ATP

Österreicher-Tag in der Wiener Stadthalle

Neben Dominic Thiem (im Bild am Kids-Day) und Sebastian Ofner schlagen am Dienstag auch Qualifikant Dennis Novak und das Doppel Oswald/Peya bei den Erste Bank Open auf.

©GEPA-Pictures

Die Nummer eins der Erste Bank Open 500, der Deutsche Alexander Zverev, hatte bei seiner Premiere im Hauptbewerb des mit 2.621.850 Euro dotierten ATP-Turniers in der Wiener Stadthalle härter zu kämpfen, als ihm lieb war. Gegen den Serben Viktor Troicki behielt Zverev nach 105 Minuten in drei Sätzen mit 6:3, 4:6, 6:4 die Oberhand. „Ich habe seit Februar nicht mehr in der Halle gespielt, daher war es nicht einfach. Außerdem ist Viktor gut in Form, daher habe ich gewusst, dass es nicht leicht werden wird“, sagte Zverev, der sich positiv über das Ambiente und die Stimmung äußerte: „Die Stadthalle ist sehr schön, und die Atmosphäre war für Montag Wahnsinn.“ Achtelfinal-Gegner des Weltranglisten-Fünften ist der Franzose Gilles Simon, der den Letten Ernests Gulbis klar in zwei Sätzen mit 6:3, 6:3 besiegte. „Ich habe gegen ihn schon drei Mal gespielt und drei Mal gewonnen, aber es waren immer enge Spiele. Zwei Mal habe ich mich erst im dritten Satz im Tiebreak durchgesetzt. Er hat heute in seinem ersten Match gut gespielt. Es muss einem bewusst sein, dass es bei diesem starken Feld keinen einfachen Gegner gibt“, sagte Zverev.

Davor hatte es die erste Überraschung gegeben. Gleich am ersten Spieltag des Hauptbewerbes verabschiedete sich mit US-Boy John Isner der erste Gesetzte aus dem Bewerb. Die Nummer fünf des Turniers unterlag dem Deutschen Philipp Kohlschreiber in zwei Sätzen mit 6:7 (6/8), 4:6, wobei Isner auch insgesamt 22 Asse nichts halfen. Kohlschreiber sah den Schlüssel zum Erfolg in der Psyche: „Wenn ich mit dem Rücken zur Wand stand, habe ich mein bestes Tennis gespielt. Wobei es auch eher selten ist, dass ein Spieler wie er – mit zwei Mal Break vor – das Spiel noch aus der Hand gibt“, bilanzierte Kohlschreiber, der es nun mit Pierre-Hugues Herbert zu tun bekommt. Der französische Qualifikant setzte sich gegen den Australier Bernard Tomic mit 7:6 (7/4), 7:5 durch.

Dienstag ist Österreicher-Tag

Der Steirer Sebastian Ofner trifft am Dienstag (nicht vor 17 Uhr) in der ersten Runde der Erste Bank Open 500 auf den Franzosen Lucas Pouille. Anschließend betritt Dominic Thiem die Bühne, Gegner ist der junge Russe Andrej Rublev. „Ich habe die letzten drei Jahre in Wien nicht wirklich gut gespielt. Deswegen will ich wieder gute Leistungen bringen. Ich möchte von Partie zu Partie schauen, weil es hoffentlich mehr wird als eine“, sagt der 24-Jährige, der gegen Rublev mit einem harten Schlagabtausch rechnet. „Er hat seit dem Sommer stark ansteigende Form gezeigt, hat im Viertelfinale der US Open gespielt und dort Dimitrov und Goffin geschlagen. Er hat sich in der Weltspitze etabliert – dadurch, dass wir zum ersten Mal aufeinandertreffen, erwarte ich eine interessante Partie.“ Nach einem Erfolg über den Russen würde es Thiem im Achtelfinale mit Richard Gasquet zu tun bekommen.

Nach Thiem beschließen der Vorarlberger Philipp Oswald und der Wiener Alexander Peya gegen das legendäre US-Zwillingspaar Bob und Mike Bryan den Abend in der Stadthalle.

Mit von der Partie ist am Dienstag Nachmittag in der Nebenhalle auch der Niederösterreicher Dennis Novak, der sich dank eines 6:4, 3:6, 6:3-Erfolges über den Italiener Thomas Fabbiano für den Hauptbewerb qualifiziert hat. Der 24-Jährige trifft allerdings nicht auf den Weltranglisten-Achten Grigor Dimitrov aus Bulgarien, der sagte nämlich kurzfristig ab, sondern erneut auf Fabbiano, den Lucky Loser.

Andreas Haider-Maurer musste sich auf dem harten Weg zurück in der Qualifikation geschlagen geben.

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