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PALERMO/MONS/JOUNIEH: MARTIN FISCHER VERPASST NUR KNAPP DAS DOUBLE, MARTIN SLANAR UND PATRICIA MAYR SCHEITERN IM SEMIFINALE

In Palermo gewinnt Martin Fischer (Bild) mit Philipp Oswald das Doppel und verpasst nur knapp den Einzeltitel. In Mons bzw. Jounieh wurden Martin Slanar bzw. Patricia Mayr hingegen bereits eingebremst.


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"Abschluss einer super Woche"
(11.10.2010)
Zwei Mal hatte Martin Fischer die Chance, als Turniersieger bei dem mit 42.500 Euro dotierten ATP-Challenger-Turnier in Palermo vom Platz zu gehen - ein Mal ist es ihm tatsächlich gelungen. Der Vorarlberger muss sich im Endspiel des mit 42.500 Euro dotierten ATP-Challenger-Turniers auf Sizilien der Nummer 138 der Welt, dem Ungarn Attila Balazs, mit 6:7(4), 6:2, 1:6 geschlagen geben. Das Duell der beiden Kontrahenten dauert zwei Stunden und sieben Minuten. "Im Einzel hat mir zum Schluß die Kraft gefehlt", so "Fisch" danach, "mit vereinten Kräften gelang uns (mit Philipp Oswald; Anm.) im Doppel aber zumindest ein versöhnlicher Abschluss einer super Woche." In seinem Internet-Tagebuch auf www.martinfischer.co.at analysiert Österreichs Neo-Daviscupper die Gründe für die Niederlage: "Im heutigen Finale gegen Balazs merkte ich dann von Beginn weg, dass ich nicht die Spritzigkeit von den Tagen zuvor hatte. Doch ich glaubte an meine Chance und die kam auch. Nach engem ersten Satz ging Durchgang zwei relativ klar auf meine Seite. Doch just dann, als man das Gefühl hatte, es könnte funktionieren, stockte der Motor. Ich nahm das ganze Match über hohes Risiko, um nicht zu viel Kräfte lassen zu müssen. Doch dafür braucht es auch exakte Beinarbeit, und die war zum Schluß schlicht weg nicht mehr vorhanden. Zu dem konnte er dann auch einen Gang raufschalten, zu viel für mich. Aber ich darf nicht jammern, das hätte auch gestern schon ins Auge gehen können! Dafür hat es im Doppel noch geklappt. Ossi und ich drehten das Match vom Vortag (wurde wegen Regens nach einem Satz verschoben; Anm.) und kürten uns zum zweiten mal in Folge zu den Königen von Palermo." Das Resultat: 4:6, 6:2, 10:6.

"Die Sonne scheint in Palermo"

(10.10.2010)
2009 hatten sie die Turniersiege in Kolding (DEN), Palermo (ITA), Todi (ITA) sowie die Semifinale in Eckental (GER) und Tarragona (ESP) auf ihrer Doppel-Erfolgsliste. 2010 holten Martin Fischer und Philipp Oswald bisher gemeinsam den Turniersieg in Ostrau (CZE), den Turniersieg in Kyoto (JAP), das Semifinale in Jersey (GBR) und das Viertelfinale in Arad (ROU). Beim Sicilia Classic, einem mit 42.500 Euro dotierten Challenger in Palermo, kam das an Nummer 1 gesetzte Duo aus dem Ländle erneut ins Semifinale und traf dort auf Flavio Cipolla/Alessio Di Mauro. Nach verlorenem ersten Satz übernahmen die beiden Vorarlberger das Kommando und gaben das Match nicht mehr aus der Hand. Das Resultat: 4:6, 6:1, 10:5. Im Finale bekommen es Fischer/Oswald mit den an Nummer 2 gesetzten Italienern Alessandro Motti/Simone Vagnozzi zu tun. Vor genau einem Jahr hatte in Palermo die Zusammenarbeit der beiden mit Trainer Jogi Kretz begonnen. Nach Fischers Erstrunden-Match im Einzel "sind wir zusammengesessen und haben ein bisschen geplauder", so Fischer. "Wir haben ein bisschen die damalige Situation mit der heutigen verglichen … schön zu sehen wie groß die Fortschritte sind." Im Einzelbewerb steht "Fisch" nach seiner dramatischen Semifinal-Partie gegen Matteo Viola (ITA) ebenfalls im Endspiel: Der Vorarlberger rang den Lokalmatador, der im Achtelfinale Andreas Haider-Maurer bezwungen hatte, nach 2:48 Stunden mit 6:2, 4:6, 7:6(6) nieder. Dabei hatte er zuerst vier Matchbälle vergeben, dann zwei abgewehrt und letztendlich doch gewonnen. Im Kampf um den zweiten Challenger-Titel seiner Karriere nach Oberstaufen im Juli dieses Jahres trifft der Vorarlberger am Sonntag um 15:00 Uhr auf den ungesetzten Ungarn Attila Balazs. Im Anschluss daran ist das Doppelfinale angesetzt. In seinem Internet-Tagebuch auf www.martinfischer.co.at  fasst Fischer die Ereignisse der letzten Tage kurz und bündig zusammen: "Die Sonne scheint in Palermo."

Ein Wiener unter den besten vier
Eine ähnlich positive Saisonbilanz könnte bereits jetzt auch Martin Slanar ziehen: 2009 hatte er im Doppel den Turniersieg in Kyoto (JAP), das Finale in Cherbourgh (FRA) und das Semifinale in Wroclaw (POL) als Highlights auf seiner Plus-Minus-Liste, die 2010 schon wesentlich "fetter" ist: Turniersieg in Reggio Emilia (ITA), Turniersieg in Cremona (ITA), Turniersieg in Kairo (EGY), Finale in Trnava (SVK), Finale in Genf (SUI), Finale in Begrad (SRB), Semifinale in Oberstaufen (GER), Semifinale in Dallas (USA). Bei dem mit 106.500 Euro dotierten Challenger im belgischen Mons kam er in dieser Turnierwoche mit Partner Adil Shamasdin (CAN) erneut bis ins Semifinale. Dort waren Filip Polasek/Igor Zelenay allerdings eine Nummer zu groß: Die an Nummer 1 gesetzten Slowaken siegten nach 65 Minuten mit 6:4, 6:3.

Eine Tirolerin kurz vor dem Gipfel gescheitert
Semifinal-Luft - 2010 zum vierten Mal nach Olomouc (CZE), Tevere Remo (ITA), Zlin (CZE), Jounieh (LEB) - durfte beim 100.000-Dollar-Turnier in Jounieh auch Patricia Mayr schnuppern. Ohne Satzverlust war Österreichs Nummer 4 ins Viertelfinale vorgestoßen und hatte beim Stand von 6:0, 2:1 von der Aufgabe ihrer Gegnerin Zuzana Kucova (SVK) profitiert. Mit ihrer Semifinal-Gegnerin Matthilde Johansson (SWE) hatte Mayr eigentlich och eine Rechnung offen geahbt: Im bisher einzigen Aufeinandertreffen der beiden hatte die Schwedin 2008 beim 100.000-Dollar-Turnier in Athen 3:6, 3:6 gewonnen. Doch auch im zweiten Duell der beiden ist Mayr der "Ausgleich" nicht gelungen: Mayr unterlag Johansson mit 6:2, 6:7(6), 0:6.

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