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Davis Cup

Russland, wir kommen!

Marach und Oswald fixierten in St. Pölten vorzeitig den Sieg gegen Weißrussland, Thiem und Novak stellten das 5:0 sicher. Am 6. und 7. April muss das Team auswärts antreten.

Ein Feiertag für das österreichische Tennis: Das ÖTV-Team bejubelt das 5:0 gegen Weißrussland. ©GEPA-Pictures / Walter Luger (7)

Australian-Open-Champion Oliver Marach bleibt in diesem Jahr ungeschlagen, der 37-Jährige hat seit 22 Spielen nicht verloren. Der Steirer führte den Vorarlberger Philipp Oswald in der ausverkauften VAZ-Arena in St. Pölten zum 6:3, 7:6 (5)-Sieg gegen Ilya Ivashka und Andrei Vasilevski. Das schlafertige Duo sorgte mit dem Punkt zum 3:0 dafür, dass Österreich das Duell in der 1. Runde der Europa/Afrika-Zone 1  gegen Weißrussland gewonnen hat. Die Entscheidung schon nach drei Partien herbeizuführen, hatte das ÖTV-Team zuletzt 2006 gegen Mexiko und 2007 gegen Brasilien geschafft. In Runde zwei muss das Team von Stefan Koubek am 6. und 7. April in Russland antreten. Mit diesem Thema will sich die Nationalmannschaft aber noch nicht befassen. Feiern war angesagt, auf dem Platz mit dem getreuen Fanclub. Und in der Kabine sowieso, wo auch Dankesworte fielen. Das Team hinter dem Team - Dr. Uli Lanz, Bespanner Gerald Laposa, Masseur Werner Farmer und Physio-Debütant Dominik Jessenk - hat's gefreut.

Am Freitag hatten Gerald Melzer und Dominic Thiem ihre beiden Singles für sich entscheiden und damit den Grundstein für den Aufstieg gelegt, den Marach / Oswald nun perfekt machten. „Wir haben super begonnen, ich habe kaum Fehler gemacht", sagte Marach. "Aber im Kopf war ich im zweiten Satz nicht mehr so da, daher ist es auch enger geworden.“ Oswald sah es ähnlich: „Es war teilweise schwer, die Konzentration zu halten, weil wir gespürt haben, dass wir deutlich besser sind. Aber wir haben in zwei Sätzen gewonnen, da sind wir schon zufrieden. Die Russen warten schon." Für Marach war es "phantastisch, vor den eigenen Fans zu spielen. Sie haben für super Stimmung gesorgt und uns toll unterstützt. Ich genieße das jedes Mal wieder." Und nächstes Mal? Marach und Oswald möchten in Russland mit von der Partie sein.

Stefan Koubek freute sich mit den Spielern: „Wenn die Entscheidung schon nach drei Matches gefallen ist, kann es gar nicht besser laufen. Ich kann nur stolz auf die Mannschaft sein. Sie haben nicht nur gut gearbeitet die Woche, sondern auch super gespielt. Es war alles genial. Jetzt werden wir sehen, was uns in Russland erwartet."

Am Samstag, nach dem Doppel, legte Dominic Thiem im Dead Rubber nach. "Auch wenn es um nichts mehr gegangen ist - ich wollte unbedingt noch einmal vor den Fans spielen", sagte der Weltranglisten-Sechste, nachdem er Ilya Ivashka mit 6:4, 7:6 (5) besiegt und auf 4:0 für Österreich gestellt hatte. "Es sind alle Leute geblieben und es hat einen Riesenspaß gemacht. Wie oft hat man schon ein Trainingsmatch in einer vollen Halle?"

Zum Abschluss des Abends - die Kapitäne hatten sich ausgeschnapst, einen zweiten Dead Rubber auszutragen - durfte sich auch der fünfte Mann im Kader über einen Punkt freuen: Dennis Novak, in Spiellaune, schlug Yaraslav Shyla 7:6 (1), 6:0. Eine ziemlich beeindruckende Vorstellung des Niederösterreichers. Das 5:0 war vollbracht.

Philipp Oswald und Oliver Marach freuen sich nach der Vorentscheidung.
Dominic Thiem steuerte gegen Weißrussland zwei Punkte bei.
Dennis Novak polierte seine Daviscup-Bilanz auf 2:2 auf.
Der getreue Fanclub war in St. Pölten ebenso in Hochform wie das Team.
Kapitän Stefan Koubek gratuliert seinem Aushängeschild zum Sieg.

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