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On Tour: Marach siegt! Novak gewinnt!

Vier Österreicher kämpften an diesem Sonntag in Paris, Genf und Heraklion um den Turniersieg, zwei konnten tatsächlich als Turniersieger vom Platz gehen: Oliver Marach (re.) in Genf und Dennis Novak (ganz rechts) in Heraklion. In Paris konnten sich die Bryans für ihre Niederlage in der Vorwoche an Alex Peya / Bruno Soares revanchieren.


Vier Mal wollte es bis vor kurzem nicht klappen mit dem ersten Sieg über das über Jahre hinweg als unschlagbar geltendes Brüderpaar Bob und Mike Bryan: In Queen's und Madrid scheiterte Alexander Peya mit Bruno Soares an seiner Seite im Finale, bei den French Open und in Memphis mussten sich die beiden jeweils im Semifinale geschlagen geben. In der Vorwoche war es dann mit dem Finalsieg in Valencia endlich soweit, eine Woche später "revanchierten" sich die Bryans im Endspiel des ATP 1000-Turniers BNP Paribas Masters in Paris und gewannen ganz klar mit 6:3, 6:3. Peya / Soares verpassten damit ihren zweiten Triumph bei einem ATP-Masters-1000-Turnier nach dem Erfolg in Montreal im August. "Gegen sie", hatte Peya vor kurzem in einem Interview die Siegesstrategie definiert, "muss man den Satz so lange wie möglich ausgeglichen gestalten und dann jede kleine Chance nützen. Wenn sie nach einem frühen Break weg marschieren, sind sie sogar noch besser." Die nächste Chance auf einen Sieg gegen die Bryans bietet sich Österreichs bestem Doppelspieler aller Zeiten in der kommenden Woche beim ATP-World-Tour-Finale in London. Dort bekommen es die beiden in der Gruppe B mit Marcel Granollers/Marc Lopez (ESP), David Marrero/Fernando Verdasco (ESP) und Leander Paes/Rade Stepanek (IND/CZE) zu tun. Die Gruppe A setzt sich aus Bob und Mike Bryan (USA), Dodig/Melo (CRO/BRA), Qureshi/Rojer (PAK/NED) und Fyrstenberg/Matkowski (POL) zusammen.

Olli Marach schlägt "Pippo" Oswald
Auch beim Hardcourt-Turnier in Genf demonstrierten heimische Doppel-Spieler bis zuletzt, dass sie bei der Frage "Wer holt den Titel?" ein entscheidendes Wörtchen mitreden werden: Bei dem mit 64.000 Euro dotierten Challenger-Turnier kam es nämlich zu einem österreichischen Duell im Finale, bei dem letztendlich der topgesetzte Davis Cupper Oliver Marach mit Partner Florin Mergea als 6:4, 6:3-Sieger gegen das an Nummer 2 gesetzte Duo Philipp Oswald / Frantisek Cermak vom Platz gehen konnte. Mit Partner Julian Knowle hatte Marach zuletzt in Basel das Endspiel dieses ATP 500-Turniers erreicht, den letzten Turniersieg hatte er mit Florin Mergea Mitte Oktober beim Challenger in Rennes verbucht.

Dritter Turniersieg für Dennis Novak

Bei dem mit 10.000 Dollar dotierten Future-Turnier in Heraklion hatte auch Dennis Novak (ATP 409) das Endspiel erreicht und ging gegen den an Nummer 5 gesetzten Italiener Federico Gaio als klarer 6:4, 6:2-Sieger vom Platz. Der 20-Jährige hatte in dieser Saison bereits bei fünf Turnieren das Endspiel erreicht, in Wels und Netanya gewann er diese Finale. In Heraklion hatte der an Nummer 4 gesetzte 20-jährige Niederösterreicher zum Auftakt von der Aufgabe Martin Fafls - beim Stand von 6:4, 1:2 - profitiert. Im Achtelfinale drehte er das Match gegen den Griechen Markos Kalovelonis doch noch zu seine Gunsten und ging als 3:6, 6:3, 6:2-Sieger vom Platz. Im Viertelfinale eliminierte er Tom Kocevar-Desman mit 6:3, 6:3 und überließ auch im Halbfinale seinem Gegner, dem Franzosen Laurent Malouli, keinen Satzgewinn. Mit seinem 7:6, 6:3-Sieg hatte sich Novak für sein sechstes Finale in dieser Saison qualifizieren.



LINKS

> ATP-Turnier in Paris (2,645.495 €) | Website
> ATP-Turnier in Genf (64.000 €) | Website
> ITF-Turnier in Heraklion (10.000 $) | Website

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