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ATP

PÖRTSCHACH: PHILIPP OSWALD KAM BIS INS SEMIFINALE

Mit seinem Partner Jean-Claude Scherrer erkämpfte sich Philipp Oswald (Bild) ein weiteres Karrierehighlight: Das Out kam erst nach einem Marathonmatch gegen die Nummer 1 des Turniers.

Ausgeschieden nach einem Marathon
Knapp vorbei! Über drei Sätze lang stemmten sich Philipp Oswald und Jean-Claude Scherrer auf Court 2 im Halbfinale der topgesetzten Paarung Marcelo Melo/Andre Sa entgegen, um dann letztendlich doch als unglückliche Verlierer vom Platz zu gehen - 6/3, 6/7, 10/3. Als eines seiner Ziele für diese Saison hatte sich Oswald vorgenommen, "mental stärker zu werden." Beim Tiebreak im zweiten Satz war bereits ein deutlicher Sprung nach vorne zu bemerken: Die Entscheidung ging knapp mit 20:18 an Oswald/Scherrer. Trotz der Niederlage ist ÖTV-Sportdirektor Gilbert Schaller mit der Entwicklung seines Schützlings zufrieden, sieht allerdings noch Verbesserungsmöglichkeiten: "Wenn der Kopf mitspielt und er enge Situationen noch besser meistert, dann gewinnt er 60, 70 Prozent mehr Matches als bisher." Jürgen Melzer/Julian Knowle haben sich diese Art von Routine längst angeeignet: Nach einem 6/4, 1/6, 10/1 über Haase/Wassen stehen die beiden im Pörtschach-Finale.

Philipp Oswald überrascht in Pörtschach

"Er ist zwar kein typischer Doppelspezialist", sagte ÖTV-Sportdirektor Gilbert Schaller noch vor kurzem über Philipp Oswald, "aber einer, der im Doppel in die Fußstapfen unserer etablierten Spieler treten kann." Beim Hypo Group Tennis International in Pörtschach dürfte dem 22-jährigen Vorarlberger der nächste Schritt in die richtige Richtung gelingen: Im Viertelfinale schaltete er mit seinem Partner Jean-Claude Scherrer die an Nummer 3 gesetzte US-Paarung Scott Lipsky/David Martin 7/6, 6/3 aus und trifft nun im Halbfinale auf Marcelo Melo/Andre Sa. Dass der Zwei-Meter-Mann gut in Form ist, hatte er zuletzt beim 50000-Dollar-Turnier in Baton Rouge bewiesen: Gemeinsam mit Martin Fischer war er dort ebenfalls bis in die Vorschlußrunde vorgestoßen. "Er hat die Waffen, um sich international weit nach vorne zu spielen", analysiert Schaller. "Bei ihm ist es nur eine Frage der Zeit."

WoWo

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