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ATP

ON TOUR: ALEXANDER PEYA UND OLIVER MARACH BEENDEN IHRE DOPPEL-PARTNERSCHAFT

Die Erwartungen waren hoch, die Resultate hingegen nicht zufriedenstellend. Deshalb spielen Alexander Peya und Oliver Marach ab sofort mit anderen Partnern auf der ATP-Tour.



11. Mai 2012

"DIE REISSLEINE GEZOGEN".
Österreichs Top-Doppel Oliver Marach und Alexander Peya gab am heutigen Tag seine Trennung bekannt. Der Hauptgrund für die Trennung liegt, so Alexander Peya, in den nicht erfüllten Erwartungen der beiden. „Wir sind mit großen Erwartungen in diese Partnerschaft gegangen, die Ergebnisse waren leider nicht zufriedenstellend. Noch dazu sind wir in einem Alter, in dem man nicht ewig darauf warten kann, ob es vielleicht doch noch besser wird. Deshalb muss man – auch wenn es für uns beide nicht schön ist – die Reißleine ziehen.“ Oliver Marach, den seit Monaten immer wieder diverse Verletzungen plagten, glaubt, dass u. a. auch deshalb die bisherige Saison nicht nach Wunsch verlaufen ist. „Zuerst konnte ich aufgrund meiner Handgelenksverletzung den gesamten Winter nicht trainieren – deshalb war es keine große Überraschung, dass wir bei den Australian Open in der ersten Runde verlieren. Umso größer war die Überraschung, dass wir das nächste Turnier (Auckland; Anm.) gewinnen. Danach hab ich mir allerdings einen Bandscheibeneinriss zugezogen, bin für die Davis Cup-Woche aber doch noch fit geworfen. Unmittelbar danach hab ich beim nächsten Turnier erneut einen Bandscheibeneinriss gehabt und hab wieder drei Wochen pausieren müssen. Es ist also immer wieder auf und ab gegangen.“

PEYA MIT PAES, MARACH MIT ZEBALLOS. Ein Wechselbad der Gefühle, das auch am Platz ihre Wirkung zeigte. Marach: „Oft war es so, dass der eine gut und der andere schlecht war und umgekehrt.“ Begonnen hatte das rein-österreichische Duo seine sportliche Partnerschaft bereits im Vorjahr mit einem Turniersieg (Hamburg) und einem Finaleinzug (Belgrad). 2012 sollte aus dem nur sporadisch miteinander spielenden Duo eine fixe Paarung werden. Die sportlichen Highlights in dieser Saison: In Auckland holten sie sich den Turniersieg, in Barcelona erreichten Peya / Marach das Semifinale, im Davis Cup-Viertelfinale sorgten sie gegen Marcel Granollers / Marc Lopez für Österreichs einzigen Punkt. „Gegen große Teams hat es oft aber nicht gereicht“ (Marach). Für ÖTV-Sportdirektor und Davis Cup-Captain Clemens Trimmel ist es „schade, dass es letztendlich doch nicht funktioniert hat. Manchmal kann man es halt nicht erzwingen.“ Wie es weiter geht? Das nächste große Highlight, die French Open in Paris, wird Peya gemeinsam mit Leander Paes (IND) bestreiten, Oliver Marach spielt mit dem Argentinier Horacio Zeballos. Fixe Partner für die Turniere danach sind derzeit noch nicht bekannt.

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