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Peya / Soares verpassen die Revanche

Im US Open-Finale war es die Rückenverletzung von Alexander Peya (re.), die ihn mit Partner Bruno Soares an Leander Paes / Radek Stepanek scheitern ließen. Und auch im ersten Spiel des ATP-World-Tour-Finales in der Londoner O2-Arena sollten Peya / Soares an der indisch-tschechischen Paarung scheitern: 3:6, 7:5, 8:10.


London war bis dato ein Ort, den Alexander Peya meistens mit gemischten Gefühlen wieder verlassen hatte: In Queen's hatte er in diesem Jahr mit Dauerpartner Bruno Soares zwar das Finale erreicht, in Wimbledon 2013 und bei den Olympischen Sommerspielen im Vorjahr war hingegen bereits im Achtelfinale das Aus gekommen. Am Ende dieser Saison konnte Österreichs bester Doppelspieler aller Zeiten allerdings mit einem ordentlichen Adrenalinschub "im Gepäck" in die britische Metropolstadt reisen: Als vierter Österreicher nach Julian Knowle (2007 / Shanghai), Jürgen Melzer (2010 /, 2011) und Oliver Marach (2009, 2010) hatte er sich heuer erstmals für das ATP-World-Tour-Finale der acht besten Doppel-Teams der Welt in der O2-Arena qualifiziert. "Für uns war es das erklärte Ziel dieser Saison." Dass die Qualifikation für Masters nicht das höchste der Gefühle bleiben soll, steht für Peya außer Frage: "Wir wollen hier sicherlich um den Titel mitspielen. Diese Position haben wir uns erarbeitet." Möglich gemacht wurde dieses Karriere-Highlight durch eine Saison, in der sich Peya / Soares "durch ihre Leistungen selbst die Latte so hoch gelegt haben, dass bei einem Grand Slam das Semifinale fast nur mehr das Minimum für die beiden ist", so Peya-Coach Michael Oberleitner.

"Davidoff, ein großer Teil des Erfolgs"

Das österreichisch-brasilianische Duo hatte heuer zehn Endspiele erreicht und die Turniere in Montreal, Valencia, Eastbourne, Barcelona und Sao Paulo für sich entschieden.Und im Endspiel der US Open war es "bloß" eine Rückenverletzung Peyas, die im Duell mit Leander Paes / Radek Stepanek den Traum vom ersten Grand Slam-Titel zerplatzen ließ. Eines der Erfolgsrezepte des nach Bob Bryan / Mike Bryan zweitbesten Doppels der Welt hört dabei auf den Namen Scott Davidoff: "Er ist ein großer Teil unseres Erfolgs. Wir haben mit ihm während der letzten 12, 14 Monate sehr viel gearbeitet. Ich glaube, das Resultat sieht man derzeit am Court", hatte sich Peya vor wenigen Wochen während einer US Open-Pressekonferenz beim 42-jährigen US-Coach bedankt. "Bestimmte Teile (während eines Matches oder im Training; Anm.) kann man alleine absolvieren. Man benötigt allerdings einen guten Coach, um diese Einzelteile zu einem Ganzen zusammenzufügen. Scott hilft uns dabei sehr viel."

Keine Revanche für New York
Im ersten Gruppenspiel des ATP-World-Tour-Finales trafen Peya / Soares um 13:00 Uhr MEZ auf ihre "alten" Bekannten aus dem US Open-Finale, Paes / Stepanek, und auch diesmal sollten das oft geniale Händchen Paes' und die Routine Stepaneks über Peyas und Soares' Konstanz dominieren: Mit dem ersten Break im Match - bei Peya-Aufschlag - ging das indisch-tschechische Duo mit 4:2 in Führung, die nach 36 Minuten Spielzeit zum ersten Satzgewinn (6:3) verwertet wurde. In Satz 2 konnten Peya / Soares zunächst zwei Breakchancen zum 2:0 nicht nutzen, die nächste konnten sie zum Satzgewinn (7:5) verwerten. Die Entscheidung musste im Match-Tiebreak fallen, in dem Paes / Stepanek rasch mit 3:0 und 4:1 ihn Front lagen und diese Führung auch nicht mehr aus der Hand gaben. Nach 1:42 Stunden Spielzeit mussten sich Peya / Soares den US Open-Siegern mit 3:6, 7:5, 8:10 geschlagen geben. Die weiteren Peya / Soares-Kontrahenten in der Gruppenphase sind zwei spanische Paarungen: Marcel Granollers / Marc Lopez und David Marrero / Fernando Verdasco.


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