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Verbands-Info

Rück- und Ausblick des Tennisverbandes

In St. Pölten zog Thomas Schweda nach einem Jahr als ÖTV-Geschäftsführer Bilanz und definierte die nächsten Ziele. Für Robert Groß war es der letzte Daviscup als ÖTV-Präsident.

Thomas Schweda und Robert Groß bei der ÖTV-PK im VAZ St. Pölten. ©GEPA-Pictures

Daviscup – Resümee und Ausblick
Erstmals wurde der Daviscup in unserer Zone im neuen Modus an nur zwei Tagen ausgetragen. Das bringt einerseits Vorteile für die Spieler, weil die Matches weniger intensiv sind und sie am Samstag schon zu den nächsten Turnieren reisen können. Andererseits entgehen dem Veranstalter die Einnahmen aus dem Ticketverkauf für den dritten Spieltag. Dennoch können wir positiv bilanzieren. Am Freitag war die Halle im VAZ (2643 Plätze) mit 2500 Zuschauern sehr gut besucht, am Samstag war sie ausverkauft. In dieser Hinsicht positiv ausgewirkt hat sich das Antreten von Dominic Thiem, der das österreichische Daviscup-Team mit Gerald Melzer, Philipp Oswald, Oliver Marach (Melbourne-Sieger 2018) und Dennis Novak verstärkt hat. Nach seiner späten Zusage am Dienstag Abend hat der Vorverkauf einen ordentlichen Schub erhalten.

ÖTV-Präsident Robert Groß hat sich nach drei intensiven und sehr erfolgreichen Jahren der Restrukturierung des Österreichischen Tennisverbandes entschlossen, nicht mehr für eine weitere Periode zur Verfügung zu stehen.

Laut Groß ist es jetzt der richtige Zeitpunkt,  die Agenden an einen neuen Präsidenten zu übergeben, da viele Projekte erfolgreich abgeschlossen sind. Die ÖTV-Generalversammlung, bei der der Nachfolger gewählt wird, findet am 18. März in Windischgarsten statt. Bis Ende Februar müssen beim Wahlkomitee Vorschläge eingebracht werden. Bis dato ist noch kein Kandidat genannt.

In die Periode des scheidenden ÖTV-Präsidenten fallen richtungsweisende Modernisierungen im Österreichischen Tennis. Als Beispiele können hier genannt werden:

-) Modernisierung der Tennisrangliste und der Website
-) Individualförderung im Spitzensportbereich
-) Neustrukturierung der Südstadt und enge Kooperation mit der Tennisakademie
   Bresnik
-) Neuinstallierung des Damenleistungszentrums in Linz
-) Wiedereinführung von Jahrgangscoaches von U10 bis U14
-) Entwicklung eines einheitlichen ÖTV-Ausbildungsleitfadens
-) Restrukturierung der Trainerlizenzierungen
-) Reorganisation des ÖTV-Büros
-) Modernisierung der Öffentlichkeitsarbeit und der Kommunikation allgemein

 Präsident Groß hat dem österreichischen Tennissport entscheidende und zukunftsorientierte Impulse gegeben. Er wird dem neuen Führungsteam auch weiterhin mit seiner langjährigen Erfahrung als ehrenamtlicher Spitzenfunktionär mit Rat zur Seite stehen.

Thomas Schweda übernahm mit 1. Jänner 2017 die Geschäftsführung des ÖTV. Mit Ende 2016  hat ein langjähriger Partner und Hauptsponsor des ÖTV seine Unterstützung beendet. Durch diesen Umstand  unterwarf sich der Verband 2017 einem radikalen Sparprogramm und hat alle seine Kosten im sportlichen und organisatorischen Bereich erheblich gesenkt.

Durch die Erfolge der Top-Spieler wurden  die staatlichen Förderungen von BSSF  und Team Rot-Weiß-Rot für das Jahr 2018 um rund 100.000 Euro erhöht. Zusätzlich konnten alle bestehenden Sponsoring-Verträge verlängert und teilweise ausgebaut werden. In der Zukunft sollen zusätzliche Gelder durch das neue Crowd-Funding-Programm „Next Generation“ lukriert werden.

Neue Wege im Wirtschaftlichen Bereich
Mit 170.000 Mitgliedern ist der ÖTV der zweitgrößte Sportfachverband in Österreich. Ab dem Jahr 2018 gibt es eine gemeinsame Datenerfassung aller Tennisspieler der Landesverbände und des ÖTV - mit dem Ziel, alle Tennisspieler des ÖTV professionell und schnell über alle Aktivitäten im sportlichen und wirtschaftlichen Bereich zu informieren.

Langfristiges Ziel ist es, nicht nur die Lizenzkartenspieler (70.000), sondern alle Mitglieder der ÖTV-Tennisvereine zu erfassen.

Ebenso setzt man auf eine gemeinsame Vorgansweise in den Bereichen Marketing und Online. Der ÖTV hat somit alle Voraussetzungen, die Mitglieder zu kontaktieren, Newsletter zu versenden und Werbefenster auf den Homepages von ÖTV und den Landesverbänden zu platzieren.

Dadurch kommen wir auf 800.000 Unique User, die in Spitzenzeiten 13 Millionen Mal pro Monat die ÖTV-Webseiten aufrufen.

Im Social-Media-Bereich wuchs die Fan-Gemeinde des ÖTV auf Facebook dank einer redaktionellen Offensive binnen eines Jahres von 2000 auf 8500 Likes an (siehe Anhang).

Ziel ist es, größere Sponsoren-Erträge in der Zukunft durch mehrere kleinere Partner im Event-, Medien- und Onlinebereich zu ersetzen.

Zusätzlich hofft der ÖTV auf eine Vielzahl an privaten Personen und kleineren Unternehmen, die das neue Förderprogramm “Next Generation“  abschließen.

ÖTV Förder-Projekt: „Next Generation“
Unter dem Motto „Kinder zum Tennissport“ des Projekts „Next Generation“ begeistert der ÖTV eine Vielzahl an Kindern und Jugendlichen für den Tennissport. Um dies zu bewirken, werden zahlreiche Kinder- und Jugendprojekte angeboten, die dem Nachwuchs die Freude am Tennis näherbringen soll.

Aus der Breite an SpielerInnen werden in weiterer Folge die Top-Asse gescoutet und auf ihrem Weg zum Tennisprofi intensiv betreut. In den Leistungszentren in der Südstadt und in Linz bietet der ÖTV unter Leitung der Top-Trainer Günter Bresnik, Wolfgang Thiem  und Jürgen Waber jungen Talenten optimale Bedingungen für ihre sportliche und persönliche Weiterentwicklung.

Die zukünftigen Partner des Projektes unterstützen den ÖTV Tennis-Nachwuchs und suchen somit die  „Next Generation“ nach Babsi Haas, den Melzer-Brüdern, Dominic Thiem, Sebastian Ofner, Dennis Novak, Andreas Haider-Maurer & Co.

· Gold Förderung: EUR 1.000,-
o    virtueller Ball mit Firmenlogo auf der ÖTV Homepage inkl. Verlinkung
o    Jumbo-Ball mit Unterschiften der Davis Cup- und Fed Cup Spielerinnen und Spieler
o    2 Davis Cup Tickets bei einem Heimevent
· Silber Förderung: EUR 500,-
o    virtueller Ball mit Firmenlogo auf der ÖTV Homepage inkl. Verlinkung
o    2 Davis Cup Tickets bei einem Heimevent

Daviscup-Kapitän Stefan Koubek ist offizieller Schirmherr des „Next Generation“ Projekts: „Meiner Ansicht nach ist das Projekt `Next Generation´ die beste Idee, die ins Leben gerufen worden ist, um mehr Kinder zum Tennissport zu bringen. Jedes Kind, das Spaß am Tennis findet, ist ein Erfolg für uns. Ich bedanke mich beim ÖTV und bei allen Förderern dieses Projektes.“

 Weitere Ziele für 2018
-) Bundesliga:
geringere Anzahl  der Ausländer; ein verpflichtender Jugendlicher in der Allgemeinen Klasse pro Team ist angedacht. Auch, um das Final-Four-Format zu überarbeiten.

 -) Senioren: 41.000 ÖTV Mitglieder sind älter als 35 Jahre! Diese Zielgruppe muss intensiv vom ÖTV betreut werden.

 -) Referate: Alle Referate sollen besser vermarktet und weiterentwickelt werden, etwa das  Tennislehrerformat. Es gibt 500 zertifizierte Tennislehrer im Land (Berufsschutz/BSO).

 -) Sport: Intensivere  Zusammenarbeit der Leistungszentren Südstadt/Herren und  LZ Linz/Damen  mit den Landesverbänden

 -) Infrastrukturprojekt: Langfristiges Ziel muss es sein, dass es ein kleines Tennisstadion für diverse Events (Fed Cup, Daviscup) in der Nähe von Wien/Niederösterreich gibt.

 -) Breitensport + Einsteiger: Günstigere Einstiegs- und Trainingsmöglichkeiten für Kinder schaffen, um viele Kids langfristig an den Tennissport zu binden.

 -) Zusammenarbeit mit der BSG und den Fördergebern verstärken.

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