Österreichisches Finale in Amstetten?

Lena Reichel (Bild) und Julia Grabher auf den Spuren von Vorjahressiegerin Barbara Haas: Auch am dritten Spieltag der "Spring Bowl" in Amstetten konnten die beiden ÖTV-Mädels nicht gestoppt werden und stehen bereits im Semifinale.


Die 35. Internationale Spring Bowl presented by Simacek wird aufgrund des schlechten Wetters großteils in der Halle ausgetragen. Das scheint die zwei im Bewerb verbliebenen Österreicherinnen jedoch nicht zu stören. Lena Reichel zog mit einem 7:6, 6:2 über die Tschechin Miriam Lolodziejova ins Semifinale der oberen Rasterhälfte ein. "Es war nicht leicht, meine Gegnerin hat jeden Ball voll durchgezogen", so die Wienerin, die in Satz eins bereits 5:2 geführt hatte, bei 5:3 Satzbälle vergab und letztlich sogar mit 5:6 in Rückstand geriet. Dann drehte Reichel aber auf, "ich habe dann besser gespielt, aber noch nicht ganz so gut wie gestern oder in Antalya (Anm.: Future-Finale). Ich hoffe, dass ich morgen wieder an das Niveau von zuletzt anschließen kann." Für Reichel stellt der Semifinaleinzug bei einem Turnier der ITF-Wertigkeit 2 den bisher größten Erfolg auf internationaler Ebene dar.

Grabher wehrt Satzbälle ab
Die an Nummer sechs gesetzte Julia Grabher schlug die Deutsche Katharina Hobgarski mit 7:6, 6:0 und steht somit ebenfalls im unteren Raster-Ast im Halbfinale. "Ich war 0:3 hinten, habe dann aber immer besser gespielt, habe Satzbälle meiner Gegnerin abgewehrt und die Partie gedreht", analysierte Grabher. Nach ihrem Turniersieg im französischen Istres im April, dem Semifinale in Villach in der Vorwoche und dem neuerlichen Semifinale in Amstetten hält die Vorarlbergerin nun bei elf Siegen aus den letzten zwölf Matches. "Die Beine sind schon etwas müde", so die 17-Jährige, die auch im Doppel mit Mira Antonitsch noch im Bewerb ist, "aber bis morgen wird sicher wieder." Ihre starken Leistungen der jüngsten Vergangenheit führt sie auf intensives Training in den letzten Wochen zurück.

Je ein Sieg fehlt noch
Reichel und Grabher sind somit nur noch jeweils einen Sieg vom Österreicherinnen-Finale entfernt – und dass, obwohl beide lieber auf Sand spielen würden. Julia: "Ich bin selber etwas überrascht, dass es nun auch in der Halle so gut läuft, da ich seit zwei oder drei Monaten nicht mehr in der Halle trainiert habe." Lena: "Ich spiele schon lieber auf Sand, aber man kann sich das nicht aussuchen. Ich werde morgen einfach mein Bestes geben und schauen was dabei rauskommt." Auch für morgen ist Regen in Amstetten angekündigt, die Österreicherinnen dürften somit auch ihr jeweils viertes Turniermatch in der Halle bestreiten.


Link:

Spring Bowl | Website
www.tennistouch.net | Website

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