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Peyas Semifinal-Traum lebt weiter!

Nach ihrem ersten Sieg im zweiten Gruppenmatch des ATP-World-Tour-Finales in London ist für Alexander Peya / Bruno Soares die Tür zum Aufstieg ins Semifinale weiterhin offen. Die beiden konnten am Mittwoch Abend Marcel Granollers / Marc Lopez mit 3:6, 6:4, 10:5 schlagen. Am Freitag um 19:00 Uhr bestreiten Peya / Soares gegen David Marrero / Fernando Verdasco ihr letztes Gruppenmatch


"High Noon" in der O2-Arena in London! Nachdem sowohl Alexander Peya / Bruno Soares als auch Marcel Granollers / Marc Lopez ihr Auftaktmatch beim ATP-World-Tour-Finale verloren hatten und David Marrero / Fernando Verdasco aufgrund eines 2:0-Sieges vor Leander Paes / Radek Stepanek an der Spitze lagen, mussten Peya / Soares das zweite Match der Gruppe B gegen Granollers / Lopez unbedingt gewinnen, um ihre Chance auf den Aufstieg ins Semifinale zu wahren. Die Ausgangslage vor diesem Duell: Von bisher fünf Duellen konnte das österreichisch-brasilianische Duo zwei für sich entscheiden: Im Semifinale von Barcelona (April 2013) hatten Peya / Soares ihre heutigen Gegner ebenso wie im Achtelfinale von Indian Wells (März 2013) in jeweils zwei Sätzen geschlagen. 2012 hatte Peya mit Oliver Marach an seiner Seite im Davis Cup-Viertelfinale gegen Granollers / Lopez für Österreichs Ehrenpunkt gesorgt. Die letzte Peya-Soares-Niederlage gegen die beiden Spanier lag knapp ein Jahr zurück: 3:6, 4:6 im Viertelfinale der US Open. Witziges Detail am Rande: Im Achtelfinale von Kitzbühel hatte 2009 der heute 33-jährige Wiener - damals mit Christopher Kas an seiner Seite - Granollers in zwei Sätzen abgefertigt. Der damalige Partner des Spaniers war der heutige Partner des Österreichers: Bruno Soares.

Sieg gegen Granollers / Lopez
"Wir haben jetzt noch zwei Chancen, das ist das Gute am Gruppensystem", hatte sich Peya vor dem Duell mit Granollers / Lopez kämpferisch gegeben. "Bei jedem anderen Turnier wären wir jetzt schon draußen, so lebt aber die Chance noch, und die wollen wir nützen." Nach dem Match und dem 3:6, 6:4, 10:5-Sieg konnte der 33-jährige Österreicher ("Wir haben keine riesigen Stärken, aber auch wenige Schwächen") bilanzieren: Im ersten Satz gelang den Spaniern beinahe alles, was sie anpackten, während im Team Peya / Soares in vielen Phasen "einfach der Hund drinnen war", so Stefan Koubek während der Live-Übertragung auf ORF Sport +. Bereits nach der Auftaktniederlage gegen Leander Paes / Radek Stepanek hatte Peya kritisiert: "Wir haben schlecht reingefunden, nicht gut serviert, aber zumindest gut retourniert. Aber wir haben nie ein Rezept von der Grundlinie gefunden und viel zu viele Fehler gemacht, vor allem bei den zweiten, dritten Bällen, was sonst unsere Stärke ist." Eine Selbstkritik, die auch auf zumindest den Beginn des heutigen Matches zutreffen könnte. Erst im zweiten Satz fanden Peya / Soares besser ins Match hinein, mit einem Break gingen die beiden mit 3:2 in Führung, die sie mit dem Gewinn des zweiten Satzes (6:4) abschließen konnten. Die Entscheidung fiel im Match-Tiebreak, in dem die beiden zwar mit 3:1 in Front gehen konnten, nach guten Returns der Gegner bald mit 3:4 hinten lagen, sich aus dieser Klemme mit perfekter Netzarbeit aber befreien und mit 7:4 in Führung gehen konnten. Am Freitag um 19:00 Uhr bestreiten Peya / Soares gegen David Marrero / Fernando Verdasco ihr letztes Gruppenmatch.


Perfekte Jahresbilanz
Peya / Soares haben dennoch heuer eine Saison hinter sich, die bis zuletzt einzigartig war: Das österreichisch-brasilianische Duo hatte heuer zehn Endspiele erreicht und die Turniere in Montreal, Valencia, Eastbourne, Barcelona und Sao Paulo für sich entschieden.Und im Endspiel der US Open war es "bloß" eine Rückenverletzung Peyas, die im Duell mit Leander Paes / Radek Stepanek den Traum vom ersten Grand Slam-Titel zerplatzen ließ. Der Lohn für dieses Karriere-Highlight: Als vierter Österreicher nach Julian Knowle (2007 / Shanghai), Jürgen Melzer (2010 /, 2011) und Oliver Marach (2009, 2010) hatte er sich heuer erstmals für das ATP-World-Tour-Finale der acht besten Doppel-Teams der Welt in der O2-Arena qualifiziert.

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