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Fed Cup

ÖSTERREICH GEGEN SCHWEIZ IN DORNBIRN

Das Relegationsduell gegen die Schweiz verlief am zweiten Tag nicht nach den Vorstellungen von Team Kapitän Alfred Tesar. Sybille Bammer stellte auf 2:1, danach glich Stefanie Vögele für die Eidgenossen aus! Kurz darauf fixierten die Schweizer den 3:2 Erfolg!

Bittere 2:3 Niederlage unserer Fed Cup Damen bedeutet den Abstieg
Das österreichische Fed-Cup-Team verliert das Play-off-Duell der Weltgruppe II gegen die Schweiz in Dornbirn mit 2:3 und muss damit den bitteren Weg in die Euro/Afrika-Zone I antreten. Dabei begann der Entscheidungstag im Messestadion Dornbirn ganz nach dem Geschmack der ÖTV-Damen. Sybille Bammer triumphierte an ihrem 28. Geburtstag gegen Patty Schnyder nach 0:4-Rückstand mit 6:4, 6:0 und brachte Österreich damit zwischenzeitlich mit 2:1 in Führung.
Mit dem Erfolg der heimischen Nummer eins schien für Tamira Paszek alles angerichtet zu sein, um den Verbleib im Kreis der 16 besten Nationen der Welt zu fixieren. Doch die Lokalmatadorin musste sich Stefanie Vögele, die im vierten Einzel für die in den vergangenen Tagen mit Magenproblemen kämpfenden Emmanuelle Gagliardi eingesprungen war, überraschend mit 6:4, 1:6, 5:7 geschlagen geben. Im alles entscheidenden Doppel stand das ÖTV-Duo Melanie Klaffner und Yvonne Meusburger gegen Gagliardi/Schnyder auf verlorenem Posten und unterlag mit 0:6, 1:6.
Während ÖTV-Präsident Ernst Wolner unmittelbar nach der Niederlage von einer „halben Katastrophe“ sprach, betrachtete Kapitän Alfred Tesar den erstmaligen Abstieg aus der Weltgruppe seit 1993 nüchterner. „Ich sehe das nicht so. Natürlich gehören wir nicht in die dritte Leistungsklasse, aber wir haben zuletzt in Japan und in Argentinien die Spitzenspielerinnen nicht zur Verfügung gehabt“, meinte Tesar.
Dabei hätte der Tag für Österreich nicht besser beginnen können. Sybille Bammer nahm Patty Schnyder nach einem 0:4-Rückstand zwölf Games in Serie ab und freute sich danach über „meine beste Leistung im Fed Cup“. „Ich war am Anfang ein wenig hektisch und angespannt, aber ich bin froh, dass ich dann ruhiger geworden bin“, sagte die Oberösterreicherin. Nach der Glanzleistung von Bammer hatte es Tamira Paszek am Schläger, den Sack zuzumachen, doch die 17-jährige Dornbirnerin zog gegen Stefanie Vögele den Kürzeren. „Vögele hat sehr gutes Tennis gespielt. Wenn sie immer so spielt, wird sie bald einmal top sein“, rang der Vorarlbergerin die Leistung der aktuellen Nummer 200 der Weltrangliste Respekt ab. „Natürlich habe ich Druck verspürt, bei 2:1 den dritten und entscheidenden Punkt für uns zu holen. Heute ist mir das leider nicht gelungen“, meinte Paszek.
Die rot-weiß-roten Tennisdamen müssen sich 2009 an einen neuen Modus gewöhnen, denn die Euro/Afrika-Zone wird im Februar kommenden Jahres in Gruppenspielen (zwei Einzel und ein Doppel) entschieden. Zuerst muss man aus bis zu drei Vorrunden-Länderkämpfen als Gruppensieger hervorgehen und dann – in der gleichen Woche – gegen einen anderen Gruppensieger gewinnen, um sich wieder einen Platz im Play-off der Weltgruppe II zu sichern.

Erwartetes 1:1 nach dem ersten Tag in Dornbirn

Der Fed-Cup-Länderkampf zwischen Österreich und der Schweiz, bei dem es für die ÖTV-Damen um den Verbleib in der Weltgruppe II geht, steht nach dem ersten Tag 1:1. Nachdem die heimische Nummer eins Sybille Bammer mit einem 7:5, 6:3 über Emmanuelle Gagliardi Österreich vor 2000 Zuschauern im Messestadion Dornbirn in Führung gebracht hatte, musste sich Lokalmatadorin Tamira Paszek der Weltranglisten-Zwölften Patty Schnyder mit 7:6 (7/5), 2:6, 1:6 geschlagen geben.
Sybille Bammer (WTA-Rang 24) entledigte sich der Aufgabe gegen die Weltranglisten-140. Gagliardi, die in den vergangenen Tagen mit Magenproblemen zu kämpfen hatte, in souveräner Manier. „Ich habe mich gut gefühlt und war nie in Gefahr, das Match zu verlieren. Der erste Satz war teilweise sehr stark. Da habe ich viele direkte Punkte gemacht und bin auch am Netz nachgegangen“, meinte Bammer.
Tamira Paszek (WTA-46) lieferte im zweiten Einzel der Schweizer Nummer eins Patty Schnyder im ersten Satz einen offenen Schlagabtausch, den die Dornbirnerin mit 7:5 im Tiebreak für sich entschied. Zu Beginn des zweiten Durchgangs brachte die Österreicherin eine strittige Entscheidung des Schiedsrichters, der einen Ball von Schnyder, den der Linienrichter „out“ gegeben hatte, für gut befand und wiederholen ließ, völlig aus der Fassung. Schnyder holte sich dieses Aufschlaggame ihrer Gegnerin und war von diesem Zeitpunkt an die dominierende Spielerin auf dem Platz.
„Ich habe in dieser Situation die Beherrschung und dadurch die Kontrolle über mein Spiel verloren. Danach habe ich einfach keinen Rhythmus mehr gefunden“, klagte Paszek, die sich Ende des ersten Satzes zudem eine leichte Blessur im rechten Knöchel zugezogen hatte. „Ich habe mich leicht verknackst, es ist im zweiten, dritten Durchgang besser geworden“, meinte Paszek, die sich am Samstagabend von ÖTV-Masseur Kurt Waltl noch behandeln ließ. „Ich werde alles dafür geben, dass ich fit bin und dass wir morgen mit einem Sieg dastehen.“ Schnyder führte ihre Überlegenheit in den Sätzen zwei und drei auf eine Leistungssteigerung in ihrem Spiel zurück. „Es hat etwas gedauert, bis ich in das Spiel hineingefunden habe. Gegen Ende des ersten Satzes habe ich meine Schläge dann gespürt und mich auch besser bewegt. Ich habe bessere Winkel gespielt und sie damit laufen lassen.“
Bammer bekommt es in der Spitzenpartie am Sonntag ab 11.30 Uhr (live in ORF Sport Plus) mit Schnyder zu tun, danach trifft Paszek auf Gagliardi. Für das möglicherweise entscheidende Doppel sind derzeit Melanie Klaffner und Yvonne Meusburger gegen Gagliardi/Schnyder nominiert. Die Aufstellung kann aber nach dem vierten Einzel noch geändert werden.


TICKETINFORM
ATION

Die Preise für eine Tageskarte für den Fed Cup Österreich – Schweiz belaufen sich auf 19 Euro für Erwachsene und 10 Euro für Jugendliche bis 16 Jahre. Zweitagestickets kosten 32 Euro für Erwachsene und 17 Euro für Jugendliche. Den Besitzern der ÖTV-Lizenzkarte werden Tagestickets um 15 Euro (Erwachsene) bzw. 5 Euro (Jugendliche) sowie Zweitageskarten um 25 Euro (Erwachsene) bzw. 10 Euro (Jugendliche) angeboten. Tickets können im Internet über die Website www.v-ticket.at sowie bei allen „v-ticket“-Verkaufsstellen erworben werden.

Der Vorarlberger Tennisverband bietet auf seiner Homepage www.vorarlbergtennis.at zudem attraktive Ticketaktionen für Vereine an. Weitere Informationen über den Fed Cup Österreich – Schweiz enthält die ÖTV-Website www.tennisaustria.at.


PROGRAMM


Samstag, 26. April 2008:
14.00 Uhr: 1. Einzel (nach Auslosung)
anschließend: 2. Einzel (nach Auslosung)

Sonntag, 27. April 2008:
11.30 Uhr: 3. Einzel (Nr. 1 AUT vs. Nr.1 SUI)
anschließend: 4. Einzel (Nr. 2 AUT vs. Nr. 2 SUI)
anschließend: Doppel


bh

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