Zum Inhalt springen

PÖRTSCHACH: EM FÜR SUPER SENIOREN - PREMIERE FÜR TENNISLEGENDE PETER POKORNY BEI DEN HERREN 70

Österreichs einziger Turniersieger Peter Pokorny (Bild) und der EM-Organisator Alexander Wendt konnten nach dem letzten Matchball in Pörtschach „eine von A bis Z positive Bilanz“ (Wendt) ziehen.

"Den Überblick verloren"
(20.6.2010)
In der Menge geht oft das Detail verloren. In den letzten Tagen wurde Peter Pokorny oft gefragt, wie viele EM-Titel er denn im Verlauf seiner mittlerweile fast 14-jährigen Seniorentennis-Karriere bereits gesammelt hätte und die Antwort war immer die gleiche: „Seid’s mir nicht bös, aber ich hab selber schon ein bissl den Überblick verloren.“ Tatsache ist, dass es seit seinem Einstieg im Jahr 1986 weitaus mehr als 50 sind. An seinen jüngsten Titel wird er sich aber noch lange erinnern können: Im Finale der 53. Internat. Europameisterschaften für Super Senioren besiegte er den an Nummer 2 gesetzten Italiener Vittorio Monaco glatt mit 6:2, 6:1 und konnte damit seinen ersten internationalen Titel in der Altersklasse Herren 70 verbuchen. Während unmittelbar nach der Siegesehrung bereits zu nächsten Aufgaben (Liga auf Sizilien) aufbrechen musste, konnte Turnierorganisator Alexander Wendt eine „von A bis Z positive Bilanz“ ziehen. „Der größte Stein ist uns vom Herzen gefallen, als die Wetterkapriolen der letzten Tage uns Gott sei Dank verschont haben. Die ersten Regentropfen sind runtergekommen, als wir den letzten Siegespokal übergeben hatten.“ Im kommenden Jahr werden der Werzer Generali Cup und die EM für Super Senioren von 6. bis 19. Juni erneut in Pörtschach veranstaltet werden.

EM für Super Senioren – die SiegerInnen 2010

Damen 60: Sylvia Bauwens (GER)
Damen 65: Inge Kubina (GER)
Damen 70: Renate Castellucci (GER)
Damen 75: Brigitte Jung (GER)
Damen 80: Betty Howard (GBR)

Herren 60: Jorge Camina-Borda (SPA)
Herren 65: James Parker (USA)
Herren 70: Peter Pokorny (AUT)
Herren 75: Kingdon Van Nostrand (USA)
Herren 80: Lorne Main (CAN)
Herren 85: Neville Halligan (AUS)



Bereits mit 12 "im Dienst"
(19.6.2010)
Mit Helmut Flagel (Herren 60), Peter Pokorny (Herren 70), Sofia Garaguly (Damen 65) und Renate Haubner (Damen 60) hatten vier von insgesamt 62 bei der EM für Super Senioren das Semifinale ihrer Altersklassen erreicht, der Einzug ins Endspiel ist aber wieder einmal jenem Spieler gelungen, auf den seit mittlerweile 58 Jahren Verlass ist – Peter Pokorny der bereits mit 12 Jahren in das Jugendteam des ASV Graz (U18) berufen worden war und danach eine Karriere „absolviert“ hat, die ihrergleichen sucht. Einige Eckdaten: Mit 14 im Finale der steirischen U18-Meisterschaften. Mit 18 österreichischer Jugendmeister. Davis Cup-Debüt 1963 gegen Israel. 1965, 1966 und 1968 Staatsmeistertitel im Einzel. 1973 Sieg bei den internationalen deutschen Hallenmeisterschaften in Bremen. 1981/82 Teamchef des österreichischen Davis Cup-Teams. 1986 Einstieg ins internationale Seniorentennis mit bisher mehr als 50 EM-Titeln, 5 Einzel-WM-Titeln u. n. s. v. m. Im Rahmen der French Open 2008 wurde Peter Pokorny vom Europäischen Tennisverband mit dem European Lifetime Senior Champion Award ausgezeichnet – einer Ehrung, die mindestens 5 WM- und 10 EM-Titel voraussetzt. Seiner einzigartigen Statistik könnte der bald 70-jährige Grazer im heutigen Finale einen weiteren EM-Titel hinzufügen, und die Dinge stehen nicht schlecht: Gegen seinen Finalgegner, den an Nummer 2 gesetzten Italiener Vittorio Monaco, hatte er zuletzt 2008 gespielt und ihn dabei im Viertelfinale der ITF-WM in Antalya glatt mit 6:0, 6:2 besiegt.


Vier unter den letzten acht
(18.6.2010)
Und da waren es nur mehr vier: Von den neun ins Viertelfinale aufgestiegenen ÖsterreicherInnen mussten fünf (Ioan Gurban, Klaus Kreuzhuber, Peter Kruck, Hans Jell, Luise Moser) ihre Tennistaschen wieder packen. Nichts anbrennen ließ wieder einmal Peter Pokorny: Mit seinem bereits zweiten 6:0, 6:0-Sieg (über den um drei Jahre älteren Deutschen Folker Seemann) kam der bald 70-jährige Steirer seiner Premiere erneut um einen Schritt näher – sollte er das Turnier gewinnen, wäre das sein erster EM-Titel in der Altersklasse Herren 70. Pokornys nächster Gegner ist Knut Van Haaren, gegen den er zuletzt 2006 im Semifinale der 16th International Championships of Germany for Seniors in Rottach-Weissach verloren hatte. Zu seinem ersten Turniersieg in dieser Saison könnte auch Helmut Flagel (Herren 60) kommen – der 62-Jährige vom TC Eibiswald war 2009 als „Nobody“ ins österreichische und internationale Turniergeschehen der Altersgruppe 60 eingestiegen und hatte bisher den Vize-Europameistertitel im Einzel und im Doppel bei der Hallen-EM in Seefeld sowie den Turniersieg in Opatija (beides 2009) als seinen Highlights verbuchen können. In Pörtschach „raste“ er, an Nummer 3 gesetzt, bisher ohne Satzverlust durch den Raster und trifft nach einem glatten 6:0, 6:2 über Ioan Gurban (AUT/7.) auf den ungesetzten Schweden Sven Andren. In der Altersklasse Damen 65 bekommt Sofia Garaguly die Gelegenheit, ihre Pörtschacher „Welt“ wieder zurechtzurücken: Nachdem die Titelverteidigerin aus dem Jahr 2008 im Vorjahr „bereits“ im Semifinale gescheitert war, geht die an Nummer 6 gesetzte Österreicherin und Nummer 9 der Weltrangliste als klare Favoritin in ihre Semifinal-Partie gegen die ungesetzte Deutsche Inge Kubina (ITF 27). Im Gegensatz ihrer Kollegin aus der nächsthöheren Altersklasse baut sich in der Runde der letzten vier vor Renate Haubner (Damen 60) mit der topgesetzten Deutschen Sylvia Bauwens, die 2009 die EM für sich entscheiden konnte,  hingegen eine kaum überwindbare Hürde auf.


Alle Neune?
(17.6.2010)
Je länger sein Pörtschach-Aufenthalt andauert, umso wohler scheint er sich zu fühlen: Nachdem Peter Pokorny (Herren 70) bei seinem Sieg in der Vorwoche beim Werzer Generali Cup insgesamt bloß fünf Games abgeben musste, setzt der demnächst 70-jährige Steirer (Geb.datum: 25.7.1940) diesen „Trend“ auch bei der EM für Super Senioren (Altersklasse 60 aufwärts) fort. Nach einem Freilos in Runde 1 spielte er sich mit einem lockeren 6:2, 6:1-Sieg über den Briten Gerald Clark warm, um dann im Achtelfinale den an Nummer 14 gesetzten und um drei Jahre älteren Deutschen Dieter Hamm mit 6:0, 6:0 aus dem Bewerb zu entfernen. Im Vorjahr war Pokorny, damals noch Altersklasse Herren 65, erst im Finale an Peter Adrigan (GER/2.) gescheitert, und auch heuer deutet vieles auf ein mögliche Endspiel zwischen der Nummer 1 (Pokorny) und der Nummer 2 (Vittorio Monaco) hin. Der Italiener wurde bei seinen bisherigen zwei Partien (beide 6:1, 6:1) nur wenig gefordert. Ebenfalls unter die besten acht ihrer Altersklasse haben es Helmut Flagel, Ioan Gurban (beide Herren 60), Klaus Kreuzhuber (Herren 65), Peter Kruck (Herren 70) und Hans Jell (Herren 75) geschafft. Bereits ins Viertelfinale einziehen konnten Luise Moser und Renate Haubner (beide Damen 60) – beide allerdings mit angezogener Bremse: Mosers (Freilos in Runde 1) Achtelfinalgegnerin Karin Derichsweiler (GER) war ebenso wie auch Haubners Gegnerin Heidemarie Oehlsen (GER/3.) nicht angetreten. In der Altersklasse Damen 65 geht Sofia Garaguly, an Nummer 6 gesetzt als leichte Außenseiterin in ihr Viertelfinal-Match gegen Renate Schröder. Zuletzt hatte Garaguly (ITF 9) im Viertelfinale der Hallen-EM in Seefeld gegen die Deutsche mit 1:6, 5:7 den Kürzeren gezogen. Ihr letzter Sieg gegen die Nummer 6 der Weltrangliste liegt bereits zwei Jahre (Viertelfinale in Antalya/TUR) zurück.


Knapp am Titel vorbei
(15.6.2010)
Ein kurzer Rückblick: 381 TeilnehmerInnen, darunter 62 ÖsterreicherInnen, waren von 8. bis 14. Juni 2009 in elf Bewerben in Pörtschach aufeinander getroffen, um bei der 52. EM für Super-Senioren (= Altersklasse  60 aufwärts) den/die Beste/n Europas zu ermitteln. Für Österreichs erfolgreichsten Senioren-Tennisspieler hatte es dabei einen würdigen Abschied gegeben: Peter Pokorny war 2009 das letzte Mal in der Kategorie Herren 65 an den Start gegangen, „2010 fange ich dann bei den Herren 70 an und werde versuchen, auch dort noch einige Zeit erfolgreich mithalten zu können.“ Als leichter Favorit war er in das Finale gegen Peter Adrigan (GER/2.) gegangen. Dennoch konnte die steirische Nummer 1 der Weltrangliste ihren Titel aus dem Jahr 2008 nicht verteidigen. Adrigran, Nummer 2 im Ranking, holte sich mit seinem knappen 7:6, 7:6-Sieg Gold bei der EM der Super-Senioren. Eine Riesenüberraschung hatte es im Semifinale der Altersklasse Damen 65 gegeben: Die topgesetzte Titelverteidigerin Sofia Garaguly (AUT) musste sich der Nummer 4 des Turniers, Galfard Kirsten (FRA), mit 4:6, 7:5, 4:6 geschlagen geben.

Pokorny, Garaguly, Nader & Co
Ein kleiner Ausblick: Gelegenheit zur Revanche bekommen Pokorny, Garaguly & Co 2010, wenn von 14. bis 20. Juni die 53. Internationalen Europameisterschaften für Super Senioren Pörtschach in den Mittelpunkt der europäischen (Senioren)Tenniswelt verwandeln. Insgesamt 352 TeilnehmerInnen aus 29 Nationen werden heuer bei dieser EM an den Start gehen. Darunter sind auch „Exoten“ wie z. B. der Venezolaner Arseni Markoff (Herren 60) oder die Brasilianerin Elza Maria Armani (Damen 60). Das größte SpielerInnen-Kontingent stellt Deutschland (155), gefolgt von Österreich (65). Die meisten Teilnehmer hat der Bewerb Herren 70: Insgesamt 64 Spieler, darunter sind Österreicher wie z. B. Herbert Komolka, Eberhard Madlsperger, ITF Seniors Committee Mitglied Peter Nader und Tennislegende Peter Pokorny. Weshalb bei Senioren-Turnieren mit dem steigenden Alter auch die Teilnehmerzahlen steigen, erklärt Peter Nader so: „Das Problem der jüngeren Altersklassen – 35 bis einschließlich 50 – ist, dass die SpielerInnen entweder berufstätig sind bzw. bei vielen Frauen die familiäre Belastung – Kinder, Haushalt etc. – hinzukommt. Aus diesen Gründen haben wir in diesen Altersklassen oft mit den Teilnehmerzahlen zu kämpfen. Erst ab der Altersklasse 55, wenn mehr Zeit für den Sport vorhanden ist, geht es richtig rund!“


Der nächste Titel für Peter Pokorny
(13.6.2010)
Der Bewölkungsgrad in Pörtschach: 0 Prozent. Die Lufttemperatur: 32 Grad. Die Windgeschwindigkeit: 18 km/h. "Eigentlich ziemlich heiß und mehr ein Wetter zum Baden im Wörthersee", so Alexander Wendt, Organisator des Werzer Generali Cups. Einen Spieler scheinen derartige Bedingungen aber regelrecht zu Höchstleistungen zu treiben: Im Semifinale der Altersklasse Herren 70 verpasste Tennislegende Peter Pokorny bereits seinem dritten Gegner die Höchststrafe, indem er Franz Gehbauer mit 6:0, 6:0 über den Platz jagte. Und auch im Finale war es nicht anders: Pokorny traf auf das ITF Seniors Committee-Mitglied Peter Nader, der in seinem Semifinale den Tschechen Peter Nemynar mit 6:1, 7:5 besiegen konnte. Gegen Pokorny konnte der langjährige ÖTV-Generalsekretär aber kein Rezept finden: Pokorny siegte mit 6:2, 6:2 und konnte damit seinen Titel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigen. Das Rezept, um mit demnächst 70 Jahren (Geb.datum: 25.7.1940) immer noch so fit für den Fun am Court zu sein, ist für den Steirer eigentlich gar keines. "Meine Kondition", wischt er Fragen nach seiner Fitness vom Tisch, "hole ich mir ausschließlich auf dem Tennisplatz und auch am Golfplatz. Da muss ich mich gegenüber meinen Golfpartnern aber schon manchmal genieren, wenn ich sie frage: So, jetzt hab ich gerade drei Stunden Tennis gespielt, schlagen wir noch ein paar Bälle?"

Turniersieg für Woltsche und Hundstorfer
Bloß ein paar Bälle und nicht mehr mussten auch Roswitha Woltsche und Manfred Hundstorfer schlagen. Im Endspiel der Altersklasse Damen 55 ließ Woltsche der Titelverteidigerin Dagmar Sperneder keine Chance und siegte mit 6:0, 6:1. Hundstorfer, an Nummer 1 gesetzt, konnte hingegen seiner Titelsammlung einen weiteren hinzufügen, indem er bei den Herren 45 mit dem an Nummer 2 gesetzten Australier Manuel Radic mit 6:0, 6:2 kurzen Prozess machte. Die Gelegenheit für weitere rotweißrote Turniersiege stehen gut, da neben Peter Pokorny mit Helmut Flagel (Herren 60) und Johannes Mühlenburg (Herren 65) zwei weitere Österreicher das Endspiel ihrer Altersklasse erreicht haben.

Generali Werzer Cup 2010 - die SiegerInnen

Damen 45:Mariarosa Bruno (ITA)
Damen 55: Roswitha Woltsche (AUT)
Damen 60:
Heide Orth (GER)
Damen 65: Sofia Garaguly (AUT)
Damen 70: Renate Castellucci (GER)
Damen 75: Brigitte Jung (GER)
Damen 80: Erzsebet Szentirmay (HUN)

Herren 40:
Marco Zanola (ITA)
Herren 45: Manfred Hundstorfer (AUT)
Herren 50: Glenn Busby (AUS)
Herren 55: Sepp Baumgartner (GER)
Herren 60: Jorge Camina-Borda (ESP)
Herren 65:
Peter Adrigan (GER)
Herren 70:
Peter Pokorny (AUT)
Herren 75: Günter Hermann (GER)
Herren 80:
Lorne Main (CAN)
Herren 85: Laszlo Lenart (HUN)


Titel für Garaguly
(11.6.2010)
2006 hat sie in Pörtschach gewonnen. 2007? Hat sie gewonnen. 2008? Hat sie gewonnen. 2009? Da legte Sofia Garaguly mit dem Semifinale einmal eine kleine "Pause" ein. Offensichtlich aber auch nur deshalb, um die Batterien für 2010 neu aufzuladen. Das diesjährige Damen 65-Finale des Werzer Generali Cups dominierte die 68-jährige Diplomkauffrau nämlich von Anfang an und besiegte Brigitte Hofmann (GER) glatt mit 6:4, 6:3. "Ich fühle mich am Wörthersee besonders wohl, bin ich doch hier aufgewachsen", ist für die Nummer 9 der Weltrangliste neben der Stärke am Court auch die Psyche mit ein Grund für ihren Sieg. Mit dem Seniorentennis hatte sie seinerzeit begonnen, "als ich, glaube ich zumindest, 49 war. Da habe ich mein erstes Turnier gespielt, danach regelmäßig die Österreichischen Meisterschaften gewonnen und mich dabei mit dem Virus Seniorentennis infiziert."

Hundstorfer im Finale
Ein Virus, den auch Manfred Hundstorfer seit Jahren nicht mehr los wird: Der topgesetzte Titelverteidiger (Herren 45) greift nach seinem 7:5, 6:3-Semifinalsieg über Martin Fortun (GER) auch in diesem Jahr nach dem Titel. Im Endspiel trifft Hundstorfer auf die Nummer 2 des Turniers, den Australier Manuel Radic. Ebenfalls im Finale: Hermann Prelog, der in der Altersklasse Herren 55 etwas überraschend die Nummer 1 des Turniers, Harald Hellmonseder, mit 6:4, 0:6, 6:4 aus dem Bewerb warf. Prelogs Finalgegner: Sepp Baumgartner (GER/8.). In drei weiteren Altersklassen stehen sieben Österreicher bereits im Semifinale: Peter Pokorny (Herren 70), der in seinen drei Partien bisher nur ein einziges Game (6:0, 6:1 im Achtelfinale gegen Reynolds Acker/GBR) abgeben musste. Im Viertelfinale erteilte er dem Deutschen Heinz Kleinemas die "Höchststrafe" (6:0, 6:0). Ebenfalls bei den Herren 70 in der Runde der letzten vier sind Pokornys nächster Gegner, Franz Gehbauer und in der unteren Rasterhälfte Peter Nader. In der Altersklasse Herren 65 ist Johannes Mühlenburg "nur" mehr zwei Siege vom Titel entfernt, bei den 60er-Herren stehen Gerhard Thaler (sein nächster Gegner: Jorge Camina-Borda/ESP) sowie Helmut Flagel und sein nächster Gegner Hermann Fahrnberger ebenfalls in der Runde der letzten vier.

WEITERE INFORMATIONEN/WERZER GENERALI CUP


Mit nur einem Sieg ins Semifinale
(10.6.2010)
Gefreut hatte er sich schon im Vorjahr auf "die Kombination von Kärnten, Entspannung am Wörthersee und Tennis". Richtig ackern am Court musste Manfred Hundstorfer (Herren 45) bis jetzt allerdings noch nicht: Nach einem Freilos in Runde 1 trat sein nächster Gegner, der Italiener Luca Lanzarotta, in Runde 2 nicht an, und somit stand der Weltranglisten-Erste, ohne ein Match gespielt zu haben, mit einem Schlag im Viertelfinale. Aber auch in der Runde der letzten acht "vergeudete" der 46-jährige Maria Enzersdorfer nicht allzuviel Zeit: Nach einem glatten 6:2, 6:1 über Landsmann Arno Klausner steht der Titelverteidiger aus dem Vorjahr bereits im Semifinale. Sein nächster Gegner ist der an Nummer 3 gesetzte Deutsche Martin Fortun. Sollte Hundstorfer auch diese Hürde nehmen, könnte es zu einem rein österreichischen Finale kommen, da auch Andreas Köpf (4.) bereits im Semifinale steht. Ebenfalls bereits in die Runde der letzten vier eingezogen sind: Hans Jell (Herren 75), Harald Hellmonseder, Hermann Prelog, Alfred Klammer (alle drei Herren 55), Herbert Riederer und Alois Posch (beide Herren 50).


Der Papst war im Finale
(10.6.2010)
Insgesamt 322 SpielerInnen aus 27 Ländern - darunter 200 ÖsterreicherInnen - sind in diesem Jahr zum Werzer Generali Cup (7.-13.6.) an den Wörthersee gekommen, und am dritten Spieltag trennt sich erstmals die internationale Spreu vom rotweißroten Weizen. Das bedeutet: In vier Altersklassen werden in den nächsten zwei Tagen insgesamt sieben österreichische SpielerInnen bei der Frage nach dem/der TurniersiegerIn laut ein Wörtchen mitzureden haben. Die ersten Siegerehrungen wird es dabei bei den Herren 85 bzw. Damen 65 geben, da in diesen Altersklassen rotweißrote Spieler bereits im Finale stehen bzw. standen: Wilhelm Papst hatte im Achter-Raster seines Bewerbs "nur" zwei Siege einfahren müssen, um ins Endspiel vorzustoßen - 6:1, 6:0 gegen Emmerich Gergely (GER), 6:4, 7:5 gegen Günther Böwing (GER). Im Finale traf Papst auf den topgesetzten Ungarn Laszlo Lenart und musste sich der Nummer 4 der Weltrangliste mit 1:6, 1:6 geschlagen geben.

Garaguly dreht den Spieß noch um
Hart zu kämpfen hatte nach ihrem 6:0, 6:0 in der ersten Runde gegen Valentina Naumova (RUS) die an Nummer 2 gesetzte Sofia Garaguly in der Runde der letzten vier: Die um drei Jahre jüngere Französin Sylvie Galfard Kristen hatte sich im Semifinale den ersten Satz mit 6:3 geholt, ehe Garaguly den Spieß doch noch umdrehen konnte und die beiden letzten Sätze mit 7:5, 6:3 gewann. Garaguly trifft im Endspiel auf Brigitte Hoffmann (GER), die im Semifinale die Nummer 1 des Turniers, Michele Bichon (FRA), mit 7:5, 6:3 aus dem Raster "entfernte". Ob das "Geheimrezept" der Nummer 9 (Garaguly) der Weltrangliste ausreichen wird, um die aktuelle Nummer 16 (Hoffmann) zu besiegen? "Fitnesstraining? Du meine Güte, nein! Ich bin faul! Ich laufe wahnsinnig gerne am Tennisplatz und trainiere dabei das gesamte Programm: Longline, cross, Aufschlag-Volley. Und scheinbar reicht das aus, um fit zu bleiben."

Rein österreichisches Finale
Zu einem rein österreichischen Finale wird es in der Altersklasse Damen 55 kommen, da mit der topgesetzten Dagmar Sperneder, ihrer Gegnerin Anna-Maria Neumaier sowie mit Michaela Kasperak (3.) und Roswitha Woltsche ausschließlich Österreichinnen im Semifinale standen. Sperneder wurde ihrer Favoritenrolle einmal mehr gerecht und fertigte Neumaier mit 6:2, 6:0 ab. Im Endspiel wird sie auf die ungesetzte Roswitha Woltsche treffen, die mit Michaela Kasperak bei ihrem 6:0, 6:3-Sieg nur wenig Probleme hatte. Im Vergleich dazu kämpfte bei den Damen 45 Julia Smutny lange Zeit allein auf weiter Flur: Als einziger Österreicherin war ihr der Einzug ins Semifinale gelungen. Dort wartete mit der an Nummer 2 gesetzten Ungarin Eva Bogar Szabo allerdings eine hohe Hürde. Zuletzt sind die beiden im September 2009 aufeinander getroffen: Im Finale der 33rd International Seniors Tennis Championships of Hungary war Smutny der "Hausherrin" in drei Sätzen unterlegen. Und auch diesmal konnte Smutny den Platz nicht als Siegerin verlassen: Beim Stand von 0:6, 0:3 musste sie aufgrund einer Oberschenkelverletzung w.o. geben.


"Einzigartiges Ambiente"
(1.6.2010)
Pörtschach ist ein Ort, der vieles in sich vereint. Wörtherseeromantik, Lifestyle, Urlaubsfeeling „und seit vielen Jahren das Ambiente einer einzigartigen Tennisturnier-Location“, hatte Kurt Reautschnig, Hoteldirektor von Werzer`s Hotel Resort Pörtschach, im Vorjahr gestrahlt. „Unser größter Vorteil ist sicherlich die Nähe unseres Hauses zur Tennisanlage", weiß auch seine Kollegin Heidi Schaller, seit sieben Jahren geschäftsführende Werzer's-Hoteldirektorin. "Der/die TennisspielerIn muss bloß einen Schritt vor die Haustüre machen und steht damit fast schon mitten am Platz.“ 2009 hatten im Rahmen der 26. Internationalen Meisterschaften von Österreich für Senioren und Super-Senioren, dem Werzer Generali Cup (1.-7. Juni), sowie von 8. bis 14. Juni im Umfeld der 52. Europameisterschaften für Super-Senioren (= Altersklasse 60 aufwärts) rund 600 Spieler und Zuschauer diesen Schritt "gewagt".

Vier heimische Titelverteidiger 2010
Insgesamt 389 Spieler - davon 101 Österreicher - hatten 2009 beim Werzer Generali Cup in 18 Bewerben um den Turniersieg gekämpft. Mit Lucie Schwab-Zelinka, Dagmar Sperneder, Manfred Hundstorfer und Peter Pokorny konnten vier rotweißrote SpielerInnen die Internationalen Meisterschaften als SiegerInnen beenden. 2010 bekommen Österreichs beste Senioren-SpielerInnen von 7. bis 13. Juni erneut die Gelegenheit, bei diesem ITF Kat. 1-Highlight ihren Titel entweder zu verteidigen oder erstmals als TurniersiegerIn vom Platz zu gehen. "Titelhamster" Manfred Hundstorfer hatte Pörtschach schon im Vorjahr "fix in meinem Turnierkalender für 2010 eingetragen. Kärnten, Entspannung am Wörthersee und Tennis - diese Kombination werde ich mir auch heuer nicht entgehen lassen."


EM '09 mit Überraschungen. Revanche 2010?
381 TeilnehmerInnen, darunter 62 ÖsterreicherInnen, waren von 8. bis 14. Juni 2009 in elf Bewerben in Pörtschach aufeinander getroffen, um bei der 52. EM für Super-Senioren (= Altersklasse  60 aufwärts) den/die Beste/n Europas zu ermitteln. Eine Riesenüberraschung hatte es im Semifinale der Altersklasse Damen 65 gegeben: Die topgesetzte Titelverteidigerin Sofia Garaguly musste sich der Nummer 4 des Turniers, Galfard Kirsten (FRA), mit 4:6, 7:5, 4:6 geschlagen geben. Gelegenheit zur Revanche bekommen Pokorny, Garaguly & Co 2010, wenn von 14. bis 20. Juni die 53. Internationalen Europameisterschaften für Super Senioren Pörtschach in den Mittelpunkt der europäischen (Senioren)Tenniswelt verwandeln.

"Die Leistungsdichte bleibt gleich"
Für Österreichs erfolgreichsten Senioren-Tennisspieler hatte es 2009 einen würdigen Abschied gegeben: Peter Pokorny war im Vorjahr das letzte Mal in der Kategorie Herren 65 an den Start gegangen, „2010 fange ich dann bei den Herren 70 an und werde versuchen, auch dort noch einige Zeit erfolgreich mithalten zu können.“ Als leichter Favorit war er in das Finale gegen Peter Adrigan (GER/2.) gegangen. Dennoch konnte die steirische Nummer 1 der Weltrangliste (Herren 70) ihren Titel aus dem Vorjahr nicht verteidigen. Adrigran, aktuell die Nummer 1 im Herren 65-Ranking, holte sich mit seinem knappen 7:6, 7:6-Sieg Gold bei der EM der Super-Senioren. Für 2010 erwartet sich Pokorny keine allzu großen Veränderungen: "Die Leistungsdichte bleibt eigentlich immer gleich, da auch immer die gleichen Spieler in die nächste Altersklasse aufsteigen. Ich spiele seit 20, 25 Jahren immer gegen die gleichen Spieler - damals waren die Burschen halt noch 45 Jahre alt, heute sind sie 70."


Top Themen der Redaktion

Davis Cup

25. November bis 5. Dezember 2021

Finalturnier in Österreich?

Die 18 Teams sollen nicht nur in Madrid, sondern in zwei weiteren europäischen Städten um den Titel spielen. Der ÖTV zeigt über Präsident Magnus Brunner großes Interesse an der Ausrichtung.

COVID-19

Schnellstmögliche Öffnung der Hallen

Wie von Sportminister Werner Kogler angekündigt, muss der Tennissport in der ersten Öffnungswelle dabei sein, fordert ÖTV-Präsident Magnus Brunner.

Turniere

Turniersperre bis Mitte Februar

Der Auftakt zum BIDI BADU ÖTV Jugend Circuit presented by kronehit muss ebenso verschoben werden wie die Senioren-Meisterschaften. Turniere der Allgemeinen Klasse finden nicht statt.