Davis Cup

Österreich liegt in der Ukraine 0:2 hinten

Davis Cup: Dennis Novak verlor in Kiew gegen Marchenko nach 4:02 Stunden 6:7 (3), 7:5, 3:6, 2:6. Gerald Melzer hatte beim 3:6, 4:6, 3:6 gegen Stakhovsky keine Chance. Am Samstag bestreiten Jürgen Melzer und Philipp Oswald das Doppel.

Das Unterfangen war schwierig. Und es ist schwieriger geworden. Das SIMACEK Austrian Davis-Cup-Team geht mit einem 0:2-Rückstand in den zweiten Tag. Erst war Dennis Novak (ATP 195) gegen Ilya Marchenko (ATP 84) zweieinhalb Sätze lang der bessere Spieler, ehe Gegner & Hitze (es hatte mehr als 35 Grad auf Center Court) nach 4:02 Stunden die Oberhand behielten; dann musste Gerald Melzer (ATP 108) anerkennen, dass Sergiy Stakhovsky (ATP 85) ein abgebrühter, cooler Davis-Cup-Haudegen ist, der speziell bei Heimspielen in Kiew keinen Spaß versteht.  

Dennis Novak, der im März in Portugal für die Nationalmannschaft debütiert und einen Zweisatz-Sieg zum 4:1 beigesteuert hatte, startete famos in sein erstes "echtes“ Davis-Cup-Match für Österreich, ehe sich die größere Routine des Ukrainers durchsetzte. „Das Match war richtig tough bei der Hitze. In den ersten zwei Sätzen hat es sich angefühlt, als ob ich der bessere Spieler bin, Anfang dritter Satz auch", sagte der 22-Jährige. „Dann hat er angefangen, besser zu retournieren, ich habe ein bisserl schlechter serviert. Das ist gegen so einen Spieler zu wenig, wenn man dann noch viele unnötige Fehler macht, die einfach nicht passieren dürfen.“

Kapitän Stefan Koubek sah’s ähnlich. „Marchenko ist am Schluss mit dem schnellen Belag und der Hitze besser zurechtgekommen. Leider ist es das falsche Ergebnis. Ich kann Dennis nichts vorwerfen. Er hat großteils wirklich super gespielt. Vielleicht hat ihm dann ein bisschen die Erfahrung gefehlt und er hat ein paar falsche Entscheidungen getroffen. Aber das ist normal.“

Gerald Melzer, der kurz vor dem Sprung unter die Top-100 steht und erst am Dienstag aus Hamburg kommend zum Team stieß, kam mit dem schnellen Hartplatz und dem aggressiven Spiel des Gegners gar nicht zurecht. „Für Stakhovsky ist es der Lieblingsbelag, für Gerald jeder, den er am wenigsten mag“, sagte Koubek. „Der Ukrainer war an diesem Tag zu stark.“

Was bleibt? „Dass wir extrem angefressen sind“, sagte Koubek. „Und dass wir optimistisch in unser erstes Entscheidungsspiel gehen.“ Das bestreiten heute Jürgen Melzer und Philipp Oswald. Aufgeschlagen wird ab 13 Uhr, ORF Sport+ ist live am Ball.  „Wir brauchen uns nicht verstecken, gegen wen auch immer“, sagte Jürgen Melzer. „Das Doppel kann uns am Leben erhalten. Das gibt ihm eine besondere Bedeutung.“

Der Sieger des Länderkampfes im Campa Tennis Club Butscha spielt vom 18. bis 20. September im Weltgruppen-Play-off um einen Platz in der Weltgruppe 2017.

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