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On Tour: Klaffner verliert hauchdünn!

In Frankreich, Nigeria, Spanien & Co sind derzeit noch österreichische SpielerInnen im Einsatz. Die besten Chancen auf einen Finaleinzug hatte Melanie Klaffner (re. o.), die sich im Viertelfinale des 25.000-Dollar-Turniers in Lagos an Tadeja Majeric für ihre Niederlage aus der Vorwoche allerdings nicht revanchieren konnte: 6:0, 6:7, 3:6. In Poitiers verpasste Tamira Paszek (re. u.) mit ihrer 4:6, 3:6-Niederlage gegen Alexandra Catandu ihr zweites Viertelfinale 2013.


Das Jahr 2012? Für Melanie Klaffner war es mehr eine Ansammlung von Herausforderungen als von Erfolgen. Nach ihrem fünften Titel auf ITF-Ebene in Leimen wurde sie von Verletzungen (Fersensporn, Bänderriss), Seelenschmerzen (Tod ihres Großvaters) und einem Autounfall (schwere Prellungen, Blutergüsse) weit zurückgeworfen. Das Jahr 2013? Mit fünf Turniersiegen (Zlin, Phuket, 2 x Sharm El Sheik, Muzaffarnagar) und einem Finale (Ystad) ist es bisher das genaue Gegenteil. Und auch im heutigen Viertelfinale des mit 25.000 Dollar dotierten ITF-Turniers in Lagos (NGR) schien es lange Zeit so, als würde die Kurve im Leben der 23-jährigen Oberöstereicherin weiterhin konstant nach oben gehen: In ihrem 14. Viertelfinale in dieser Saison ging Klaffner rasch mit 6:0 in Führung, musste sich letztendlich aber der topgesetzten Slowenin Tadeja Majeric (WTA 117), der sie bereits in der Vorwoche am gleichen Ort noch im Viertelfinale unterlegen war, mit 6:0, 6:7(6), 3:6 geschlagen geben. Im ersten Satz zog der Schützling von Jürgen Waber und Sybille Bammer („Ich habe durch die zwei extrem viel gelernt“) rasch auf 6:0 davon, im zweiten Satz fand Majeric besser zurück ins Match, nahm "Melli" das Game zum 4:3 und 5:4 ab, Klaffner konterte mit dem Break zum 5:5. Die Entscheidung fällt im Tiebreak, in dem Klaffner zwei Matchbälle nicht verwerten konnte, zugunsten der Slowenin. Ein ähnliches Bild dann auch im dritten Satz: Majeric breakt Klaffner zum 2:0, Klaffner kontert mit Breaks zum 1:2 und 3:2, daraufhin nimmt Majeric Klaffner das Game zum 3:3 ab und geht bei eigenem Aufschlag mit 4:3 in Führung. Das nächste Break - zum 5:3 für Majeric - sollte die Entscheidung bringen. Zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen scheitert Melanie Klaffner am gleichen Turnierort an der gleichen Gegnerin. Und nach Lagos? "Ich will jetzt möglichst viel Spielpraxis sammeln. Dann konzentriere ich mich auf die Australian Open. Das sind die Turniere, für die man trainiert."

Paszek scheitert im Achtelfinale
In der Vorwoche hatte sie im französischen Limoges erstmals seit Juni 2012 (Turniersieg in Eastbourne) wieder das Endspiel eines WTA-Turniers erreicht, eine Woche später kam bereits vorzeitig das Aus: Tamira Paszek, die vom Veranstalter des 100.000-Dollar-Turniers in Poitiers mit einer Wildcard "ausgestattet" worden war, musste sich der an Nummer 5 gesetzten Rumänin Alexandra Catandu, gegen die sie 2013 in der ersten Wimbledon-Runde mit 2:6, 5:7 verloren hatte, mit 4:6, 3:6 geschlagen geben und verpasste damit in ihrem 24. Turnier in dieser Saison den zweiten Einzug ins Viertelfinale eines WTA-Turniers. Trotzdem scheint es, als würde Österreichs Nummer 4, je näher sich das Saisonende nähert, wieder besser in Form kommen. Und das nach einer Saison, die bis dato für die 22-jährige Vorarlbergerin zum Vergessen war. „Es waren ein paar sehr harte Monate mit Krankheit und Verletzungen“, hatte Paszek schon vor Monaten gesagt. Dazu kam die Trennung von ihrem langjährigen Freund Georg Margreitter. "Ich hatte privat viel um die Ohren in den letzten Monaten." In der Weltrangliste war sie bis auf Platz 218 abgestürzt, mittlerweile steht hinter ihrem Namen die Zahl 199. In der kommenden Woche steht für Paszek das 75.000-Dollar-Turnier in Barnstaple am Programm.

LINKS

> WTA-Turnier in Poitiers (100.000 $) | Website
> WTA-Turnier in Lagos (25.000 $) | Website

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