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ÖSTERREICHS TENNISWELT TRAUERT UM HORST SKOFF

Die Kärntner Tennislegende erliegt völlig überraschend im Alter von 39 einem Herzinfarkt. Das österreichische Tennis verliert damit einen seiner erfolgreichsten Spieler - "einen Spieler der Herzen" (Ex-Skoff-Trainer Günter Bresnik).

Horst Skoff ist tot
Zwei Monate nach dem Tod von Daniela Klementschits hat das österreichische Tennis erneut einen schmerzhaften Verlust zu beklagen. Horst Skoff erlag am Samstag in Hamburg einem Herzinfarkt. Mit Horst Skoff verliert das österreichische Tennis einen seiner erfolgreichsten Spieler und eine schillernde Persönlichkeit.
Der am 22. August 1968 geborene Kärntner gewann im Verlauf seiner Karriere vier Turniere auf der ATP-Tour, darunter die damalige CA-Trophy 1988 in Wien durch einen Finalerfolg über Thomas Muster. In der Weltrangliste brachte es der Rechtshänder bis auf Platz 18, zudem sicherte er sich noch zwei ATP-Doppeltitel.
Horst Skoff bildete mit Thomas Muster und Alex Antonitsch das erfolgreiche Davis-Cup-Team, das im Jahr 1990 das Weltgruppen-Semifinale erreichte, in dem Österreich gegen die USA im Happel-Stadion mit 2:3 unterlag. Einen seiner aufsehenerregendsten Triumphe feierte Skoff 1989 ebenfalls im Davis Cup, als er gegen Schweden in Wien Mats Wilander in 6:04 Stunden mit 6:7, 7:6, 1:6, 6:4, 9:7 besiegte. Es war das längste Match in der Davis-Cup-Geschichte nach der Einführung des Tiebreaks. Skoff bestritt 19 Davis-Cup-Länderkämpfe für Österreich und feierte dabei 22 Siege bei 17 Niederlagen. 1995 beendete der Kühnsdorfer seine Karriere. Zuletzt war er sehr engagiert im Kärntner Tennisverband tätig.

„Ich darf im Namen des Österreichischen Tennisverbandes und aller Landesverbände der Familie und allen Freunden unsere aufrichtige Anteilnahme übermitteln. Ich habe Horst Skoff erst am vergangenen Dienstag zu einem Gespräch getroffen, in dem er angeboten hat, sich verstärkt im österreichischen Tennis zu engagieren. Das hat mich sehr gefreut, leider ließ es das Schicksal nicht mehr dazu kommen. Wir verlieren mit ,Horsti’ einen unserer erfolgreichsten Spieler. Wir werden ihm stets ein ehrendes Angedenken bewahren“, sagte ÖTV-Präsident Ernst Wolner.

Auch für Thomas Muster, Anführer der drei "Musketiere" Muster-Skoff-Antonitsch, "ist es schwer zu fassen, dass ein Mensch in so jungen Jahren sterben muss. Horsti hat mich über viele Jahre meiner Karriere begleitet, herausgefordert, motiviert und zu Höchstleistungen getrieben. Bei aller Konkurrenz waren wir trotzdem einen großen Teil unseres Lebens eng miteinander verbunden. Ich möchte der Familie und allen Freunden auch im Namen meiner Eltern auf diesem Weg meine aufrichtige Anteilnahme zum Ausdruck bringen."<o:p></o:p>

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