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REGGIO EMILIA / GAUSDAL / ROTTERDAM / BELGRAD: NICO REISSIG UND JOHANNES AGER PACKTEN ERST NACH DEM FINALE IHRE TENNISTASCHEN

Die Bilanz der Vorwoche: Daniel Köllerer verpasst das Semifinale von Reggio Emilia (Challenger) nur knapp, Nico Reissig (Bild) gelang hingegen der Einzug unter die besten zwei in Belgrad (Future) dafür umso deutlicher. Ebenfalls im Endspiel: Johannes Ager in Rotterdam.

Heute Italien, morgen Oberpullendorf
(26.6.2010)
In der letzten Turnierwoche waren an den unterschiedlichsten Turnierorten fünf Österreicher bis zum Viertelfinale im Bewerb, zwei - Johannes Ager und Nico Reissig - mussten erst nach dem Finale ihre Tennistasche packen.

* In Rotterdam (15.000 Dollar) zog Johannes Ager in sein bereits drittes Future-Finale in dieser Saison ein, musste sich dort allerdings der Nummer 4 des Turniers, dem Niederländer Thomas Schoorel, mit 3:6, 6:4, 4:6 geschlagen geben. Dennoch kann Ager mit dieser Turnierwoche zufrieden sein: In Runde eins hatte der an Nummer 5 gesetzte Tiroler den holländischen Qualifikanten Alban Meuffels mit 6:3, 6:1 eliminiert, im Achtelfinale überwog die Routine des 26-Jährigen und er besiegte den um sechs Jahre jüngeren Niederländer Bart Brons mit 7:5, 6:1. In der Runde der letzten acht wartete mit dem topgesetzten Dänen Frederik Nielsen zwar eine hohe Hürde, die für Ager aber nicht hoch genug war und er mit 6:0, 6:2 locker gewann. Ein ähnliches Bild zeigte sich auch im Semifinale: 6:2, 6:4 gegen den ungesetzten Franzosen Thomas Cazes-Carrere.

* Vier Viertelfinale (Marburg, Adana, Antalya, Wetzikon) und ein Semifinale (Wetzikon) in dieser Saison war für Nico Reissig bisher das höchste der Gefühle gewesen. In Belgrad (10.000 Dollar) stieg der 21-jährige Oberndorfer auf seiner aktuellen Erfolgsleiter eine weitere Stufe hinauf: Erst im Finale konnte er von Nikola Ciric (SRB/4.), der sich mit seinem Turniersieg in der Vorwoche in Padova für Belgrad "warm" gespielt hatte, gestoppt werden - 6:7(4), 6:4, 4:6. Damit verpasste Reissig seinen zweiten Future-Titel (Begheim im Jänner) nur knapp. Reissigs Wochenbilanz: Nachdem er zum Auftakt mit dem Serben Sasa Stojisavlevic hart zu kämpfen hatte und ihn mit 7:5, 7:6(3) besiegte, hatte er im Achtelfinale mit Michal Pazicky (SVK) weniger Probleme und gewann mit 6:2, 7:5. Im Viertelfinale traf Reissig auf den an Nummer 6 gesetzten kleinen Djokovic-Bruder Marko und setzte sich deutlich mit 6:2, 6:3 durch. In seinem zweiten Semifinale (nach Wetzikon) in dieser Saison traf Reissig auf die Nummer 2 des Turniers, Aldin Setkic (BIH), der Philip Lang mit 6:3, 6:3 aus dem Bewerb warf. Im bisher einzigen Duell der beiden hatte sich Rola 2008 in der Qualifikation von Marburg in zwei Sätzen über Reissig hinweggesetzt. In Belgrad gelang Reissig der "Ausgleich": Österreichs Nummer 13 in der Weltrangliste (ATP 631) spazierte mit 6:2, 6:1 locker in sein erstes Finale seit Wels im September 2009.

* Bei dem mit 42.500 Euro dotierten Challenger-Turnier in Reggio Emilia kommt Österreichs Nummer 2 Daniel Köllerer immer besser in Form: Nach einem glatten 6:2, 6:2 zum Auftakt gegen den
Brasilianer Julio Silva kämpfte er im Achtelfinale den Wildcard-Italiener Flavio Cipolla nach 2:50 Stunden mit 4:6, 6:4, 6:4 nieder und traf in seinem zweiten Viertelfinale in dieser Saison (Rom) auf Frederico del Bonis. Nach 3:35 Stunden, zwei vergebenenen Matchbällen und im dritten Satz von Krämpfen geplagt unterlag er dem 19-jährigen Argentinier allerdings mit 7:6(1), 2:6, 6:7(3). In der kommenden Woche stehen für Köllerer die Österreichischen Staatsmeisterschaften (27.6.-3.7.) in Oberpullendorf am Programm.

* Bei dem mit 15.000 Dollar dotierten Future-Turnier im norwegischen Gausdal hatte Niki Moser gleich zu Beginn für eine Überraschung gesorgt, indem der 20-jährige Wiener den an Nummer 5 gesetzten Harri Helliovaara (SWE) mit 6:4, 6:2 aus dem Raster "entfernte". Auch im Achtelfinale zeigte Moser keine Schwächen und besiegte Fredrik Ask (NOR) mit 7:6(6), 6:2. In seinem bereits dritten Viertelfinale in dieser Saison (Durban, Chongqing, Santo Domingo) traf Moser (ATP 452) auf die Nummer 4 des Turniers, den Schweizer Alexander Sadecky (ATP 369), der in der Weltrangliste knapp hundert Plätze vor dem Österreicher rangiert. Sadecky, der in seiner ATP-Biographie "Schlafen" als eines seiner Hobbies angibt, war gegen Moser alles andere als müde und verhinderte mit seinem 6:2, 6:2-Sieg den zweiten Semifinal-Einzug des Wieners seit Durban im Mai 2010.

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