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PÖRTSCHACH: JÜRGEN MELZER MIT SCHWARZEM TAG

Im Hauptbwerb des Hypo Group International 07, presented by bet-at-home.com sind nach dem zweiten Hauptbewerbstag keine ÖTV-Profis mehr vertreten. Österreichs Nummer 1 Jürgen Melzer scheitert am Argentinier Monaco.

Rabenschwarzer Tag für Jürgen Melzer
Im ersten Match um 13.00 Uhr auf dem Centre Court des Hypo Group Tennis International, presented by bet-at-home.com, stand der letzte Österreicher im Hauptbewerb, Österreichs Nr. 1, Jürgen Melzer, auf dem Platz. Der Deutsch-Wagramer, seit Montag wieder unter den Top 30 im Ranking zu finden, traf auf den Argentinier Juan Monaco (Nr. 47). Und die Nr. 47 hatte gleich im ersten Aufschlagspiel zu kämpfen – bei 30:40 fand Melzer gleich seinen ersten Breakball vor und verwandelte diesen auch zum 1:0. Doch bei 1:2 aus der Sicht von Monaco gelang dem Sandplatzspezialisten bereits das Rebreak. In den folgenden Games fand der Österreicher zwar weitere Breakchancen vor – insgesamt hatte er sechs im ersten Satz – konnte jedoch keine einzige nützen. Bei 4:3 für Monaco reklamiert dieser einen zweiten Aufschlag Melzers und Umpire Steve Ullrich (USA) gibt diesen out: Doppelfehler. Der Frust des Österreichers zeigt sich in Schlagfehlern, die zum Break zu 3:5 aus seiner Sicht führen. Im nächsten Service-Game von Monaco findet Melzer zwei Breakpunkte vor, kann sie nicht nützen und Monaco serviert zum 6:4 aus. Der zweite Satz wurde dann zur einseitigen Angelegenheit für den Argentinier. Das erste Break gelang ihm bereits zum 2:1. Melzer riskierte in der Folge viel und beging zahlreiche Schlagfehler. Nach zwei weiteren Breaks ging Monaco schließlich als klarer 6:3,6:1-Sieger vom Platz und der letzte Österreicher im Hauptbewerb auf der Werzer Arena war ausgeschieden. Ein frustrierter Jürgen Melzer sagte nach der Niederlage: „Mein Gegner hat sehr gut gespielt. Er hat keine Fehler gemacht und hat mir sein Spiel aufgezwungen. Meine Taktik vor dem Spiel konnte ich nicht umsetzen. Ich habe im zweiten Satz sehr viel Risiko genommen, das ist leider nicht aufgegangen, aber auch wenn ich sicherer hinten gespielt hätte, wäre mein Spiel nicht besser geworden. Juan war heute eine Klasse besser als ich. Es war leider ein Einbahnstraßentennis. Ich werde jetzt nach Paris fliegen und mich bestmöglich auf die French Open vorbereiten. Probleme mit dem Handgelenk und der Schulter habe ich keine gehabt.“

Peya scheitert knapp an Roddick, Koubek unterliegt Starace
Die erste Partie am Montag um 13.00 auf dem Centre Court des Hypo Group Tennis International, presented by bet-at-home.com wartete gleich mit dem Superstar des Turniers, Andy Roddick, auf. Der Amerikaner, in Pörtschach auf Nr. 2 gesetzt traf auf den österreichischen Wild Card Besitzer Alexander Peya. Die Weltranglistenposition des 26-jährigen Wieners, Nr. 92, ließ eine einseitige Partie erwarten, doch Peya versuchte aggresiv zu spielen, um dem Druck des Kanonenaufschlägers Roddick nicht zu erliegen. Der Nummer drei der Welt gelang tatsächlich erst im zehnten Spiel das entscheidende Break zum 6:4. Der zweite Satz war ein Spiegelbild des ersten Durchgangs: Roddick souverän beim Aufschlag, doch Peya hält mit. Beim Stand von 6:5 für Roddick unterläuft Peya ein Doppelfehler, der Roddick drei Matchbälle bringt. Der Amerikaner verwandelt den zweiten zum 6:4,7:5 Endstand.

Andy Roddick war mit seinem ersten Single-Auftritt auf der Werzer Tennisanlage äußerst zufrieden: „Ich habe in den letzten sechs Wochen nicht viel gespielt, da ich leicht verletzt war. Nach Pörtschach bin ich gekommen um Selbstvertrauen für Paris zu tanken und das gelang in diesem tollen Ambiente. Ich bin vor allem mit meiner Forehand zufrieden und habe gut aufgeschlagen.“ Ähnlich sah das auch Alexander Peya: „Das Spiel hatte zwei Aspekte: meinen Aufschlag und seinen Aufschlag. Ich fühlte mich an sich gut bei meinem Service und war auch erfolgreich. Aber bei Roddick ist der zweite Aufschlag so wie bei einem anderen Spieler das zweite Service. Darum hat er gewonnen.“

Im zweiten Spiel auf dem Centre Court war erneut ein Österreicher im Einsatz, nämlich Lokalmatador Stefan Koubek. Er traf auf den italienischen Qualifikanten Potito Starace, der den besseren Start in das Match hatte und Koubek sofort das Service abnahm. Koubek kam im weiteren Verlauf durchaus zu Chancen, doch Starace behielt die Nerven und spielte den Satz mit 6:4 nach Hause. Der zweite Satz stellte sich dann als Spiegelbild des ersten Durchgangs heraus: erneut durchbrach der Italiener das erste Aufschlagspiel des Kärnters. Und trotz sechs Breakchancen gelang es Stefan Koubek nicht, seinem Gegner den Aufschlag abzunehmen. Ergebnis der verlorenen Liebesmüh’: 6:4, 6:4 für Potito Starace, der nun unter Umständen auf Lleyton Hewitt trifft. Stefan Koubek meinte nach dem Match: „Ich bin in jedem Satz gleich einem Break nachgelaufen und dann wird es schwierig. Außerdem war ich von Starace’s guter Backhand überrascht, da dies normalerweise seine Schwäche ist. Aber das ist eben der Unterschied: wenn man Selbstvertrauen hat, läuft es von alleine.“

Davydenko wird Österreicher?
Die Nr. 1 von Pörtschach, Nikolay Davydenko, wartete bei einer Pressekonferenz im Media Centre am Wörthersee mit einer Überraschung auf. Der Russe möchte Österreicher werden und hat die Staatsbürgerschaft beantragt. Er möchte sich in jedem Fall in Kärnten am Wörthersee ansiedeln und hat sich auch bereits nach geeigneten Objekten erkundigt. Davydenko: „Schon letztes Jahr gefiel es mir sehr gut in Pörtschach. Und es ist viel gemütlicher und ruhiger als Monte Carlo. Außerdem habe ich in den letzten Jahren immer mehr in Europa gespielt, als in Russland.“

Ivan Ljubicic und Gael Monfils mit Problemen aber siegreich
Die neue Nr. 7 im Ranking, der Kroate Ivan Ljubicic hatte im dritten Spiel auf dem Centre Court in Pörtschach den Amerikaner Amer Delic zum Gegner. Der erste Satz entwickelte sich zu einem Aufschlagduell. Beide Spieler brachten ihre Aufschläge bis zum 6.6 durch. ImTiebreak ging Ljubicic durch zwei Minibreaks mit 4:1 in Führung, dann konterte der Amerikaner bis zum 6:6. Delic ging sogar mit 7:6 in Führung, konnte jedoch den Satzball durch einen Doppelfehler nicht verwerten. Ljubicic ging schlussendlich mit 8:7 in Führung und verwertete bei eigenem Aufschlag seinen Satzball zum Gewinn des ersten Satzes mit 7:6 (7).

Im Gegensatz zum ersten Satz gab es in Satz 2 zwei Breaks. Delic ging mit 4:2 in Führung, beim Stand von 5:3 gelang dem Kroaten das Rebreak. Mit Aufschlaggewinn ging es wieder ins Tiebreak, das schlussendlich Ljubicic knapp mit 10:8 für sich entscheiden konnte.

Das Spiel des Franzosen Gael Monfils gegen den Amerikaner Sam Querrey wurde aus Zeitgründen vom Centre Court auf Platz 2 verlegt. Obwohl Querrey (66) im Ranking vor Monfils (75) liegt, galt der junge Franzose als leichter Favorit. Anfangs des ersten Satzes konnte der Amerikaner die Partie auch ausgeglichen gestalten, doch schließlich gelang Monfils doch das entscheidende Break und er gewann den Durchgang mit 6:4. Der zweite Satz verlief spannender, denn Montfils hatte einige Breakchancen, die Querrey jedoch abwehrte. Erst kurz vor dem möglichen Tiebreak gelang es dem Jungstar aus Frankreich, seinem Gegner den Aufschlag abzunehmen und mit 6:4,7:5 den Court 2 von Pörtschach als Sieger zu verlassen.

Erster Hauptbewerbstag mit Superstar Andy Roddick im Doppel

Bei herrlichem Sommerwetter wurde heute um 13:00 Uhr das Hypo Group Tennis International, presented by bet-at-home.com mit dem Hauptbewerb gestartet. Im ersten Spiel standen sich Vincent Spadea und der Slowake Dominik Hrbaty gegenüber. Der Amerikaner gewann gegen die Nr. 5 des Turniers überraschend mit 6:1 und 7:5. Im ersten Satz hatte Hrbaty nicht die geringste Chance, kassierte zwei Breaks und verlor mit 1:6. Im zweiten Satz erzeugte der Slowake mehr Gegenwehr, trotzdem musste er ein Break zum 1:2 hinnehmen. Danach gelang ihm das Reabreak zum 3:3. Danach brachten beide Spieler ihre Aufschläge durch, bis Spadea das vorentscheidende Break zum 6:5 gelang. Danach verwertete der Amerikaner den ersten Matchball zum 7:5.

Gespannt war man auf den ersten Auftritt von Superstar Andy Roddick. Er spielte mit seinem amerikanischen Landsmann in der 1. Runde gegen das Duo Chris Haggard (RSA)/ Hyung Taik Lee. Die beiden Amerikaner gewannen nach hartem Kampf in drei Sätzen mit 6:7,7:5, 10:4. Roddick meinte nach dem Spiel: „Es war nicht leicht, im Doppel kann man nie wissen, wir sind noch nicht so eingespielt, aber in der zweiten Hälfte des Matches haben wir gutes Tennis gespielt. Ich spiele das Doppel vor allem um die Verhältnisse kennen zu lernen, das ist wichtig für das Einzel. Die Anlage ist sehr schön hier.“


bh

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