Olympia: Der ÖTV unterstützt Peya und Marach

Das Tennis-Doppel wäre über die Weltrangliste provisorisch für die Olympischen Spiele qualifiziert. Marach fehlt allerdings ein Einsatz im Davis Cup, er erfüllt die Teilnahmebedingungen der ITF nicht. Der ÖTV und das ÖOC suchen um eine Ausnahmeregelung an.

Bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro wollen Alexander Peya (im GEPA-Bild links) und Oliver Marach (rechts) vom 6. bis 14. August 2016 im Herren-Doppel für Österreich auf Medaillenjagd gehen. Dass die wienerisch-steirische Paarung provisorisch über die Weltrangliste qualifiziert ist, gab die International Tennis Federation (ITF) heute bekannt. Peya, aktuell 19. im Doppel-Ranking, war 2013 die Nr. 3 und hat 14 Titel auf der ATP- Tour gewonnen; Marach ist derzeit 41., vor sechs Jahren war der 15-fache Turniersieger die Nr. 8. Das Duo ist drei Mal gemeinsam im Davis Cup angetreten, zuletzt 2012 in Spanien.

Es gibt allerdings einen Haken, der das Antreten des Doppels in Rio infrage stellt. Marach spielte in den vergangenen drei Jahren nur zwei Mal im Davis Cup, es fehlt ihm also ein dritter Einsatz, um die von der ITF geforderten olympischen Teilnahmebedingungen zu erfüllen. Die ITF räumt Marach nun eine Frist bis zum kommenden Davis Cup in der  Ukraine ein (15. bis 17. Juli), um den fehlenden Einsatz nachzuholen. Nur: Marach teilte Kapitän Stefan Koubek bereits mit, dass er die Reise nach Kiew nicht antreten werde.

Nun kommen der ÖTV und das ÖOC ins Spiel: Der Tennisverband und das Österreichische Olympische Comite werden an die ITF ein Ansuchen um eine Ausnahmeregelung für Marach stellen. Die ITF wird am 15. Juli entscheiden, ob diesem  Ansuchen Folge geleistet werden wird.  

Dominic Thiem, der als Nummer 8 natürlich ebenfalls die Spielerlaubnis bekommen  hätte, verzichtete bereits vor Wochen  auf den Start in Rio. Andreas Haider-Maurer, der aufgrund eines Protected Rankings spielberechtigt gewesen wäre, muss verletzungsbedingt passen. Jürgen Melzer, der 2004, 2008 und 2012 mit von der Partie war, arbeitet nach der Schulter-Operation am Comeback. Österreichische Damen sind nicht qualifiziert.

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