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ÖSTERREICHER ON TOUR: OSWALD? GEWINNT! THIEM? GEWINNT! NEUCHRIST? GEWINNT! MAGG? GEWINNT! MELZER? GEWINNT! JASTRAUNIG? GEWINNT!

Mit rotweißroten Turniersiegen en masse, insgesamt sechs, geht diese Turnierwoche zu Ende: In Toyota holt sich Philipp Oswald (Bild) seinen zweiten Doppeltitel in Folge. In Phnom Penh fightet Maximilian Neuchrist in seinem vierten Einzel-Finale in dieser Saison den Franzosen Axel Michon in drei Sätzen nieder. In Kigali sorgt "Tennis-Rentner" Christian Magg für eine Riesensensation, indem er im Finale Gerald Melzer schlägt, der sich dann aber im Doppelfinale mit Lukas Jastraunig doch noch einen Titel holt. In Fes holte sich Dominic Thiem den zweiten Future-Titel seiner Karriere.



24. November 2012

OSWALD GEWINNT.
Was ist los mit Österreichs Profis? Je "älter" das Jahr wird, umso erfolgreicher werden die Spieler: Bei vier Turnieren verteilt über den gesamten Globus gingen ÖTV'ler gleich sechs Mal als Sieger vom Court. Bei dem mit 35.000 Dollar dotierten Challenger-Turnier in Toyota erreichte Philipp Oswald mit Partner Mate Pavic (CRO) an seiner Seite nach einem 6:2, 4:6, 10:4-Sieg im Viertelfinale über Hiroki Kondo (JPN) / Chu-Huan Hi (TPE) und einem 7:6, 6:4-Sieg über Prakash Amritraj (IND) / James Cerretani (USA) das Endspiel. Ihre Gegner im Kampf um Oswalds zweiten Doppeltitel in Folge (Yokohama in der Vorwoche; Anm.) waren die Italiener Andrea Arnaboldi / Matteo Viola, die das Nummer 1-Duo Sanchai und Sonchat Ratiwatana in drei Sätzen besiegten. Ein gutes Omen? In der Vorwoche hatte Oswald (mit Partner Prakash Amritraj) auf seinem Weg zum Turniersieg in Yokohama die beiden Italiener im Semifinale glatt in zwei Sätzen besiegt. Diesmal taten sich Oswald / Pavic etwas schwerer und mussten über die gesamte Distanz gehen, ehe sie als 6:3, 3:6, 10:2-Sieger vom Platz gehen konnten.

THIEM GEWINNT. Im marrokanischen Fes (15.000 Dollar) demonstrierte Dominic Thiem in beeindruckender Weise seine aktuelle Hochform: Nachdem er im Viertelfinale mit dem an Nummer 8 gesetzten Slowaken Jozef Kovalik eine hohe "Hürde" mit 2:6, 6:1, 6:2 souverän meisterte und ihm auch sein nächster Gegner, Enrique L.-Perez, kein Bein stellen konnte (6:3, 6:1) fertigte der 19-jährige Niederösterreicher im Endspiel den an Nummer sechs gesetzten Italiener Alberto Brizzi mit 6:3, 6:1 ab und holte sich damit den zweiten Future-Titel seiner Karriere. Auch im Doppel war Thiem mit Riccardo Bellotti (ITA) bis zuletzt noch im Rennen: Im Finale traf Thiem erneut auf Lopez-Perez, der mit seinem spanischen Landsmann Juan-Samuel Arauzo-Martinez an Nummer eins gesetzt war. Der Traum vom Double war für den Bresnik-Schützling bis zuletzt aktuell, erst im Match-Tiebreak mussten Thiem / Bellotti sich mit 2:6, 7:5 und 7:10 geschlagen geben.

NEUCHRIST GEWINNT. Einen ähnlichen Weg wie Thiem in Fes beschreitet in Kambodschas Hauptstadt Phnom Penh auch Maximilian Neuchrist: Bei dem mit 10.000 Dollar dotierten Hardcourt-Turnier musste der 22-jährige Wiener nach seinem Sieg über die Nummer 2 des Turniers, Marin Bradaric (CRO / 6:7(5), 7:5 ret.) "nur" noch den amerikanischen Qualifikanten Mico Santiago mit 6:4, 6:2 aus dem Raster "entfernen", um in sein viertes Einzel-Finale in dieser Saison einzuziehen. Dort traf der Südstadt-Schützling auf den an Nummer 3 gesetzten Franzosen Axel Michon, den er Anfang November im Finale von Netanya (ISR) in zwei Sätzen besiegt und sich damit den ersten Future-Titel seiner Karriere gesichert hatte. Und auch diesmal war Neuchrist nicht zu schlagen: Der an Nummer sechs gereihte Wiener setzte sich in einem hart umkämpften Endspiel gegen die Nummer 3 des Turniers, den Franzosen Axel Michon, mit 1:6, 6:1, 6:4 durch. Im Doppel-Semifinale mussten sich Neuchrist / Artem Sitak (NZL) der an Nummer 3 gesetzten neuseeländisch-britische Paarung Marcus Daniell / Richard Gabb mit 1:6, 0:6 geschlagen geben.

MAGG, MELZER & JASTRAUNIG GEWINNEN. Zu einem sogar ein österreichischen Finale kam es in Ruanda: In Kigali (10.000 Dollar) hatten Gerald Melzer und Christian Magg aber weniger mit ihren Gegnern als mit den Bedingungen im Land zu kämpfen. Am Mittwoch postete Magg auf seiner Facebook-Seite: "Erdbeben + Restaurant abgebrannt + heftige regenschauer + Krieg in 80 km Entfernung!" Im Semifinale besiegten Melzer und Magg Yordi M. Abreu (Melzer) mit 7:6(3), 6:4 bzw. Luca Pancaldi (Magg) mit 6:3, 7:6(2) und trafen im Endspiel aufeinander. Vor einem Jahr war es noch Melzer gewesen, der in Afrika nicht zu schlagen war (Turniersiege in Kigali und Bujumbura), diesmal sorgte Magg für die größte Überraschung überhaupt: "Won the final 7:6, 6:3:))))" jubelte der 31-jährige Steirer auf Facebook. Magg, der seine internationale Karriere eigentlich schon beendet hatte und als Trainer in Deutschland tätig ist, war ursprünglich als Betreuer des 19-jährigen Deutschen Oskar Männer nach Afrika gereist, hatte dort aber auch gleich selbst zum Schläger gegriffen und sich mit dem Sieg über Melzer nach Pörtschach 2007 seinen zweiten Titel auf der Future-Serie geholt. Im Doppelfinale war es dann aber wieder Afrika-Spezialist Melzer, der nicht zu schlagen war: Mit Lukas Jastraunig an seiner Seite besiegte er das an Nummer 4 gesetzte italienische Duo Davide Melchiorre / Francesco Picco mit 6:2, 7:5.

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