Zum Inhalt springen

On Tour: Thiem & Melzer im Semifinale!

Bei dem mit 30.000 Euro dotierten Turnier in Casablanca erreichte Dominic Thiem (re.) zum dritten Mal in seiner Karriere das Semifinale eines Challenger-Turniers: Österreichs Nummer 3 besiegte Lamine Ouahab mit 6:3, 0:6, 6:4. Ebenfalls in die Runde der letzten vier ist Gerald Melzer eingezogen, der AHM-Bezwinger Mohamed Safwat mit 6:4, 6:4 eliminierte. In Paris-Bercy erreichte Alexander Peya das Viertelfinale, in Genf Philipp Oswald (mit Frantisek Cermak) und Oliver Marach (mit Florin Mergea) das Halbfinale.


Als absoluter Favorit war Dominic Thiem (ATP 142) in seine Viertelfinal-Partie gegen Lamine Ouahab (ATP 254) gegangen, als Sieger ging der an Nummer 3 gesetzte Niederösterreicher nach 1:37 Stunden Spielzeit bei dem mit 30.000 Euro dotierten Challenger-Turnier tatsächlich auch vom Platz. Österreichs Nummer 3 besiegte den 28-jährigen Algerier mit 6:3, 0:6, 6:4 und trifft nun im Semifinale auf Filip Krajinovic (SRB), der beim Stand von 7:6(4), 0:0 aufgrund der Aufgabe des topgesetzten Tschechen Jan Hajek kampflos weiterkam. Im ersten Satz nahm Thiem seinem Gegenüber den Aufschlag zum 4:2 ab, Ouahab konterte mit dem Rebreak zum 4:3, Thiem wiederum mit dem Break zum 5:3. Nach 30 Minuten servierte er zum Satzgewinn aus. Im zweiten Satz riss hingegen beim Österreicher komplett der Faden - kein Gamegewinn, 0:6 nach 53 Minuten. Ein komplett anderes Bild dann in Satz 3, ein Kampf auf Biegen und Brechen: Thiem-Break zum 1:0, 2:0, 2:1, 3:1, 3:2, Ouahab-Break zum 3:3, Thiem-Rebreak zum 4:3, 5:3, 5:4, 6:4. Marokko ist offensichtlich ein "Boden", auf dem sich der Schützling von Günter Bresnik extrem wohl fühlt: Am 21. September 2013 feierte er in Kenitra seinen ersten Challenger-Titel, im November bzw. Dezember 2012 hatte er sich in Fes bzw. Oujda Future-Titel Nummer 1 bzw. 2 geholt.

Zweites Semifinale für Gerald Melzer
Zumindest am Papier wäre in Casablanca ein rein österreichisches Finale durchaus möglich, denn nach Thiem zog auch Gerald Melzer (ATP 184) in die Runde der letzten vier ein: Österreichs Nummer 4, in Casablanca an Nummer 6 gesetzt, besiegte Mohamed Safwat (ATP 225), der im Achtelfinale Andreas Haider-Maurer (ATP 113) in zwei Sätzen eliminiert hatte, mit 6:4, 6:4 und erhöhte damit im Head-to-Head auf 2:0 - im Semifinale des Futures in Ruanda hatte Melzer 2011 sein bis dato einziges Duell mit dem Ägypter in zwei Sätzen für sich entschieden. Für Melzer bedeutet der Erfolg in Marokko den Einzug in sein zweites Challenger-Semifinale, nach Brasov 2013. Für den Schützling von Ingo Neumüller läuft derzeit vieles nach Plan. Nachdem er Anfang Oktober in Ruanda sein letztes Future-Turnier gewonnen hatte, hatte der 23-jährige Niederösterreicher angekündigt, es künftig "nur mehr bei größeren Turnieren zu versuchen." Gegner im Kampf um sein erstes Challenger-Endspiel wird der Sieger der Partie Flavio Cipolla - Potito Starace sein.

Marach_1

Alexander Peya: Harter Weg ins Viertelfinale
Eine Woche vor seinem absoluten Saison-Highlight verlängert auch Alexander Peya (ATP 4) seine aktuelle Hochform, wenn auch nicht absolut problemlos: Mit Dauerpartner Bruno Soares ("Sehen einander öfter als unsere Familien") an seiner Seite stieg er nach einem Freilos in Runde 1 mit einem 7:6(4), 6:7(1), 10:8-Sieg über Fabio Fognini / Andreas Seppi in das ATP 1000-Turnier BNP Paribas Masters in Paris ein. Im Viertelfinale trifft das zweitbeste Duo der Welt auf Santiago Gonzalez / Scott Lipsky. Zwei Mal waren der Mexikaner und der Amerikaner Peya / Soares in dieser Saison bereits gegenüber gestanden: Im Viertelfinale von Cincinnati hatten sich Österreichs und Brasiliens Nummer 1 geschlagen geben müssen, in der zweiten Wimbledon-Runde hatten sie die Nase vorne gehabt. Sollte alles nach "Plan" verlaufen, könnte auch in der Stadt der Liebe das Endspiel wieder lauten: Bob Bryan / Mike Bryan - Alexander Peya / Bruno Soares. Wie die beiden Weltranglisten-Ersten zu schlagen sind, hatten Peya / Soares zuletzt im Finale von Valencia bewiesen.

Oswald und Marach im Semifinale
Auch beim Hardcourt-Turnier in Genf (64.000 €) demonstrieren heimische Doppel-Spieler derzeit, dass sie bei der Frage "Wer holt den Titel?" ein entscheidendes Wörtchen mitreden werden: Während Philipp Oswald mit Partner Frantisek Cermak - nachdem Thiemo de Bakker / Thomas Schoorel zum Viertelfinale nicht antreten konnten - kampflos ins Halbfinale einzogen, musste das topgesetzte österreichisch-rumänisch Duo Oliver Marach / Florin Mergea ihren "Job" gegen Matthias Bachinger / Jan-Lennard Struff bis zuletzt erledigen: Mit ihrem 6:2, 7:6(3)-Sieg zogen die beiden ebenfalls ins Semifinale ein und treffen dort auf Franko Skugor / Simon Stadler. Zuletzt hatte Marach (Bild oben) mit Julian Knowle an seiner Seite in Basel das Endspiel erreicht. Mit Partner Florin Mergea hatte er Mitte Oktober das Challenger-Turnier in Rennes gewonnen. Oswald / Cermak treffen in ihrem Halbfinale auf den Sieger der Partie Jesse Huta Galung / Konstantin Kravchuk - Ken Skupski / Neal Skupski.


> ATP-Turnier in Paris (2,645.495 €) | Website
> ATP-Turnier in Genf (64.000 €) | Website
> ATP-Turnier in Casablanca (30.000 €) | Website

Top Themen der Redaktion

ATP

"Es war ein Vergnügen - auch wenn ich verloren habe"

Dominic Thiem unterlag bei den ATP-Finals in London zum zweiten Mal in Folge im Endspiel. Der Niederösterreicher musste sich dem Russen Daniil Medvedev, der mit Fortdauer der Partie immer stärker wurde, in drei Sätzen geschlagen geben.

Wochenvorschau

23. - 29. November 2020

Kalenderwoche 48: Wer? Wann? Wo?

Talent Filip Misolic hat sich in Bratislava für die Qualifikation eingetragen.