Zum Inhalt springen

Verbands-Info

ÖTV-Präsident Brunner: "Die Kräfte sind gebündelt"

Seit einem Jahr hat der Österreichische Tennisverband ein neues Präsidium. In der Wiener Stadthalle zog ÖTV-Präsident Magnus Brunner eine positive Zwischenbilanz.

ÖTV-Geschäftsführer Thomas Schweda, ÖTV-Präsident Magnus Brunner und ÖTV-Sportdirektor Jürgen Melzer bei der Pressekonferenz in der Wiener Stadthalle. ©GEPA-Pictures

„Nach einem Jahr als Präsident des Österreichischen Tennisverbandes kann ich eine erste positive Zwischenbilanz ziehen. Wir haben es als Team geschafft, die Kräfte im Tennisverband zu bündeln“, sagt Magnus Brunner. „Und damit haben wir es gemeinsam geschafft, trotz Corona einen Aufschwung für den heimischen Tennissport zu erreichen.“

Drei Challenger-Turniere 2022
Vor allem die zwei ins Leben gerufenen Challenger-Turniere in Anif und Tulln sind ein wichtiges Zeichen. Bereits im nächsten Jahr kommt mit dem Turnier in Mauthausen das dritte Challenger-Turnier für Österreich hinzu. „Wir sind als neuer Vorstand mit dem Ziel gestartet, zumindest ein Challenger nach Österreich zu holen. Dass es im nächsten Jahr bereits drei Turniere sind, ist ein starkes Signal, vor allem für die Jugend“, sagt Brunner.

Der ÖTV wird auch in Zukunft die heimische Turnierlandschaft weiter stärken. „Mein Ziel ist hier ganz klar, im nächsten Schritt auch bei den Damen zumindest ein weiteres starkes Turnier nach Österreich zu holen.“

Besonders stolz ist Magnus Brunner, das Daviscup-Finalturnier nach Österreich geholt zu haben. „Wir haben von 25. bis 30. November Weltklasse-Tennis in Tirol zu erwarten, unter anderem den Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic. So können wir den heimischen Fans Weltklasse-Tennis vom Feinsten präsentieren. Das wird ein sportliches Großereignis, von der Wertigkeit her wie die Fußball-EURO 2008.“ Das Budget beträgt rund fünf Millionen Euro. „Ein großes Dankeschön geht an Bund, Land, Stadt, Wirtschaftskammer Tirol und Tirol Werbung für die Unterstützung.“

Die Kräfte gebündelt wurden auch in weiteren Bereichen. „Der ÖTV hat sich als Servicedienstleister für die Landesverbände, Vereine, Funktionäre und Mitglieder zu allen Covid19-Themen etabliert. Tennis konnte nach den diversen Lockdowns als eine der ersten Sportarten ausgeübt werden. Weiters gelang es uns beim Sportministerium zu erwirken, dass zirka 80 Hallen und Freiplätze für Spitzensportler während des Lockdowns geöffnet werden konnten. 1300 Spitzensportler, darunter 800 Jugendliche, durften also während des Lockdowns spielen.“

Weiterentwicklung der Top-Veranstaltungen
„Wir haben unsere Top-Veranstaltungen, etwa die HENN Bundesliga, weiterentwickelt. Bei den Staatsmeisterschaften in Oberpullendorf wurden erstmals parallel zur Allgemeinen Klasse die Rollstuhltennis-Staatsmeisterschaften ausgetragen. Und mit der ÖTV Challenge Series haben wir ein Format geschaffen, um unseren jungen Profis während der Zeit des Stillstands die Möglichkeit zur Praxis zu geben“, so der ÖTV-Präsident. Diese Erfolge sind ganz klar auf eine Teamleistung zurückzuführen. „Als Präsident werde ich von den Vizepräsidenten Elke Romauch, Martin Ohneberg und Georg Blumauer ausgezeichnet unterstützt. Ganz große Stützen im ÖTV sind die beiden Geschäftsführer: Thomas Schweda für den kaufmännischen Bereich und natürlich sind wir sehr glücklich, Jürgen Melzer als Sportdirektor gewonnen zu haben. Mit Jürgen konnten wir unsere Kompetenz ausbauen, er bringt uns sportlich voran!“

Jürgen on Tour
Jürgen Melzer, der am Mittwoch seine Abschiedsvorstellung auf der ATP-Tour gegeben hatte, ist seit 1. Jänner als ÖTV-Sportdirektor im Einsatz. In den ersten Wochen tourte er durch Österreich, um sich ein Bild vom Nachwuchs zu machen. Vor allem zwei Namen hebt Melzer hervor: Tamara Kostic und Joel Schwärzler, der in der Stadthalle vom ÖTV als "Nachwuchsspieler des Jahres" ausgezeichnet wurde. Natürlich wäre es besser, in der Jugend noch breiter aufgestellt zu sein, aber gerade diese beiden hätten sehr gute Perspektiven. Das Trainerteam in der Südstadt sei hervorragend aufgestellt. Mit Vlado Platenik habe man einen absoluten Spitzenmann nach Österreich geholt, der Slowake hat etwa schon Daria Kasatkina trainiert. "Und mit Philipp Wessely haben wir einen exzellenten Fitness-Coach für die jungen Talente. Gerade in diesem Bereich gibt es bei den meisten noch Aufholbedarf."

Stabile finanzielle Lage
„Wirtschaftlich befindet sich der Verband in einer sehr stabilen finanziellen Lage“, berichtet ÖTV-Geschäftsführer Thomas Schweda. „Das Sponsoringvolumen konnten wir im Jahr 2021 um 100.000 Euro erhöhen, 2022 ist ein Anstieg um nochmals 100.000 auf insgesamt 350.000 Euro geplant.“

Nicht zuletzt durch die Weiterentwicklung der Turnierlandschaft, der Bundesliga und diverser anderer Turniere wie die ÖTV Challenge Series, konnten deutlich mehr Zugriffe auf die Homepage und auf Social Media erzielt werden. „Dem Verband ist es sehr wichtig, den Tennissport attraktiv für die Jugend zu gestalten, um diese Zielgruppe auszubauen und die Digitalisierung voranzutreiben, im Sinne von Streaming  und Social Media in der Berichterstattung“, sagt Schweda.

Die ÖTV-Homepage verzeichnet mittlerweile zwei Millionen Unique User und über 80 Millionen Seitenaufrufe pro Jahr, die durchschnittliche Reichweite auf Facebook beträgt pro Jahr 3,600.000. Die Interaktionen betragen 81.000 (Steigerung gegenüber dem Vorjahr: +35,6%). Auch auf Instagram gehen die Zahlen nach oben: Die durchschnittliche Reichweite pro Jahr beläuft sich auf 1,500.000, die Interaktionen sind auf 169.000 gestiegen (+23,4%).

Top Themen der Redaktion

Davis Cup

Serbien wird der Favoritenrolle gerecht

Das Generali Austria Davis Cup Team musste sich zum Auftakt des Finalturniers in Innsbruck Serbien mit 0:3 geschlagen geben. Nachdem Gerald Melzer als besserer Spieler gegen Dusan Lajovic verloren hatte, ließ der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic…

Davis Cup

Lasset die Spiele beginnen!

Das Generali Austria Davis Cup Team startet am Freitag ab 16 Uhr gegen Serbien als Außenseiter ins Finalturnier in Innsbruck. Fix ist, dass Dennis Novak die zweite Partie des Tages gegen den Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic zu spielen hat.…

Davis Cup

"Wir unterschätzen unsere Gegner nicht!"

Der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic hat bei einer Pressekonferenz in Innsbruck seine Einschätzung über die Gruppengegner Österreich und Deutschland abgegeben.