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ÖTV EXKLUSIV VON DEN FRENCH OPEN: DIE BILANZ VON ÖTV-SPORTDIREKTOR CLEMENS TRIMMEL. "WIR DÜRFEN DEN ANSCHLUSS NICHT VERLIEREN"

Im Interview mit www.tennisaustria.at wirft ÖTV-Sportdirektor Clemens Trimmel (Mitte; li.: Jan Velthuis; re.: Ronnie Leitgeb) einen Blick sowohl zurück auf die erste Turnierwoche in Roland Garros als auch nach vorne in die nähere Zukunft des österreichischen Tennissports. "Es kommen international immer wieder junge SpielerInnen nach, die ein sehr beeindruckendes Niveau aufweisen. Für uns bedeutet das, dass wir in den nächststen Jahren sehr hart zu arbeiten haben."


FRENCH OPEN - HERREN (Einzel)

FRENCH OPEN - DAMEN (Einzel)

FRENCH OPEN - HERREN (Doppel)

FRENCH OPEN - DAMEN (Doppel)



1. Juni 2012

Clemens, wie lautet dein Resümee nach deinem Aufenthalt hier in Paris? Im Einzel hätte ich mir schon den einen oder anderen Sieg erhofft. Leider ist das nicht eingetreten. Jürgen hat eine sehr enge Fünf-Satz-Partie verloren, ist körperlich im Moment nicht auf der Höhe, muss daher schauen, dass er wieder zur alten Form und zu körperlicher Stärke zurückfindet. Tamira ist am aufsteigenden Ast. Man muss jetzt einmal schauen, wie es bei ihr mit Andrei Pavel (neuer Paszek-Trainer; Anm.) weitergeht - sie hat mit ihm auf jeden Fall einen sehr guten Coach an der Seite. Patricia hat ein super Match gegen Jelena Jankovic gespielt - mit Chancen, dieses Match auch zu gewinnen. Sie hat ihr lange Zeit Paroli geboten. Und bei Andi (Haider-Maurer; Anm.) muss man froh sein, dass der Knöchel gehalten hat. Er hat drei tolle Matches in der Qualifikation gespielt und dann gegen einen Gegner verloren, gegen den man verlieren kann. Jetzt sind wir noch im Doppel vertreten - und das hoffentlich noch sehr lange. Bis jetzt läuft es auf jeden Fall ziemlich gut.

Was war deine Hauptaufgabe eigentlich hier in Paris, da ja jeder Spieler mit seinem eigenen Coach vor Ort ist? Bringst du dich in gewissen Situationen auch ein oder willst du "bloß" das Gefühl vermitteln: Ich bin hier, wenn man mich braucht? Eigentlich passiert hier beides. Natürlich rede ich mit den Coaches, aber genausgut auch mit den SpielernInnen. Für mich das einerseits ein Teil des Sportdirektor-Jobs, aber auch Teil meiner Aufgabe als Davis Cup-Kapitän. Ich mache mir hier nicht nur ein Bild von eigenen Spielern, sondern schaue mir auch genau an: Was passiert international? Wie hat sich das Niveau des Tennissports im Allgemeinen entwickelt? Noch dazu bietet ein Grand Slam-Turnier auch die besten Möglichkeiten, um Kontakte zu knüpfen. Das ist der (!) Ort, an dem sich die Tennisszene trifft!

Welche Erkenntnisse kann man im Detail hier gewinnen? Der Tennissport hat sich in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt. Die SpielerInnen sind alle topfit, was die Grundvoraussetzung ist, um Erfolg zu haben. Es kommen auch immer wieder junge SpielerInnen nach, die ein sehr beeindruckendes Niveau aufweisen. Für uns bedeutet das, dass wir in den nächststen Jahren sehr hart zu arbeiten haben, um nicht den Anschluss zu verlieren.

Juckt es dich vielleicht selber noch, wieder zum Racket zu greifen? Ja natürlich! Gerade Paris ist mein Lieblings-Grand Slam-Turnier. Es sind herrliche Sandplatz-Matches zu bewundern. Sicherheitshalber hab ich meine Schläger mitgenommen - vielleicht geht sich ja noch die eine oder andere Trainingseinheit aus. (lächelt)Ich will aber auch den SpielernInnen nicht ihre Trainingsplätze wegnehmen.

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