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ÖTV-KADERSPIELER IM LSZ SÜDSTADT: DOMINIK WIRLEND (5)

Im September 2009 wurden die ÖTV-Südstadt-Kader neu strukturiert. Die Trainer der SpielerInnen werfen nun einen Blick hinter die Kulissen. Heute: ÖTV-Touring-Coach Thomas Weindorfer und ÖTV-Konditionstrainer Florian Pernhaupt über Dominik Wirlend.

DOMINIK WIRLEND

Stats & Facts

Name: Dominik Wirlend
Geb. datum, -ort: 29.1.1991, Salzburg
Größe: 191 cm
Körpergewicht: 88 kg
Hobbies: Computer, Fussball, Klettern, Musik

Schlaghand: rechts
bevorzugter Belag: Teppich
Spielanlage: agressiver, kräftiger Grundlinienspieler, spielt gerne lange Rallies
Stärken: Aufschlag
Trainer: Thomas Weindorfer, Jürgen Hager
Landesverband: OÖTV
Aktueller Verein: TC Lenzing

Schläger: Head
Saiten: MSV
Sponsoren: Topspin Head

Career High: ATP-1419 (7.8.2009)
Karrierehighlights:2009: Einzel: Viertelfinale beim La Vie Sport Junior Cup in Villach; Doppel: Viertelfinale beim Austria F8 und bei einem Future-Turnier in der Slowakei
2009: Doppel: Turniersieg bei den Airberlin German Juniors, Semifinale bei der Junioren-EM in Villach, Viertelfinale beim La Vie Sport Junior Cup in Villach, beim Interspa Slovakia Cup sowie bei der Copa Gerdau in Brasilien, Semifinale beim Austria F7

THOMAS WEINDORFER, Head Coach Touring (28.1.2010):

Ein Spieler, der wie eine Maschine arbeitet, sobald er sich ein Ziel gesetzt hat und sich in dieses Ziel „hineingebissen“ hat. Dann arbeitet von Anfang an mit einer hohen Intensität. Noch dazu ist er ist ein lustiger Bursche, der Spaß und Arbeit aber gut vereinbaren kann. Deshalb ist er für die gesamte Gruppe Gold wert, weil er dann über seine Grenzen gehen kann und alle anderen mitzieht. Er hat allerdings auch eine „schwarze“ Seite: Dominik ist ein Spieler, der v. a. im mentalen Bereich noch Riesenreserven hat. Er hat zwar einen guten ersten Aufschlag und spielt in seinen Matches v. a. die Anfangsphasen sehr gut. Mit Fortdauer der Partie „bricht“ er allerdings viel zu oft weg. Er kann mit Schwierigkeiten noch nicht gut umgehen – und das ist etwas, das er schleunigst lernen muss. Die Zeiten, wo man Matches glatt gewinnen konnte, sind nämlich längst vorbei. Im Training ist er zwar willig, in den Matches zerfleischt er sich aber oft selbst und bringt seine Leistung nicht bis zum Schluss. Bestes Beispiel dafür sind die Turniere in der Dominikanischen Republik Mitte Dezember, wo er sowohl gute als auch schlechte Partien gespielt hat. Die guten Partien waren fast immer „Schön-Wetter-Partien“, bei denen es von Anfang gut für ihn gelaufen ist und er geführt hat. Die schlechten Partien waren die, bei denen er einen schlechten Start gehabt hat und er viel zu früh – z. B. bei 1:3 im ersten Satz – „gebrochen“ ist. Ein Federer verliert in der ersten Runde der Australian Open seinen ersten Satz mit 4:6, bleibt aber ruhig und gewinnt in vier Sätzen. Über so eine Partie würde Dominik derzeit nicht drüber kommen. Er muss also im mentalen Bereich noch gewaltig zulegen und arbeitet deshalb sehr eng mit Markus Aufderklamm (ÖTV-Sportpsychologe; Anm.) zusammen.

FLORIAN PERNHAUPT, ÖTV-Konditionstrainer

In vielerlei Hinsicht ein absoluter Athlet, der seine Athletik aber oft schwer am Platz umsetzen kann. In der Sportmotorik, z. B. in der Ausdauer und der Schnelligkeit, hat er unglaubliche Werte, tut sich aber manchmal bei sportkoordinativen Übungen schwer. D. h. wenn während eines Trainings zu viele Dinge gleichzeitig zu machen sind, dann ist er leicht ablenkbar und definiert sich dann hauptsächlich über die Kraft und den Punch, wovon er zweifelsohne genug hat. Trotzdem ist das Gesamtbild noch nicht so stimmig wie wir es gerne hätten.

TEIL 6: MAXIMILIAN NEUCHRIST (8.2.2010)
TEIL 7: TRISTAN-SAMUEL WEISSBORN (11.2.2010)
TEIL 8: MICHAEL EIBL (15.2.2010)
TEIL 9: DOMINIC WEIDINGER (18.2.2010)
TEIL 10: PATRICIA HAAS (22.2.2010)
TEIL 11: JULIA DINHOF (25.2.2010)
TEIL 12: ANNA-MARIA HEIL (1.3.2010)

TEIL 4: GERALD MELZER (1.2.2010)

TEIL 3: DANIEL GEIB (28.1.2010)

TEIL 2: MARC RATH (25.1.2010)

TEIL 1: NICO REISSIG (20.1.2010)

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