ATP

Österreich-Spezialist fordert Thiem

Der zweifache Kitzbühel-Sieger und Vorjahresfinalist der Erste Bank Open Robin Haase ist der Auftaktgegner von Dominic Thiem in der Wiener Stadthalle. Jürgen Melzer trifft auf einen Qualifikanten, sein Bruder Gerald bekommt es mit dem Argentinier Carlos Berlocq zu tun.

In der am Samstagvormittag vorgenommenen Auslosung für den Hauptbewerb der Erste Bank Open im hat Österreichs aktuelle Nummer eins Dominic Thiem keinen einfachen Auftaktgegner gezogen. Der 21-jährige Niederösterreicher, der als Nummer acht erstmals bei seinem Heimturnier gesetzt ist, trifft in der ersten Runde des mit 593.705 Euro dotierten ATP-Turniers auf den Vorjahresfinalisten Robin Haase. In der Weltrangliste ist der Österreicher als Nummer 39 zwar um 34 Plätze vor dem Niederländer zu finden, doch Haase zeigte bereits im vergangenen Jahr mit seinem Halbfinalsieg über den Franzosen Jo-Wilfried Tsonga, dass er sich in der Erste Bank Wiener Stadthalle sehr wohl fühlt.

Melzer-Brüder mit besserem Los - auf Papier
Jürgen Melzer bekommt es in der ersten Runde mit einem Qualifikanten zu tun. Was auf dem Papier eine scheinbar leichte Aufgabe für den Wien-Triumphator 2009 und 2010 zu sein scheint, könnte sich noch als harte Nuss erweisen, ist doch die Qualifikation sehr stark besetzt. Jürgens jüngerer Bruder Gerald Melzer fordert zum Auftakt den Argentinier Carlos Berlocq heraus. Die Stärken des Weltranglisten-64. Berlocq liegen mit Sicherheit auf Sand, auf dem er heuer im Frühjahr im portugiesischen Oeiras seinen zweiten ATP-Titel geholt hat und zuletzt auch bei einem Challenger-Turnier in Porto Alegre (Brasilien) erfolgreich war.

Österreicher-Trio scheitert in Quali
Der Weltranglisten-Fünfte David Ferrer hat in der ersten Runde ebenso ein Freilos wie Olympiasieger Andy Murray. Auf den topgesetzten Spanier wartet im Achtelfinale der Sieger der Partie zwischen dem Deutschen Tobias Kamke und dem Italiener Simone Bolelli. Der als Nummer zwei gesetzte Murray spielt gegen den Kanadier Vasek Pospisil oder einen Qualifikanten. Dieser wird leider kein Österreicher sein, denn für Martin Fischer, Dennis Novak und Bastian Trinker kam schon in der ersten Runde der Quali das Aus. Fischer unterlag dem topgesetzten Deutschen Peter Gojowczyk etwas unglücklich - nach einem Netzroller des Deutschen hieß es bei 4:4 im dritten Satz nicht 40:0, sondern 30:15, danach lief beim Vorarlberger gar nichts mehr zusammen - mit 6:3, 1:6, 4:6. Novak hatte zuvor gegen den Belgier Ruben Bemelmans mit 2:6, 5:7 verloren. Am Abend ging Bastian Trinker trotz starker Aufschlagleistung gegen den Deutschen Shooting Star Alexander Zverev als 7:6 (6), 4:6, 5:7-Verlierer vom Platz.


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