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ÖSTERREICHISCHE STAATSMEISTERSCHAFTEN JUGEND U14

Die neuen U14-Staatsmeister stehen fest! Nadal-Fan Johannes Schretter hatte dabei mit Linus Erhart weniger zu kämpfen als Titelsammlerin Denise Maxl (Bild) mit Anna Maria Heil.

Der neue Meister - Johannes Schretter
Das sportliche Lebensziel ("Nummer 1 der Weltrangliste, alle vier Grand Slam Turniere gewinnen"), das er sich gesetzt hat, dürfte aus heutiger Sicht etwas zu hoch gegriffen sein, einen weiteren Schritt in diese Richtung hat Johannes Schretter aber bereits getan: Im Finale der Österreichischen U14 Staatsmeisterschaften ließ "Jojo" seinem Gegner Linus Erhart (der sich mit Partner Markus Ahne allerdings über den Doppeltitel freuen konnte), nicht den Funken einer Chance und holte sich mit 6/3 6/3 seinen ersten U14-Titel. Der Neo-Titelträger aus Hart bei Graz, hat bereits Erfahrung mit Erfolgen. 2006 gewann der Schützling von Matthias Schuck und Wolfgang Fischer beide Titel (Halle, Freiluft) der U12-Einzelstaatsmeisterschaften und dazu noch den Doppeltitel im Freien. Für sein großes sportliches Lebensziel ("Mein Berufswunsch ist Tennisprofi") trainiert Schretter mittlerweile 7 mal pro Woche - um vielleicht einmal ähnliche Erfolge wie sein Vorbild feiern zu können. Wer das ist? "Natürlich Rafael Nadal!"


Die neue Meisterin - Denise Maxl
Ein Finale wie es im Buche steht - spannend und sportlich hochklassig! "Mir hats von anfang an getaugt!", strahlte nach dem Matchball Denise Maxl übers ganze Gesicht. Lange Grundlinienrallys und aggressives Winkelspiel dominierten das Finale, das hin und her wogte und von Anna-Maria Heil ebenso hätte gewonnen werden können. Letztendlich hiess es aber 6/4 3/6 6/4 für die Wienerin. "Ich hab halt ein bisschen mehr Glück gehabt", so Maxl. "Ich freu mich aber wahnsinnig über diesen Titel." Es hätte sogar ein zweiter werden können, das Doppelfinale wurde allerdings von Anna Maria Heil und Lisa Wegmair klar dominiert - die beiden besiegten Maxl/Christina Mühr 6/1, 6/1. 2008 könnte ein wichtiges Jahr in der Karriere von Rainov-Schützling Maxl werden, angelaufen ist es jedenfalls bereits sehr gut. Bei den U14-Hallenmeisterschaften kam sie bis ins Finale, kurze Zeit später holte Maxl sich den WTV-Landeseistertitel und beim U16-Ranglistenturnier in Anif kam erst im Halbfinale das Aus. Das internationale Highlight im heurigen Jahr war mit Partnerin Antonia Markuskova der Finaleinzug beim ETA Kat. II Turnier in Brünn.

Schretter - Erhart im Finale
Nach dem ersten Satz sah es so aus, als würde Johannes Schretter (STTV/1) mit Markus Ahne (KTV) kurzen Prozess machen, doch nach dem 6/0 bäumte sich die Nummer 2 des Turniers doch noch einmal auf - letztendlich war es aber die Routine und Spielsicherheit Schretters, die ihn mit einem 7/5 ins Finale brachte. Dort wird er auf Linus Erhart (VTV/2) treffen, der sich mit Dominic Weidinger (NÖTV/6) ziemlich schwer tat. Nachdem er den ersten mit 6/4 verloren hatte, musste Erhart im zweiten Satz bis ins Tiebreak gehen (7/6). Im dritten Satz genügte ihm ein Break, um mit 6/4 ins Finale einzuziehen. Bei ihrem letzten Duell hatte Schretter noch die Nase vorne: Im Finale der Österreichischen U14-Hallenmeisterschaften besiegte er Erhart 7/5, 6/3.

Heil - Maxl im Finale
Die Hürde für Adrienne Bofinger (STV) war doch zu hoch: Nur im ersten Satz konnte sie mit Anna Maria Heil (STTV/1) mithalten, im zweiten ging der einzigen ungesetzten Spielerin im Semifinale bei strahlendem Sommerwetter die Kraft aus. Heil jagte sie mit intelligentem Winkelspiel über den Court und überraschte sie immer wieder mit ihren Netzattacken. Fazit: 7/5, 6/1. Noch rascher und problemloser gelang Denixe Maxl (WTV/2) der Einzug ins Finale: Lisa Wegmair (TTV/5) konnte phasenweise zwar mithalten, die entscheidenden Punkte machte allerdings Maxl. Das Resultat: 6/4, 6/3. 2008 gab es erst ein Duell zwischen den beiden Finalistinnen: Im Semifinale der Österreichischen Hallen-Meisterschaften besiegte Heil mit Partnerin Julia Dinhof das Duo Maxl/Anna Götz 6/1, 6/1.

Burschen-Semi: Spannende Duelle
Johannes Schretter (STTV) gegen Markus Ahne (KTV) und Dominic Weidinger (NÖTV) gegen Linus Erhart (VTV) - so lauten die Halbfinal-Paarungen im Burschenbewerb der U14-Staatsmeisterschaften in Telfs. Betrachtet man die aktuellen Saisonhighlights, so deutet einiges auf ein Finale der Nummer 1 (Schretter) gegen die Nummer 2 (Erhart) hin: Schretter hatte Ahne zuletzt im Doppel-Semifinale des ETA Kat. 2-Turniers in Zagreb besiegen können und hatte mit seinem Einzel-Turniersieg beim gleichen Turnier international erneut auf sich aufmerksam gemacht. Erhart war Weidinger zwar im Doppel-Semifinale von Zagreb unterlegen, hatte es im Einzel aber bis in die dritte Runde geschafft. Spannung ist garantiert!

Mädchen-Semi: Hohe Hürden
Als einziger ungesetzten Spielerin ist Adrienne Bofinger (STV) der Durchmarsch bis ins Semifinale gelungen. Nachdem die gebürtige Deutsche im Achtelfinale Nadine Mathis (VTV/3) und im Viertelfinale Pia Apollonio (OÖTV) aus dem Bewerb geworfen hatte, wartet auf sie mit der topgesetzten Anna Maria Heil (STTV/1) jetzt eine - auf den ersten Blick - unüberwindbare Hürde. Eine ebenso große Herausforderung wartet auch auf Lisa Wegmair (TTV/5): In ihren bisher drei Partien hat Denise Maxl (WTV/2) nur zwei Games abgegeben - zwei Mal (gegen Vanessa Wundsam in der 1. Runde bzw. Sara Heinrich im Achtelfinale) ging sie mit einer "Doppel-Null" vom Platz. Ihrer Viertelfinal-Gegnerin Kristina Pfoser (OÖTV/7) gönnte sie beim 6/1, 6/1 wenigstens zwei Games.

Die Besten sind unter sich

Im Achtelfinale wurde "ausgelichtet", sodass jetzt im Viertelfinale der Burschen alle Gesetzten - von Nummer 1 bis Nummer 8 - unter sich sind. Der topgesetzte Johannes Schretter trifft (nach Sieg über Thomas Weirather) auf die Nummer 7, Marcel Hadwiger (VTV), und Markus Ahne (KTV/3) bekommt es mit Jason Peter Platzer (KTV/5) zu tun. Im unteren Rasterbereich lauten die Paarungen: Dominic Weidinger (NÖTV/6) gegen Felix Wohlgenannt (VTV/4) und Teo Puhanic (NÖTV/8) gegen Linus Erhart (VTV/1). Im Mädchenbewerb bekommen es in der Runde der besten acht die beiden Topgesetzten Anna Maria Heil (STTV/1) und Denise Maxl (WTV/2) mit Sarah Kanduth (KTV/8) bzw. Kristina Pfoser (OÖTV/7) zu tun.

(Fast) Alle Gesetzten sind weiter

Keine Überraschungen gab es am ersten Tag der U14-Meisterschaften: Im Burschenbewerb setzten sich alle gesetzten Spieler eindeutig durch. Am härtesten zu kämpfen hatte die Nummer 3 der Setzliste, Markus Ahne (KTV). Gegen den Kärntner Christian Russinov musste er in beiden Sätzen über die volle "Distanz" gehen - 7/5, 7/5. Der topgesetzte Johannes Schretter hatte hingegen beim 6/3, 6/3 mit dem Qualifikanten Lorenz Fink (STTV) ebenso wenig Probleme wie die Nummer 2 des Turniers, Linus Erhart (VTV), mit Lukas Klien (VTV) - 6/1, 6/0. Das Bild im Mädchenbewerb wäre ein Spiegelbild zum Turnier der Burschen - wäre da nicht Christina Mühr (WTV). Als einzige der Setzliste (Nummer 6) überstand sie die erste Runde nicht und verlor glatt gegen die Oberösterreicherin Pia Apollonio 6/0, 6/3. Keine Probleme hatten hingegen die Nummer 1 und die Nummer 2 des Bewerbs: Anna Maria Heil (STTV) fegte beim 6/0, 6/1 über ihre Gegnerin, die Qualifikantin Katharina Kerbler (STV), ebenso eindeutig hinweg wie Denise Maxl (WTV), die Vanessa Wundsam (NÖTV) die Höchststrafe verpasste - 6/0, 6/0.

Burschen: Wer kommt in den Hauptbewerb?
Mit dem gleichen "Schicksal" wie Katharina Kerbler muss bei den Burschen auch Lorenz Fink (STTV) fertig werden: Zuerst die Qualifikation überstanden, um es dann gleich mit der Nummer 1 der Setzliste, Johannes Schretter (STTV), zu tun zu bekommen. Wie heißen die Gegner der anderen Qualifikanten? Fabian Felber (STV) trifft auf Thomas Weirater (VTV), Alexander Huber (OÖTV) auf Dominik Zottl (NÖTV), Christian Büsching (STV) auf Alexander Saraper (WTV), der Wiener Daniel Greenfeld auf die Nummer 6, Dominik Weidinger (NÖTV), Dominik Ganahl (VTV) auf David Wegmair (TTV), Tobias Breinstampf (OÖTV) auf seinen Landesverbandskollegen Johannes Mühlberger, und Lukas Klien (VTV) muss mit der Nummer 2 des Turniers, Linus Erhart (VTV), eine harte Erstrunden-Nuss knacken.


bh/wowo

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