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Fed Cup

ÖTV: JÜRGEN WABER FÜR WEITERE ZWEI JAHRE FED CUP-CAPTAIN

Auf Österreichs „neuen“ (alten) Fed Cup-Captain Jürgen Waber (Bild) und sein ÖTV-Team warten in Israel von 6. bis 9. Februar 2013 in der Europa-Afrika-Zone nicht nur am Court, sondern aufgrund der politischen Lage vor Ort auch im Umfeld des gesamten Fed Cup-Events harte Aufgaben.



FED CUP



10. Dezember 2012

WEITERE ZWEI JAHRE.
Der Österreichische Tennisverband hat den Vertrag mit Fed Cup-Kapitän Jürgen Waber um weitere zwei Jahre verlängert. Der 41-jährige Oberösterreicher, der diese Funktion von Alfred Tesar im Juli 2009 übernommen hatte, wird das ÖTV-Team damit bis (zumindest) Ende 2014 weiter betreuen. „Der ÖTV freut sich  über die weitere Zusammenarbeit mit ihm“, so ÖTV-Sportdirektor Clemens Trimmel, „er hat in den letzten Jahren bewiesen, dass er der richtige Mann für diese Aufgabe ist.“ Jürgen Waber musste, als er während des WTA-Turniers Generali Ladies Linz (9.10. – 14.10.2012; Anm.) „gefragt wurde, nicht lange überlegen. Das österreichische Nationalteam zu betreuen, ist eine besondere Aufgabe, auf die man stolz sein kann.“ Als aktuell härteste Aufgaben warten auf das ÖTV-Team einerseits die „Vorgabe“ des Verbandes, aus dieser schwierigen Division (Europa-Afrika-Zone; Anm.) herauszukommen, „um langfristig wieder mit den weltweit besten Teams mitzuspielen“ (Trimmel), und andererseits der Ort der nächsten Fed Cup-Begegnung: Gespielt wird die Europa-Afrika-Zone von 6. bis 9. Februar 2013 auf der Anlage des Municipal Tennis Clubs in Eilat (ISR).

"PLAN B DER ITF". Zwar wurde zwischen Israel und den radikalislamischen Hamas im Zusammenhang mit der Krise um den Gazastreifen am 21. November 2012 eine Waffenruhe vereinbart. „Es ist und bleibt aber trotzdem eine unsichere Situation“, so Waber, „die sich jederzeit ändern kann, und keine der teilnehmenden Nationen fährt gerne in ein Krisengebiet. Ich hoffe daher, dass die ITF auch einen Plan B hat. In den kommenden Tagen schickt die ITF einen offiziellen  Vertreter, der sich einen Eindruck über die Situation vor Ort verschaffen wird.“ Laut dem Österreichischen Außenministerium ist Eilat am Roten Meer derzeit problemlos zugängig. Es wird allerdings empfohlen, als Anreise den Weg über das Tote Meer zu wählen und nicht über die sogenannte „Route 12“ (Autobahn im Süden Israels) oder über die Wüste Negev einzureisen.

"SIND KEINE FAVORITEN". Die schärfsten Gegner im Kampf um den Aufstieg in die Weltgruppe II dürften in der Gruppe I, so Waber, „mehrere Nationen werden. Wir zählen dort sicherlich nicht zum Favoritenkreis.“ Da sich das Damentennis in den letzten Jahren sehr rasch weiterentwickelt hat, „und Nationen wie z. B. Rumänien oder England, die man vor Jahren noch unter „ferner liefen“ abgestempelt hat, heute in der Weltklasse mitspielen, wird es für Österreichs Tennis in den nächsten Jahren das Wichtigste sein, so viele SpielerInnen wie möglich unter die Top 100 zu bekommen, weil sie erst dort auf die wirklich erfahrenen Tour-SpielerInnen treffen und wertvolle Erfahrungen sammeln können.“ Für die kommenden Fed Cup-Begegnungen will Waber daher einerseits „auf verdiente und erfahrene Spielerinnen zurückgreifen, aber auch langsam beginnen, dem Nachwuchs Chancen zu geben, im Fed Cup Erfahrungen zu sammeln.“

RÜCKBLICK AUF 2012. In der Euro-Afrika-Zone des Fed Cups war von 2. bis 4. Februar 2012 für Tamira Paszek, Patricia Mayr-Achleitner, Yvonne Meusburger und Sandra Klemenschits das Minimalziel gewesen, den Klassenerhalt zu schaffen. Für den Aufstieg in die Weltgruppe II wäre der Gruppensieg sowie danach das Überstehen einer Play-off-Phase nötig gewesen. Ein Ziel, das nur knapp verfehlt wurde: Nach dem 2:1 gegen Estland zum Auftakt traf Österreichs Fed Cup-Team im Kampf um den Gruppensieg auf der Anlage des Municipal Tennis Clubs im israelischen Eilat auf Bulgarien und wahrte seine Chance auf ein Comeback in die Weltgruppe II: Patricia Mayr-Achleitner, Tamira Paszek sowie Yvonne Meusburger / Mayr-Achleitner besiegten Elitsa Kostova, Tsvetana Pironkova und Dia Evtimova / Pironkova mit 2:1 und beendeten damit die Gruppe A als Siegerinnen. Den nächsten Schritt in Richtung Weltgruppe II hätte das Team von Fed Cup-Captain Jürgen Waber am 4. Februar 2012 in der Nachmittagspartie in einem Play-off-Duell gegen den Sieger der Gruppe C - England – absolvieren können, lag allerdings nach den beiden Einzel-Partien bereits mit 0:2 in Rückstand und konnte sich damit nicht für das Weltgruppen II-Playoff (21. / 22. April 2012) qualifizieren. Damit verblieb das rotweißrote Team auch 2013 in der Europa / Afrika-Zone des Fed Cups.



FED CUP by BNP PARIBAS

Europa-Afrika-Zone, Gruppe I

6.2. – 9.2.2013, Municipal Tennis Club, Eilat (ISR)

Teams: Österreich, Weißrussland, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Kroatien, Georgien, England, Ungarn, Israel, Luxemburg, Niederlande, Polen, Portugal, Rumänien, Slowenien, Türkei


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