rif, wo Samstagmittag Nico Reissig bei der Auslosung des Hauptbewerbes der mit 42.500 Euro dotierten ATP Salzburg Indoors das „Glücksengerl“ spielte. Der Lokalmatador sorgte mit seinem "Goldhändchen" dafür, dass es am Dienstagabend in der Salzburgarena zu einer Neuauflage des Duells zwischen Comeback-Star Thomas Muster und dem als Nummer vier gesetzten Andreas Haider-Maurer kommt, das vor kurzem fast 9.000 Fans in der Wiener Stadthalle von den Sitzen gerissen hatte. Mit einem Zweisatzerfolg in der Auftaktrunde legte der Niederösterreicher bei der BA-TennisTrophy den Grundstein zu einem sensationellen Höhenflug, der erst im Finale von Jürgen Melzer gestoppt wurde.

Chance auf die Top 100
"Wieder gegen Haider-Maurer? Das passt schon. Ich werde versuchen, es diesmal besser zu machen", war Musters erste Reaktion auf die Auslosung. Doch wer den Steirer kennt, der weiß, dass er auf eine Revanche brennt. Für Sonntagnachmittag ist die erste Trainingseinheit Musters am Centre Court in der Salzburgarena geplant. Haider-Maurer, für den am Freitag im Viertelfinale des Challengers in Loughborough beim Briten James Ward Endstation gewesen ist, freut sich auf das nächste Kräftemessen mit Muster: "Die vergangenen Wochen waren ziemlich intensiv. Jetzt gilt es, die Batterien wieder aufzuladen und in Salzburg wieder alles zu geben." Sollte der Zwettler den Titel holen, dann winkt ihm sogar der Vorstoß unter die Top 100 in der Weltrangliste. Der Sieger aus Muster gegen Haider-Maurer trifft im Achtelfinale auf den Gewinner der Partie zwischen dem Wiener Nikolaus Moser und dem routinierten Spanier Ivan Navarro.

Duell der Daviscupper
Muster gegen Haider-Maurer ist aber nicht das einzige rotweißrote Kräftemessen, denn mit dem als Nummer sechs gesetzten Martin Fischer und Alexander Peya prallen zwei weitere heimische Asse in der ersten Runde aufeinander. "Ich habe unser bisher einziges Match auf ATP-Ebene im Vorjahr in Kolding in zwei Sätzen verloren. Also gehe ich als Außenseiter in diese Partie", meinte Fischer mit einem Augenzwinkern. Um dann etwas ernster zu werden: "Das wird keine leichte Partie, aber ich hoffe, ich kann im Head-to-Head ausgleichen." Die beiden "ÖTV-Derbys" steigen ebenso am Dienstag wie die Begegnung von Nico Reissig, der den Weltranglisten-133. Denis Gremelmayr (GER) herausfordert. "Er ist als Nummer sieben gesetzt und war schon einmal in den Top 100. Aber ich werde alles versuchen, um dieses Match zu gewinnen", gibt sich Reissig kämpferisch.

Neuchrist scheitert kurz vor der Premiere
Mit Philipp Oswald hat ein siebenter Österreicher sein Ticket für den Hauptbewerb fix in der Tasche. Der Vorarlberger bekommt es mit einem Qualifikanten zu tun und würde im Falle eines Erfolges im Achtelfinale auf den Sieger der Partie zwischen Karol Beck (SVK/2) und Ivan Sergeyev (UKR) treffen. Bereits am Montag (12:00 Uhr) traf Maximilian Neuchrist im Qualifikationsfinale auf den an Nummer 7 gesetzten Letten Laurynas Grigelis. Der 19-jährige im Leistungszentrum Südstadt von Gilbert Schaller, Jürgen Hager und Thomas Weindorfer betreute Wiener war der einzige von acht angetretenen Österreichern, der soweit gekommen war, musste sich allerdings 2:6, 1:6 geschlagen geben. Ein Sieg gegen Grigelis hätte Neuchrists erstes Antreten in einem Challenger-Hauptbewerb bedeutet.

"Habe mir einiges vorgenommen"

(11.11.2010)
Eine geballte Ladung heimischer Asse wird am Österreicher-Tag (Dienstag, 16. November 2010) in der Salzburgarena die Bälle über das Netz „hämmern“. Da wäre zunächst Lokalmatador Nico Reissig, der mit einem guten Abschneiden bei seinem Heimturnier den Sprung unter die Top 500 in der Weltrangliste schaffen könnte. „Es wird natürlich viel von der Auslosung abhängen, aber wenn ich meine beste Leistung abrufen kann, ist einiges möglich“, ist der bis in die Haarspitzen motivierte Salzburger überzeugt. Daviscup-Held Martin Fischer wird versuchen, bei seinem letzten Turnier in dieser Saison möglichst viele Punkte zu sammeln, fallen ihm doch im November noch die Zähler des vorjährigen Finaleinzuges in Yokohama (Japan) aus der Wertung: „Deshalb hat Salzburg eine große Bedeutung für mich. Das Turnier ist sehr stark besetzt, aber ich bin gut in Form und habe mir deshalb einiges vorgenommen“, meinte der aktuelle Weltranglisten-124. aus Vorarlberg.

"Happy End einer unglaublichen Geschichte"
Mit einer großen Portion Selbstvertrauen kommt Andreas Haider-Maurer nach seinem sensationellen Vorstoß in das Endspiel des ATP-Turniers in der Wiener Stadthalle zu den Salzburger Tennis-Festspielen. Als derzeitige Nummer 116 der Weltrangliste sind die Top 100 für den Niederösterreicher in greifbare Nähe gerückt. „Es wäre das Happy End einer unglaublichen Geschichte, wenn ich in Salzburg die ersten 100 der Welt knacken könnte. Es wäre die Krönung der besten Saison meiner Karriere“, so Haider-Maurer, der sich in Salzburg auch ein Duell mit Martin Fischer um die heimische Nummer zwei hinter Jürgen Melzer liefert. Der Zwettler wird seine Erstrundenpartie am Dienstag nicht vor 18.00 Uhr bestreiten. Anschließend wird dann Thomas Muster, der Haider-Maurer in Wien in einem mitreißenden Match in zwei Sätzen unterlegen war, in das Geschehen bei den ATP Salzburg Indoors eingreifen. Die frühere Nummer eins der Weltrangliste steigert sich von Training zu Training und hat auch nichts von seinem Siegeshunger früherer Tage eingebüßt: „Ich möchte eine Runde überstehen“, hat sich Muster vorgenommen – wissend, dass dieses Vorhaben kein leichtes Unterfangen ist: „Was Leute, die hauptsächlich auf Challenger-Ebene spielen, zu leisten im Stande sind, hat man bei Haider-Maurer in Wien gesehen. Das Niveau wird auch in Salzburg sehr hoch sein“, weiß Muster. Auf welche Gegner die vier Österreicher in der ersten Runde des 42.500-Euro-Turniers treffen werden, wird man nach der am Samstag stattfindenden Auslosung wissen.

AHM
in Salzburg unter die Top 100?
(8.11.2010)
Aufschlag zum letzten großen Tennis-Highlight in dieser Saison auf österreichischem Boden: Die ATP Salzburg Indoors können am Samstag, 20. November 2010, in der Salzburgarena nicht nur mit dem Match der Legenden zwischen den Grand-Slam-Turniersiegern Thomas Muster (Paris 1995) und Goran Ivanisevic (Wimbledon 2001) aufwarten, sondern haben von 13. bis 21. November 2010 mit sechs Top 100-Spielern auch ein sensationell besetztes Challenger-Turnier zu bieten. Rot-weiß-rot hat dabei mit Andreas Haider-Maurer, dem Sensationsmann des ATP-Turniers in der Wiener Stadthalle, und Davis-Cup-Held Martin Fischer zwei ganz heiße Eisen im Feuer. Haider-Maurer möchte als aktuelle Nummer 116 der Weltrangliste in dieser Woche beim Challenger in Loughborough (GBR), wo er zum Auftakt auf einen Qualifikanten trifft, den Grundstein zum Sprung unter die Top 100 legen. „Es wäre ein Traum, wenn ich den Einzug unter die 100 besten Tennisspieler der Welt dann vor heimischem Publikum in Österreich fixieren könnte“, freut sich der Niederösterreicher schon auf die Salzburger Tennis-Festspiele. Der Vorarlberger Martin Fischer (ATP 124.), der im vergangenen September in Tel Aviv mit einem Sieg über Harel Levy den entscheidenden Punkt zum 3:2 Österreichs über Israel geholt und damit den Aufstieg des ÖTV-Teams in die Davis-Cup-Weltgruppe perfekt gemacht hat, bestreitet in Salzburg sein letztes Turnier in diesem Jahr. „Ich werde noch einmal alle Kräfte bündeln, um die Saison positiv abzuschließen“, so Fischer.

Doppelbelastung für Thomas Muster
Mit Comeback-Star Thomas Muster und Lokalmatador Nico Reissig sind zwei weitere Österreicher dank Wildcards fix im Hauptbewerb des mit 42.500 Euro dotierten Turniers mit dabei. Für Muster, der sich bei seinem Auftritt in Wien zum x-ten Mal in die Herzen der Tennisfans gespielt hat, ist Salzburg der nächste Kräftevergleich mit der teils um mehr als 20 Jahre jüngeren Konkurrenz. „Das Match gegen Andreas Haider-Maurer in Wien hat mir gezeigt, dass ich phasenweise schon wieder mithalten kann. Ich freue mich schon sehr auf den ,Tennis-Doppelpack’ in Salzburg mit Challenger und Ivanisevic-Match“, brennt der frühere Weltranglisten-Erste auf seine nächsten Einsätze. Turnierdirektor Edwin Weindorfer stehen noch zwei weitere Wildcards zur Verfügung, für die es zahlreiche Anfragen aus dem In- und Ausland gibt. Mit einer schlagkräftigen Phalanx rücken die Nachbarn aus Deutschland an. Mit Benjamin Becker, Tobias Kamke, Rainer Schüttler, Mischa Zverev, Björn Phau, Julian Reister, Denis Gremelmayr, Simon Greul und Andreas Beck schicken sich gleich neun deutsche Tennis-Asse an, in die Fußstapfen des Stuttgarters Michael Berrer zu treten, der im Vorjahr gewonnen hat. Mit Muster (1) und Schüttler (5) schlagen sogar zwei frühere Top-Ten-Spieler in Salzburg auf. Von den 22 Akteuren, die ihren Platz im Hauptfeld fix in der Tasche haben, haben es zwölf im Verlauf ihrer Karriere schon einmal unter die Top 100 im ATP-Ranking gebracht.

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