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ATP

ROM: DANIEL KÖLLERER GEWINNT FÜR DIE VERSTORBENE MUTTER

Beim 30.000-Euro-Challenger in Rom war Daniel Köllerer (Bild) auch im Finale das Maß aller Dinge: Der ungesetzte Schwede Andreas Vinciguerra hatte beim 6:3, 6:3 keine Chance. Der Lohn für Köllerers ersten Turniersieg 2009: der Einzug unter die Top 90 der Welt.

"Stolz auf diese Leistung"
(25.2.2009)
Manfred Narejka ist als Manager von Daniel Köllerer abgehärtet. Vielzu oft schon musste er die Wogen glätten, wenn Daniel seinem Spitznamen "Crazy" wieder einmal alle "Ehre" gemacht hat. Nach Köllerers erstem Turniersieg 2009 - er besiegte Andreas Vinciguerra im Finale von Rom mit 6:3, 6:3 - fiel es aber sogar dem Manager lange Zeit schwer, die richtigen Worte zu finden. Der Grund: "Freud und Leid liegen eng beeinander" (Narejka). Am Donnerstag war Köllerers Mutter Renate einem Krebsleiden erlegen, trotzdem "spielte Dani eine sensationelle Woche und verliert im gesamten Turnierverlauf keinen einzigen Satz." Der Lohn für diese Gratwanderung zwischen sportlichem Ehrgeiz und menschlicher Tragödie: "Dank der erspielten 75 Punkte werden wir Daniel am Montag im ATP-Ranking unter den Top 90 finden. Ich als sein Manager bin stolz auf seine Leistung. Die sehr gute Arbeit im Team mit Trainer Hannes Pühringer und Mentalcoach Axel Mitterer zeigt Früchte."

Im Finale Favorit
(25.2.2009)
Eine Woche vor dem Roma Open Challenger 2009 war dieses 30.000-Euro-Event für Daniel Köllerer bloß "ein kleines Challenger-Turnier" (Köllerer), bei dem er im Vorjahr das Halbfinale erreicht hatte. Eine Woche später könnte der Italien-Tripp für den 25-jährigen Oberösterreicher zum größten Erfolg in dieser Saison werden. Ohne Satzverlust raste Köllerer, an Nummer 3 gesetzt, in sein erstes Finale in diesem Jahr. Im Semifinale besiegte Köllerer den ungesetzten Italiener Paolo Lorenzi 6:2, 7:6(7) und wird im Finale auf den Schweden Andreas Vinciguerra treffen, der in der unteren Rasterhälfte wesentlich mehr zu kämpfen hatte: Sein Halbfinalduell mit Filippo Volandri (ITA) war erst nach drei Sätzen (6:2, 3:6, 6:1) beendet.

Premiere in Paris
Für Daniel Köllerer scheint in den letzten Tagen die Sonne besonders intensiv zu strahlen: Wenige Tage vor seinem Rom-Antreten bekam er die Bestätigung, dass "ich zum ersten Mal bei den French Open in Paris im Hauptbeist einfach nur geil, mein ersteswerb servieren werde, auch wenn ich jetzt noch auf der Warteliste stehe. Das großes Saisonziel scheint erreicht." Ein kleiner Haken könnte Köllerers French Open-Premiere allerdings noch verhindern. "Ich muss hoffen, dass ein Spieler noch absagt, dann rutsche ich als Erster in den Hauptbewerb hinein. Und das wird mit Sicherheit passieren.

wowo

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