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PÖRTSCHACH: JANINA TOLJAN UND MARLENA METZINGER SCHEIDEN IM VIERTELFINALE AUS

Als einzige Österreicherinnen waren Janina Toljan und Marlena Metzinger (Bild) beim "Kelag Ladies Open" in der Runde der letzten acht vertreten. Die beiden wären bei einem Viertelfinal-Erfolg im Halbfinale aufeinander getroffen - Toljan unterlag allerdings der Nummer 2 des Turniers, Metzinger musste sich der Nummer 7 geschlagen geben.


DEN EINZEL-RASTER DES "KELAG POWER FUTURE"-TURNIERS FINDEN SIEHIER


DEN EINZEL-RASTER DES "KELAG LADIES OPEN"-TURNIERS FINDEN SIE HIER



Geglücktes Comeback
(26.8.2010)
Lange Zeit war Marlena Metzinger nicht gerade von Glück verfolgt: Zuerst musste sie im März 2008 sieben Wochen aufgrund einer Schulterverletzung pausieren, im Juli 2008 lag sie erneut auf dem OP-Tisch und konnte erst im August 2009 wieder ins internationale Turniergeschehen eingreifen. Seither hat die 23-jährige Scheibbserin neben dem Viertelfinale beim 10.000-Dollar-Turnier in Wien 2009 in erster Linie nationale Ergebnisse auf ihrem Konto, darunter u. a. das Viertelfinale bei den Österreichischen Meisterschaften 2010 in Oberpullendorf, das Viertelfinale bei den Österreichischen Meisterschaften 2009 ebenfalls in Oberpullendorf, das Finale bei der "Goldenen Rose von Tulln" 2009 etc. Ihr Vorstoß ins Viertelfinale des mit 10.000 Dollar dotieren Future-Turniers in Pörtschach kann daher trotz ihrer 3:6, 6:4, 3:6-Niederlage gegen die an Nummer 7 gesetzte Italienierin Vivienne Vierin als geglücktes Comeback gewertet werden. Allzu lange ausrasten wird sich die für den WTV spielende Niederösterreicherin allerdings nicht können: Ab dem 10. September kämpft die Altmannsdorfer TC-Spielerin gemeinsam mit Katharina Weinwurm, Bianca Ambros & Co um "die Quadratur des Kreises", so ATC-Mannschaftsführer Josef Berger. "Wir werden das Unmögliche versuchen, nämlich oben zu bleiben."

Toljan und Metzinger im Viertelfinale, Gibril Diarra als Turniersieger
(26.8.2010)
Ebenso kurz und bündig wie das Resultat (0:6, 0:6 gegen die topgesetzte Julia Mayr/ITA) fällt nach der Achtelfinal-Niederlage ihres Schützlings Pia König auch die Bilanz von Barbara Schwartz aus: "Das ist eine Erfahrung, die sie machen muss, um weiterzukommen." Mit der Qualifikantin Marlena Metzinger (6:0, 1:6, 6:2 gegen Stefania Fadabini/ITA) und der an Nummer 6 gesetzten Janina Toljan (6:3, 6:1 gegen Alexia Virgili/ITA) ist aber dennoch zwei Österreicherinnen der Einzug unter die letzten acht gelungen - für Metzinger das erste Viertelfinale seit Wien 2009, für Toljan das bereits zweite Viertelfinale in dieser Saison. In Kharkiv war die 20-jährige Linzerin beim 25.000-Dollar-Turnier bis ins Semifinale vorgedrungen, das Turnier im israelischen Eilat hatte sie im Februar sogar gewonnen. Im Pörtschacher Semifinale wäre es bei einem Viertelfinal-Erfolg von Toljan (gegen Evelyn Mayr/ITA) sowie von Metzinger (gegen Vivienne Vierin/FRA) zu einem rein österreichischen Kampf ums Finale gekommen. Toljan musste sich allerdings der an Nummer 2 gesetzten Italienierin mit 4:6, 3:6 geschlagen geben. Mit einem Erfolgserlebnis kann dafür Gibril Diarra Kärnten verlassen: Der für die Tenniswerkstatt Rainov spielende Österreicher besiegte im Doppelfinale mit seinem Partner Jan Blecha (CZA) Björn Propst/Bastian Trinker mit 7:3(3), 6:3.

"Zu viele leichte Fehler"
(26.8.2010)
Im Duell mit ihrer ersten Gegnerin ging die Taktik noch auf: "Ich hatte mir vorgenommen, für anderthalb Stunden zu vergessen, dass meine Schwester da drüben steht, wollte mich nur auf mich konzentrieren." Österreichs größtes Nachwuchstalent Barbara Haas hatte in Runde 1 des Kelag Ladies Open in Pörtschach ihre um drei Jahre ältere Schwester Patricia glatt mit 6:3, 6:1 besiegt. Im Achtelfinale kam für die 14-jährige Niederösterreicherin allerdings das Aus: Gegen die an Nummer 8 gesetzte Serbin Natasa Zoric unterlag Haas mit 0:6, 5:7. Unmittelbar danach klopfte sie bereits ihren Frust in die Tasten. "Ich spielte in diesem Match nie wirklich gut und verpasste den Start", so Haas in ihrem Online-Tagebuch auf www.barbarahaas.at. "Am Anfang spielte meine Gegnerin drei sehr gute Games, ich hatte wirklich keine Chance. Danach machte ich einige Fehler und kassierte viele Winner, da ich mich auch wirklich schlecht bewegte. Im zweiten Satz ließ meine Gegnerin ein bisschen nach, und ich hatte die Chance 2:1 in Führung zu gehen, die ich leider nicht nützte. Es stand 1:4 und 3:5. Ich versuchte aber trotzdem immer dran zu bleiben, auch wenn es sehr schwer war, da ich so viele leichte Fehler machte. Trotzdem stand es dann 5:5 ..."

Urlaub, Bundesliga, ITF-Turniere
"... Danach hatte ich bei meinem Aufschlag 40:15, machte das Game aber nicht. Beim Stand von 5:6 wehrte ich drei Matchbälle ab und hatte auch wieder die Chance auszugleichen. Das war dann wirklich bitter, dass ich den Satz nicht mehr machte: 0:6, 5:7." Für Haas-Trainer Helmut Fellner lagen die Wurzeln der Niederlage heute "in der Tatsache, dass die Gegnerin sie überrascht hat und Barbara kein Mittel gefunden hat, Zoric unter Druck zu bringen. Alles in allem war es heute keine gute Gesamtleistung." In der kommenden Woche steht für Barbara Haas kein Turnier, sondern Urlaub in Kroatien am Programm. "In dieser Zeit werd ich meinen Tennisschläger nicht in die Hand nehmen!" Danach (10.9., 12.9., 14.9.) bestreitet sie für UTC Schenker La Ville die ersten drei Bundesliga-Runden. Fellner: "Ab dem 17. September fährt sie dann zu zwei ITF-Turnieren nach Ägypten."

"Der Gegner war cooler"
Antony Dupuis liebt Jetskiing, Fussball, als Reiseziel Bora Bora und als würzige "Tenniskost" seit Neuestem Österreicher. In Runde 1 des Kelag Power Future-Turniers in Pörtschach hatte er Gerald Kamitz mit 3:6, 3:6 aus dem Bewerb geworfen, in Runde 2 entfernte er Tristan-Samuel Weissborn mit 4:6, 4:6 aus dem Raster, und im Viertelfinale musste Nico Reissig die Überlegenheit des ehemaligen Top 60-Spielers (ATP 57. am 10.9.2010; Anm.) akzeptieren. Der an Nummer 7 gesetzte Franzose siegte 4:6, 3:6 "und hat dabei sehr druckvoll gespielt", so Reissig-Trainer Gilbert Schaller. "Heute hat er gewonnen, weil er weniger Eigenfehler gemacht hat und bei den wichtigen Punkten einfach cooler agiert hat. Trotzdem war es eines der besten Matches, die ich in den letzten Wochen bei Future-Turnieren gesehen habe." In der kommenden Woche steht für Reissig das Austria F7-Turnier in Wels am Programm. In Pörtschach ist Österreich nach den Viertelfinal-Niederlagen von Christian Magg (3:6, 3:6 gegen Axel Michon/FRA) und Marc Rath (3:6, 6:3, 5:7 gegen Jerome Inzerillo/FRA) im Einzel nicht mehr vertreten. Im Doppel steht ein österreichischer Turniersieger schon jetzt fest: Björn Propst/Bastian Trinker treffen im Finale morgen auf Jan Blecha/Gibril Diarra (CZE/AUT).

Auf und Ab
(25.8.2010)
Wenn zwei (ehemalige) Trainingspartner bei einem Turnier aufeinandertreffen, "dann ist das für beide nicht bloß sportlich, sondern vor allem auch mental eine spezielle Herausforderung", prophezeite ÖTV-Sportdirektor Gilbert Schaller sowohl Nico Reissig als auch Ex-"Südstädter" Pascal Brunner ein besonders schwieriges Match. "Jeder kennt nicht bloß die Stärken seines Gegenübers in- und auswendig, sondern auch die Achillesfersen des anderen." Im Achtelfinale des Kelag Power Future-Turniers in Pörtschach hatten es die beiden miteinander zu tun bekommen. "Und Nico", so Schaller, "ist wie so oft in letzter Zeit sehr ängstlich in die Partie hineingegangen, hat viel zu vorsichtig agiert. Zeitweise war er überhaupt nicht am Platz anwesend." Das Resultat: 0:6. "Erst im zweiten Satz hat Reissig ins Match hineingefunden, und beide Spieler haben auf einem hohen Niveau agiert." Ein Break reichte Reissig, um Satz 2 mit 6:4 für sich zu entscheiden. Reissig-Trainer Schaller: "Ab Mitte des zweiten Satzes hat er dann begonnen gut und mit Beginn des dritten Satzes so ausgezeichnet, druckvoll und kompakt zu spielen, dass Pascal mit Ende des Matches die Flinte ins Korn geworfen hat. " Das Ergebnis: 0:6, 6:4, 6:0. Reissig steht damit in seinem siebenten Future-Viertelfinale in dieser Saison und trifft dort auf den an Nummer 7 gesetzten Franzosen Antony Dupuis, der Tristan-Samuel Weissborn mit 6:4, 6:4 besiegte. Mit Christian Magg (6:2, 6:3 im Achtelfinale gegen Riccardo Bellotti), Marc Rath (6:4, 6:2 über James Feaver) und Nico Reissig ist insgesamt drei Österreichern der Einzug in die Runde der letzten acht gelungen. Im Kelag Ladies Open wird am Donnerstag die Viertelfinale ermittelt: Pia König trifft dabei auf die topgesetzte Italienerin Julia Mayr, Barbara Haas bekommt es mit Natasa Zoric (SRB/8.) zu tun, Marlena Metzinger trifft auf Stefania Fadabini (ITA) und die an Nummer 6 gesetzte Janina Toljan auf Alexia Virgili (ITA).

Damen und Herren am gleichen Ort
(23.8.2010)
Bereits zum fünften Mal teilen sich von 21. bis 29. August in der Werzer Arena in Pörtschach am Wörthersee Herren (Austria F6) und Damen (Kelag Ladies Open) den gleichen "Arbeitsplatz", wobei bei den Herren die Chancen auf einen rotweißroten Turniersieg schon vor dem ersten gespielten Ball bei 50:50 stehen, denn 16 Spieler im 32er-Raster kommen aus Österreich. Die schwierigste Aufgabe dürfte dabei Gerald Melzer haben, der zum Auftakt auf den topgesetzten Rumänen Andrei Mlendea trifft. In Umag hatte der Melzer-Bruder heuer bereits den Hauptbewerb erreicht und sich dort erst em Tschechen Jan Hajek geschlagen geben müssen. Ausgestattet mit einer Wildcard für den Hauptbewerb ist der Klagenfurter Patrick Ofner, der heuer noch auf der ITF-Tour punkten will, um dann nächstes Jahr das ein oder andere Grand Slam Turnier (U18) bestreiten zu können. Ebenfalls fix im Hauptbewerb steht der 34-jährige Klagenfurter Herbert Wiltschnig (ATP 554), der sich für das Turnier viel vorgenommen hat. An Nummer 4 gesetzt geht Nicolas Reissig - in St. Pölten in der Vorwoche im Semifinale - ins Rennen. Bei den Damen stehen mit Janina Toljan, Pia König, Jeannine Prentner, Pamela Amon, Yvonne Neuwirth, Barbara und Patricia Haas, Isabella Reibmayr, Alena Luef, Marlena Metzinger zehn Österreicherinnen fix im Hauptbewerb.

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