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ATP

OSTRAU: AUS DER TRAUM VOM VIERTELFINALE! NICO REISSIG KÄMPFT BIS ZUM UMFALLEN, UNTERLIEGT TROTZDEM IN ZWEI SÄTZEN

Bei dem mit 42.500 Euro dotierten Challenger verhinderte David Guez mit seinem 6:3, 6:4 über Nico Reissig (Bild) den erstmaligen Einzug des jungen Salzburgers ins Viertelfinale eines Challengers.

OSTRAU

28. April 2011

"ÖSTERREICHER"-SCHRECK GUEZ.
In Monza vor zwei Wochen hatte er Thomas Muster auf seiner Abschussliste, in Ostrau kam mit Nico Reissig (ATP 529) der nächste Österreicher dazu: Im Achtelfinale des mit 42.500 Euro dotierten Challenger-Turniers besiegte David Guez (FRA) den 22-jährigen Salzburger mit 6:3, 6:4 und zerstörte damit Reissigs Traum vom erstmaligen Einzug in ein Challenger-Viertelfinale. Im Duell der beiden Rechtshänder hatte der 166. der Weltrangliste aus Marseille insbesondere bei den langen Ballwechseln von der Grundlinie das bessere Ende für sich. "Guez ist ein enorm unangenehmer Gegner", so Reissig-Coach Gilbert Schaller, "der keinen Ball herschenkt und sehr solide spielt." Nach 34 Minuten war Satz 1 vorbei, der zweite Satz startete mit einer wahren Break-"Orgie": Gleich zu Beginn nahm der 28-jährigen Franzose Reissig das Service zum 0:1 ab, der Schaller-Schützling konnte mit seinem Rebreak zum 2:2 ausgleichen, um sich dann von Guez sofort wieder den Aufschlag zum letztendlich vorentscheidenden 2:3 abnehmen zu lassen.

"BIN SEHR ZUFRIEDEN". Beim Stand von 4:3 für Guez bot sich Reissig noch einmal die Chance, ins Match zurückzukommen, das ÖTV-Talent aus Oberndorf konnte seine drei Breakchancen allerdings nicht nutzen. Noch drastischer war dann die Situation beim Stand von 5:4 für Guez: Reissig erkämpfte sich insgesamt zehn (!) Breakchancen, "hat sehr gutes Tennis gespielt und mit Guez toughe Rallies gespielt. Was ihm letztendlich allerdings das Match gekostet hat, waren zwei, drei Games, in denen er mit 40:0 geführt hat, aber das Game nicht geholt hat. Im Moment hat er noch das Manko, dass er in derartigen Games zu früh riskiert, anstelle das Game ruhig nach Hause zu spielen. Trotzdem bin ich mit seiner Leistung sehr zufrieden. Die Richtung, in die er gehen will, passt. Die Sachen, die wir trainieren, setzt er mehr und mehr im Match um." In der kommenden Woche steht für Reissig die Qualifikation für das Challenger in Rom am Programm.



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