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ATP

Peya! Wahnsinn! Semifinale!

Alexander Peya ist weiter mit im Rennen um den French Open-Titel! Im Viertelfinale besiegte er mit Partner Bruno Soares an seiner Seite das polnische Duo Marius Fyrstenberg / Marcin Matkowsi mit 1:6, 6:4, 3:1 ret. Gegner im Semifinale werden Bob und Mike Bryan sein, die David Marrero / Fernando Verdasco in zwei Sätzen eliminierten. Auch bei den Junioren spielt mit Lucas Miedler noch ein Österreicher um den Titel mit: Mit seinem deutschen Partner Maximilian Marterer besiegte er im Viertelfinale Alexandre Favrot / Calvin Hemery und trifft nun im Semifinale auf die an Nummer 5 gesetzten Chilenen Christian Garin / Nicolas Jarry.


Erfolgreiches Déjà-vu für Alexander Peya und Bruno Soares: Nachdem die beiden das polnische Duo Marius Fyrstenberg / Marcin Matkowsi zuletzt im Achtelfinale des ATP World Tour Masters-Turniers in Madrid glatt in zwei Sätzen besiegt hatten, wiederholte das in Paris an Nummer 7 gesetzte Doppel diesen Erfolg auch im Viertelfinale der French Open: Peya / Soares besiegten - unterstützt von Peyas Gattin Natascha und Sohn Noah - Fyrstenberg / Matkowsi mit 1:6, 6:4, 3:1 ret. und ziehen damit ins Semifinale des zweiten Grand Slam-Turniers der Saison ein. Für den 32-jährigen Wiener ist dieses Semifinale das zweite in seiner Grand Slam-Karriere: 2011 war er mit Partner Christopher Kas in Wimbledon an Robert Lindstedt / Horia Tecau gescheitert. Der Auftakt verlief heute alles andere als ideal: Im ersten Satz gelang es dem hinter Bob und Mike Bryan weltweit zweitbesten Duo kein einziges Mal, ihren Aufschlag durchzubringen. Im zweiten Satz sollte das Break zum 5:4 die Entscheidung bringen. Im dritten Satz durchbrachen Peya / Soares den Aufschlag ihrer Gegner zum 2:1, die beim Stand von 3:1 das Match nicht mehr zu Ende spielen konnten.

Revanche an den Bryans?
Gegner im Semifinale werden Bob und Mike Bryan sein, die ihr Viertelfinale gegen David Marrero / Fernando Verdasco mit 6:3, 6:4 für sich entschieden. Dem weltbesten Doppel-Duo waren Peya / Soares in dieser Saison bereits zweimal gegenüber gestanden: Im Finale von Madrid hatten sie sich den exzentrischen US-Amerikanern mit 2:6, 3:6 geschlagen geben müssen, im Semifinale von Memphis unterlagen sie 3:6, 6:7. In einem Interview mit www.oetv.at unmittelbar vor Beginn der French Open hatte Alexander Peya zwar Respekt, "aber keine Phobie" (Peya) gegenüber den Bryan-Brothers gezeigt. "Speziell bei Turnieren in den fortgeschrittenen Runden sind die beiden nun einmal das Maß aller Dinge. Alles in allem sind sie das konstanteste und solideste Doppel, das es derzeit auf der Tour gibt. Und sie machen nur wenig Blödsinn am Court, soll heißen Fehler. Nichtsdestotrotz muss es das Ziel sein, sie auch einmal zu packen." Für Peya-Coach Michael Oberleitner wären die beiden Amerikaner ein wesentlicher Punkt auf der "To-do-Liste" seines Schützlings: "Will Alex einen Grand Slam-Titel, dann muss er solche Spieler wie die Bryans schlagen." Auch für ÖTV-Sportdirektor Clemens Trimmel zählen Peya / Soares zumindest zu leichten Favoriten auf den Titel: "Das, was die beiden in den letzten Tagen geleistet haben, hat Hand und Fuß. Sie spielen sehr solide und ihr Auftreten auf dem Court strahlt Selbstvertrauen aus."

Lucas Miedler im Semifinale
Ähnlich souverän wie Peya bei den Herren agiert im Junioren-Bewerb auch Nachwuchstalent Lucas Miedler: Mit seinem deutschen Partner Maximilian Marterer besiegte er im Viertelfinale die französische Paarung Alexandre Favrot / Calvin Hemery mit 1:6, 6:3, 10:5 und trifft nun im Semifinale auf die an Nummer 5 gesetzten Chilenen Christian Garin / Nicolas Jarry. Schon im Jänner bei den Australian Open hatte der 16-jährige Muckendorfer Semifinal-Luft schnuppern können. Ob ihm diesmal vielleicht sogar der Einzug ins Finale gelingen könnte? Miedler-Trainer Norbert Richter: "Die Dichte und das Niveau ist hier enorm stark, fast jeder kann jeden schlagen."

> French Open: Herren-Doppel | LINK

Alexander Peyas French Open-Bilanz

2013: Semifinale / Partner: Bruno Soares
2012: 2. Runde / Partner: Leander Paes
2011: Achtelfinale / Partner: Christopher Kas
2009: 1. Runde / Partner: Philipp Petzschner
2008: 1. Runde / Partner: Jürgen Melzer
2007: 1. Runde / Partner: Björn Phau
2006: Viertelfinale / Partner: Björn Phau
2004: Achtelfinale / Partner: Rogier Wassen

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