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Davis Cup

Perfekte Bedingungen in der SalzburgArena

Kapitän Stefan Koubek ist ebenso guter Dinge wie sein Gegenüber, Nicolas Massu. Der Chilene sieht sein Team in der Favoritenrolle – aber nur auf dem Papier, wie er betont.

©GEPA-Pictures / Matthias Hauer (2)

Der Countdown für das Daviscup-Duell zwischen Österreich und Chile in der SalzburgArena läuft auf Hochtouren. Bei der traditionellen Pressekonferenz der Kapitäne sprachen Stefan Koubek und Nicolas Massu über die Ausgangslage ihrer Teams. Gespielt wird am Freitag und Samstag, der Sieger qualifiziert sich für das Weltgruppen-Finalturnier im November in Madrid.

„Im Daviscup haben wir bisher in Österreich nur gute Erfahrungen gemacht mit dem Publikum“, sagte Stefan Koubek. „So wird es auch in Salzburg sein. Hier ist alles perfekt, die Arena schaut super aus, der Sandplatz ist genau so, wie wir das haben wollten. Die Spieler fühlen sich sehr wohl.“ Über die Nominierung von Jurij Rodionov sagte der Kapitän: „Jurij ist mir schon in der Vergangenheit aufgefallen, er hat in Kitzbühel sehr gut gespielt, hat zuletzt zwei Top-100-Spieler geschlagen. Er kann fighten und spielt sehr gern für Österreich. Vom Charakter her ist er ein Typ, der der in einem vollen Stadion richtig aus sich heraus gehen kann. Es taugt ihm so richtig, vor vielen Fans zu spielen. Und Dennis Novak ist im Daviscup schon oft über sich hinausgewachsen. Er hat in Moskau und in Graz gegen Australien phänomenal gespielt.“

Über die Gäste weiß Koubek: „Chile hat ein sehr starkes Team und die Spieler präsentieren sich aktuell in sehr guter Form.“ Mit Nicolas Massu trifft Koubek auf einen ehemaligen Wegbegleiter: „Die Erinnerungen an ihn sind schlecht, denn ich habe beim Daviscup im Jahr 2009 gegen ihn in vier Sätzen verloren. Das Spiel hat mehr als vier Stunden gedauert, es war eisig kalt und das Ergebnis sehr knapp.“

"Das beste Team, das es seit meiner aktiven Zeit gibt"
Massu lebt und liebt den Daviscup. „Das war eines vom Größten in meinem Leben. Ich habe mit 16 Jahren zum ersten Mal gespielt, und mit 33 Jahren zum letzten Mal, also 17 Jahre insgesamt. Es ist eine große Ehre, sein Land zu repräsentieren, in Chile hat der Daviscup eine außergewöhnliche Bedeutung. Wir haben junge Spieler im Team, die sich in den vergangenen fünf Jahren sehr gut entwickelt haben. Ich denke es ist das beste Team, das es seit meiner aktiven Zeit gibt. Und wir träumen davon, das Finale der Weltgruppe zu erreichen. Es wäre großartig, wenn uns das hier gegen Österreich gelingen würde.“

Sofort nach der Auslosung habe er sich intensiv mit allen österreichischen Spielern beschäftigt. „Ich habe auch die Challenger verfolgt, daher bin ich auch gut informiert über den Debütanten Jurij Rodionov. Es ist mein Job als Daviscup-Kapitän, alles im Auge zu haben.“ Ob es ein Vorteil für Chile sei, dass Dominic Thiem nicht spielt? „Dominic ist für die ganze Tenniswelt ein extrem wichtiger Spieler, auf Sand ist er für mich zwischen Top 3 und Top 5. Österreich hat auch ohne ihn eine sehr gute Mannschaft. Vom Ranking her betrachtet sind wir die Favoriten. Aber das steht nur auf dem Papier.“

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