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Davis Cup

ÖSTERREICH - FRANKREICH: HAIDER-MAURER FÄLLT AUS, STEFAN KOUBEK SPRINGT EIN. "WERDE ALLES GEBEN, AUCH WENN SIE MICH NACHHER VOM PLATZ TRAGEN MÜSSEN"

Andreas Haider-Maurer ist nach einer Lungenentzündung noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte, wirddem rotweißroten Team in der Vorbereitung jedoch als Sparringpartner zur Verfügung stehen.Für AHM rückt Routinier Stefan Koubek (Bild) nach, der sich ein halbes Jahr nach seinemDavis-Cup-Rücktritt als „Einspringer“ zur Verfügung stellt.



20.2.2011

AHM SAGT AB - "DAS TUT SEHR WEH." Andreas Haider-Maurer hatte in den vergangenen Tagen alles unternommen, um rechtzeitig für die Vorbereitung auf den Davis Cup-Hit gegen Frankreich fit zu werden. Der 23-jährige Niederösterreicher begab sich an der Universitätsklinik Innsbruck bei Prof. Dr. Günter Weiß in Behandlung, um nach einer Lungenentzündung, die ihm schon den Saisonstart ordentlich vermasselt hatte, seine Genesung zu beschleunigen. „Ich bin körperlich leider noch lange nicht dort, wo ich hingehöre, deshalb muss ich mein Antreten für den Davis Cup gegen Frankreich absagen“, erklärte der Wien-Finalist des Vorjahres schweren Herzens. „Das tut sehr weh. Dieser Länderkampf wäre für mich als Niederösterreicher ein ganz besonderes Highlight in diesem Jahr gewesen. Ich habe meine ganze Vorbereitung auf den Davis Cup ausgerichtet, aber man kann nichts erzwingen, wenn der Körper nicht mitspielt. Ich habe alles versucht, um rechtzeitig in einen Topzustand zu kommen, aber die Zeit war einfach zu knapp“, sagte Haider-Maurer, der in der Davis Cup-Woche jedoch als Sparringpartner ein wichtiger Bestandteil des österreichischen Teams sein wird.

"BRENNHEISS AUF DIESE GESCHICHTE." ÖTV-Kapitän Schaller: „Die Burschen sind Feuer und Flamme für diesen Davis Cup!“ Nachdem Gilbert Schaller von Haider-Maurer über dessen Absage informiert wurde, nahm der ÖTV-Kapitän umgehend Kontakt zu Stefan Koubek auf. Der Kärntner hatte in dieser Woche angeboten, als „Einspringer“ zur Verfügung zu stehen, sollte entweder Haider-Maurer oder Martin Fischer, der im Jänner ebenfalls mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte, nicht rechtzeitig fit werden. „Stefan ist natürlich zu seinem Wort gestanden und hat sich sofort in den Dienst der Mannschaft gestellt. Ich bin froh, in der jetzigen Situation auf einen routinierten Spieler wie ihn zurückgreifen zu können. Er hat mir das Gefühl vermittelt, dass er brennheiß auf diese Geschichte ist. Wie ich überhaupt in den Gesprächen mit den Spielern den Eindruck bekomme, dass die Burschen Feuer und Flamme für diesen Davis Cup sind“, sagte Schaller. „Von Andi ist es fair und ehrlich, dass er offen sagt, es geht nicht. Ich weiß, wie wichtig ihm das Match gegen die Franzosen ist. Es gefällt mir auch, dass er das Team in der Vorbereitung unterstützt und sich als Sparringpartner zur Verfügung stellt. Das zeigt einerseits, welch große Bedeutung der Davis Cup für ihn hat, und ist andererseits auch ein Zeichen dafür, wie gut derzeit der Teamspirit innerhalb der Mannschaft ist“, ergänzte Schaller.

"... UND WENN SIE MICH VOM PLATZ TRAGEN MÜSSEN!"  Stefan Koubek löste sein Versprechen ein, das er vor einem halben Jahr bei seinem Rücktritt aus dem Davis Cup-Team abgegeben hatte. „Ich habe immer gesagt, dass ich Gewehr bei Fuß stehe, sollte einmal Not am Mann sein. Und jetzt ist so eine Situation eingetreten“, sagte der 34-jährige Kärntner, der noch am Samstag mit Österreichs Nummer eins Jürgen Melzer telefonierte, um gemeinsame Trainingseinheiten in den kommenden Tagen in der Südstadt zu vereinbaren. „Ich bin derzeit in einer körperlichen Verfassung, die es mir erlaubt, mich für ein, zwei Davis Cup-Matches so in Form zu bringen, dass ich gegen Frankreich den einen oder anderen Punkt holen kann. Mit dem Publikum im Rücken kommt auch noch das Adrenalin dazu, mit dem ich über meine Grenzen gehen kann. Wenn ich spiele, werde ich alles geben – auch wenn sie mich nachher vom Platz tragen müssen“, kann Koubek sein „Comeback“ schon gar nicht mehr erwarten. Im Einzel bietet Österreich gegen den neunfachen Davis-Cup-Sieger Frankreich damit Jürgen Melzer (ATP-10), Martin Fischer (ATP-140) und Stefan Koubek (ATP-171) auf. Als zweiter Doppelspieler neben Melzer stehen Julian Knowle und Oliver Marach zur Diskussion.



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