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ÖTV INTERN: NEUE BESETZUNG DES SPORTKOORDINATORS BEI TENNISAUSTRIA

Mit heutigem Datum tritt Elisabeth Habeler offiziell die Nachfolge von Marion Maruska als Sportkoordinatorin des Österreichischen Tennisverbandes an. In einem Interview plaudern beide Damen über ihre Arbeit und Visionen für Österreichs Tennissport!

Mit 15. September 2006 verabschiedet sich Marion Maruska von Ihren Kollegen bei Tennis Austria und übergibt ihren Arbeitsbereich an die ehemalige Nummer 203 der WTA-Weltrangliste, Elisabeth Habeler. Beide Damen plaudern über ihre Arbeit bei Tennisaustria und verraten ihre Visionen für den Österreichischen Tennissport.


Elisabeth, du trittst die Nachfolge von Marion Maruska an. In welcher Funktion wirst du tätig sein?
Ich werde die Funktion des Sportkoordinators des Österreichischen Tennisverbandes von Marion übernehmen. In den vergangenen drei Wochen konnte ich mich schon gut einarbeiten und die Strukturen des ÖTV kennen lernen.

Welche Aufgabenbereiche zählen zu deiner Tätigkeit?
In erster Linie werde ich die „rechte Hand“ von ÖTV-Sportdirektor Gilbert Schaller sein und alle administrativen Aufgaben für ihn erledigen. Darunter zählen die Vertiefung des Kontaktes zu den ÖTV-Kaderspielern, den Landesverbänden und allen ÖTV-Trainern. Weiters übernehme ich die Organisation von ÖTV-internen Meetings, die Vertragsgestaltung und Kommunikation mit den internationalen Verbänden ITF, WTA, ETA und ATP. Weiters freue ich mich auf organisatorische Tätigkeiten im Rahmen der Davis Cup und Fed Cup Events in Österreich.

Was sind die wichtigsten Punkte, die du im Rahmen deiner Arbeit verwirklichen möchtest?
Ich würde mir wünschen, dass es in Österreich wieder Spitzenspieler und Spielerinnen auf internationalem Top-Niveau gibt! Wenn es geht möchte ich für dieses Ziel meinen Beitrag leisten um die dazu notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen. Ich glaube, es sollten neue Aspekte ins Training eingebaut werden, wie z.B. die Intensivierung des Persönlichkeitstrainings für die einzelnen ÖTV-Kaderspieler mittels mentalen Techniken. Zusammenfassend glaube ich, dass wir in den nächsten Jahren sehr viel bewirken können und freue mich auf die Zusammenarbeit mit „Schilli’“ und dem gesamten Tennisaustria-Team.

Wie sahen eigentlich deine letzten Jahre seit dem Rücktritt vom Profitennissport aus?
Mit 23 Jahren habe ich meine aktive Laufbahn als Tennisprofi beendet, dann bin ich für ein Jahr nach Coral Gables, Miami gegangen und hab College Tennis gespielt. Danach kehrte ich nach Österreich zurück und begann mein FH Studium für Wirtschaftsberatende Berufe und parallel dazu arbeitete ich mich in unserem Familienunternehmen ein. 2003 beendete ich mein Studium und übernahm die Geschäftsführung und das Anlagenmanagement unserer Tennisakademie in Wr. Neustadt, im Freizeitzentrum Neudörfl und in der Krammerhalle Wr. Neustadt. Spezialisiert habe ich mich in dieser Zeit auf den Eventbereich mit der Veranstaltung und Organisation von Firmenturnieren, ÖTV-, NÖTV- und BTV-Turnieren.

Konntest du aus deiner Profikarriere für das Berufsleben Erfahrungen mitnehmen?
Ich würde sagen, dass die vier Jahre Profitennis und das eine College Jahr sich sehr positiv auf meinen späteren Beruf ausgewirkt haben. Die fürs Profitennis so wichtigen Eigenschaften, Zielorientiertheit, Duchhaltevermögen, Selbständigkeit und Disziplin, konnte ich für mein Berufsleben nutzen und sie waren mir sehr hilfreich. Außerdem konnte ich viele verschiedene Kulturen auf der ganzen Welt kennenlernen und diese Erfahrungen kann mir keiner wieder wegnehmen. Als Profisportler musst du ständig an deine Grenzen gehen und die mentalen Fähigkeiten weiter entwickeln, nur dann geht es immer weiter nach oben. Man darf nicht jammern, sondern Lösungen müssen gesucht werden – Die Zauberformel heißt „lösungsorientiertes“ Denken!

Beruf Tennisprofi – Wenn du wählen könntest, würdest du es noch einmal versuchen?
Definitiv JA! Ich würde es sofort noch einmal ausprobieren, aber diesmal meine Karriere zu Ende führen! Bei meinem ersten Versuch habe ich einfach zu früh aufgehört, es wäre viel mehr drinnen gewesen!

<font color="#6600ff"><i><b>Danke Elisabeth, viel Spaß und Erfolg bei deiner neuen Aufgabe als Sportkoordinator des Österreichischen Tennisverbandes!</b></i></font>


Marion, wenn du auf deine Arbeit bei Tennisaustria zurückblickst, was waren deine Highlights, die du miterleben konntest?
In den ersten drei Jahren meiner Tätigkeit hab ich noch viel studiert, erst als Poldi Platzer in Pension gegangen ist und ich den Job der Sportkoordinatorin übernommen habe, kamen weitere Aufgaben auf mich zu. Dadurch übernahm ich auch mehr Verantwortung und ich hatte sehr viel Spaß an der Arbeit. Die Highlights waren sicherlich unsere Veranstaltungen, wie die beiden FED-Cup Events 2002 und 2004 wo wir jeweils das Semifinale erreichten. 2002 war ich sogar selbst als aktive Spielerin dabei. Der Davis Cup in Pörtschach 2004 gegen England mit dem 3:2 Erfolg war auch ein Höhepunkt! Sehr positiv gestaltete sich auch die Zusammenarbeit mit Gilbert Schaller, der mit seiner professionellen Art, viele neue Aspekte eingebracht hat!

Welche Eindrücke über das Österreichische Tennis nimmst du mit in die Babypause?
In den letzten 5 Jahren meiner Tätigkeit hab ich die Strukturen von Tennisaustria genau kennen gelernt! Für mich ist ein deutlicher Aufwärtstrend im Österreichischen Tennissport zu erkennen, vor allem das Klubtennis und der Breitensportbereich, entwickeln sich auch Dank der Arbeit von Manfred Schmöller sehr gut. Die Klubs bieten wieder mehr für ihre Mitglieder an und setzen mehr Aktivitäten im Breitensport.
Im Leistungstennisbereich war meiner Meinung nach ganz wichtig, dass Stan Franker die Zentralisierung in die Südstadt vorgenommen hat. Dies war sicher kein leichter Schritt, aber ich weiß aus eigener Erfahrung, dass dies die beste Möglichkeit ist Top-Spieler heraus zu bringen. „Schilli“ hat dieses System von Stan Franker fortgeführt und baut diesen Gedanken immer weiter aus. Die Bedingungen in der Südstadt wurden in den letzten Jahren kontinuierlich verbessert und die Südstadt ist wieder „das“ Zentrum in Österreich, wo die angehenden Profis rundum am besten betreut werden. Natürlich war es auch von Vorteil, dass vom Bundeskanzleramt über die BSO eine große Förderung dazugekommen ist und dadurch das Sportbudget aufgebessert wurde und wir unsere Vorstellungen auch tatsächlich umsetzten konnten.

Wie siehst du das Österreichische Damentennis im internationalen Vergleich?
Ich freue mich sehr für Sybille Bammer, dass sie sich in den Top 50 etabliert hat! Das ist eine große Motivation für Österreichs Damentennis und liefert eine wichtige Orientierung für unsere jungen Spielerinnen. Auch Yvonne Meusburger steht kurz vor dem Sprung in die Top 100 und hat gute Chancen, sich dort zu behaupten. Ich setze sehr große Hoffnungen auf Tamira Paszek, Melanie Klaffner Niki Hofmanova., wobei Paszek schon am weitesten ist und kurz vor dem internationalen Durchbruch auf der WTA-Tour steht! Einerseits würde ich meinen, dass das Damentennis im ÖTV für die Zukunft gut gerüstet ist, andererseits könnte noch mehr gemacht werden! Die Basis, aus der neue Talente heranwachsen, müsste weiter ausgebaut werden.

Und das Herrentennis?
Ich wünsche mir dass, Jürgen Melzer wieder durchstartet und sich in den Top 50 etabliert, Stefan Koubek kämpft seit Jahren mit sich und seiner Form, Alex Peya verzeichnet einen starken Aufwärtstrend und ich wünsche ihm schon bald die Top 100. Oliver Marach hat heuer positiv überzeugt und liefert den Beweis, dass Hartnäckigkeit und Professionalität zum Erfolg führen. Zusammenfassend glaube ich, dass die Herren im Moment ganz gut dastehen, da bei vielen ein Aufwärtstrend zu erkennen ist! Aus der zweiten Reihen drängen Rainer Eitzinger, Andi Haider-Maurer , Martin Fischer und unsere anderen HSZ-Spieler nach!

Besteht die Möglichkeit, dass du in Zukunft wieder einen Job im Tennissport annehmen wirst?
Grundsätzlich JA, da ich dem Tennissport doch sehr verbunden bin! Tennis war mein Leben, ich hab immer mit Tennis zu tun gehabt, mit gewissen Einschränkungen kann ich mir eine Job im Tennissport gut vorstellen!

<font color="#6600ff"><i><b>Vielen Dank Marion, das gesamte ÖTV-Team wünscht dir alles Gute &amp; Liebe für die Zukunft und bedankt sich herzlich für deine Arbeit bei Tennisaustria!<br><br></b></i></font>
bh

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