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ÖTV INSIDE: DER BURSCHEN U16 KADER VON THOMAS TUNNER

Der ÖTV u16 Kader der Burschen wird seit 4 Jahren vom Tiroler Thomas Tunner betreut. Im ÖTV Inside Interview erzählt er über die Erfolge des letzten Jahres und seine Pläne mit den u16 Spielern für die Saison 2006.

Herr Tunner, was waren für Sie die Highlights des vergangenen Jahres?

Der u 16 Kader konnte sich 2005 zum 3. Mal hintereinander für das Finale der besten 8 europäischen Teams im Zuge des Junior Davis Cups qualifizieren! Wir erreichten dort als absoluter Außenseiter das Finale und wurden somit Vizeeuropameister. Das Finale gegen Frankreich fand vor circa 2000 Leuten am Center Court statt. Wir verloren im entscheidenden Doppel gegen Frankreich mit 1/2, jedoch qualifizierten wir uns durch diesen 2. Platz für die Weltmeisterschaft in Barcelona und belegten dort den 10. Platz.

Wurden aus Ihrer Sicht die Ziele für 2005 erreicht?

Aufgrund dieser Erfolge mit Sicherheit, allerdings hätte ich mir bei der Individual-Europameisterschaft bessere Ergebnisse meiner Mannschaft erwartet.

Wie sieht der aktuelle u16 Kader aus?

Aufgrund des alljährlichen Jahrgangssprunges hat sich der Kader bereits geändert. Derzeit spiele ich mit Walter Kubicka (Jg. 90 / WTV / ÖTV 1), ), Dominik Wirlend (Jg. 91 / OÖTV / ÖTV 2), Niki Moser (Jg. 90 / WTV / ÖTV 3), Maximilian Neuchrist (Jg. 91 / WTV / 5), Philip Ringer (Jg. 90 / OÖTV / ÖTV 6), Marcus Fux (Jg. 90 / NÖTV / ÖTV 12), Patrick Mayer (Jg. 90 / NÖTV / ÖTV 8), Lukas Hejhal (Jg. 91 / OÖTV / ÖTV 9) und Tristan Samuel Weissborn (Jg. 91 / NÖTV / ÖTV 14)

Wie ist die Stimmung unter den Spielern?

Es fand vor kurzem ein erster Lehrgang des neuen u16 Kaders im Bundessportzentrum Südstadt statt. Ich glaube, dass mir auch dieses Jahr wieder eine spielstarke Truppe zur Verfügung steht. Im Zuge dieses Lehrgangs zeigte sich auch, dass die Stimmung unter den Spielern und auch zu Ihrem Jahrgangscoach ausgezeichnet ist.

Wie läuft die Vorbereitung für 2006?

Die Vorbereitung begann mit dem Lehrgang in der Südstadt. Vom 20.-24. Jänner fanden die u16 Staatsmeisterschaften in Zell am Ziller statt wo Niki Moser sich im Finale gegen Paul Kügler durchsetzen konnte und mit Walter Kubicka auch den Doppeltitel holte. Die nächste Station war von 10. bis 12. Februar der Europe Wintercup in Istanbul. Aufgrund der guten Ergebnisse bei den Staatsmeisterschaften gingen wir mit Walter Kubicka, Niki Moser und Paul Kügler an den Start.

Österreich spielte gegen Russland, Serbien Montenegro, Slowenien, Schweden, Türkei und die Ukraine um den Aufstieg in die Endrunde des Wintercups 2006. Das Auftreten meiner Spieler war beim diesjährigen Wintercup am und außerhalb des Platzes sehr erfreulich. Leider spielten wir bereits im Semifinale gegen den späteren ungesetzten Sieger Russland. Dort mussten wir speziell auf diesem Belag (Hard Court) die körperliche und auch spielerische Stärke der Gegner anerkennen. Der Sieg im Spiel um Platz 3 bestätigte mir auch, dass wir sicher zu den 2-3 stärksten Nationen beim diesjährigen Wintercup zählten und uns sicher einen Einzug ins Finale verdient hätten.

Welche weiteren Turnierteilnahmen sind geplant und was sind die sportlichen Ziele für 2006?

Vielleicht gelingt dieses Jahr einem der nominierten Spieler ein außergewöhnliches Ergebnis bei der Individual-Europameisterschaft 2006. Eine klare Vorgabe ist auch eine Verbesserung aller Spieler in deren ITF- bzw. der Jahrgangjüngeren deren ETA-Rankings.

Die weiteren geplanten Turnierteilnahmen sind:

Europameisterschaften Individual Einzel + Doppel in Orbetello (Italien) im Juli

Junior Davis Cup Qualifikation Ende Juli

Eventuell Endrunde Junior Daviscup in Le Touquet (Frankreich) Anfang August

3-4 ITF Turniere in den Monaten Juni – August

ETA – Turniere für die Jahrgangjüngeren

Wie sehen Ihre Visionen für den österreichischen Tennissport 2006 und für die weitere Zukunft aus bzw. was könnte man verbessern?

Ich glaube, dass es in den letzten 2-3 Jahren gelungen ist, die Struktur im österreichischen Tennis wesentlich zu verbessern. Es ist sehr wichtig für die Topspieler das BSZ Südstadt als besten Ausbildungsort anzusehen und sich mit anderen Topspielern dort messen zu können.

Als hoffentlich baldig eintretende Vision würde ich sehen, dass es in jedem Jahrgang auf höchstem Leistungsniveau mindestens 2-3 Spieler gibt, die man in einer Gruppe bestens weiterentwickeln kann und sich daraus dann einige Topspieler im internationalen Welttennis profilieren können.

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