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Davis Cup

ÖSTERREICH - FRANKREICH: GILLES SIMON KRITISIERT GUY FORGET, HAT ABER DENNOCH EINEN FIXPLATZ IM TEAM

In der französischen Mannschaft hängt vor dem am Freitagbeginnenden Davis-Cup-Hit gegen Österreich der Haussegen schief. Grunddafür ist ein Interview von Gilles Simon, in dem der Weltranglisten-30. in der Vorwoche am Randedes ATP-Turniers in Dubai Kapitän Guy Forget (Bild) kritisierte.

 


2.3.2011


WER IST DIE NUMMER 2
? Die Franzosen waren bei der offiziellen Teampressekonferenz um „Beruhigung“ bemüht und spielten die offensichtlich bestehenden Umgereimtheiten zwischen Forget und Simon herunter. Simon hatte sich in einem Interview mit der Sportzeitung „L’Equipe“, das er in der Vorwoche am Rande des ATP-Turniers in Dubai gegeben hatte, kritisch über Kapitän Forget geäußert. Laut Journalisten hätten die harten Worte Simons für großes Aufsehen in Frankreich gesorgt. Dies dürfte auch der Grund gewesen sein, dass Forget und Simon am Montagabend mit ernsten Mienen in der Lobby des NH Hotels saßen, um die Sache aus der Welt zu räumen. Sportlich erhielt Simon Rückendeckung von seinem Teamchef, erklärte doch Forget die aktuelle Nummer 30 im ATP-Ranking zum Fixstarter im Einzel für das Duell gegen Österreich. Während der ehemalige Weltranglisten- Vierte im Doppel der Paarung Michael Llodra und Julien Benneteau das Vertrauen schenkt, ist die Frage nach der Besetzung des zweiten Einzelspielers noch offen. Nach den verletzungsbedingten Absagen von Gael Monfils, Jo- Wilfried Tsonga und Richard Gasquet kommen dafür Llodra (ATP-27), Jeremy Chardy (ATP-55) und Benneteau (ATP-82) in Frage.

KAMPFANSAGE AN MELZER. Llodra ist kein großer Freund von Sandplätzen. Der recht „zügige“ Court im Flughafen-Wien-Hangar könnte den Aufschlag-Volley-Spezialisten, der fünf ATP-Einzeltitel gewonnen hat, jedoch zu einem Thema für einen Singleeinsatz machen. Jeremy Chardy hat einen ATP-Turniersieg auf dem Konto, den sich der 24-Jährige 2009 auf Sand in Stuttgart gesichert hat. Und Julien Benneteau hat es bisher auf vier Finalteilnahmen im Einzel auf der ATP-Tour gebracht, zwei davon auf „roter Asche“ (Casablanca 2008, Kitzbühel 2009). Forget rechnet damit, dass die Entscheidung im „Erstrunden-Hammer“ der Weltgruppe erst am Sonntag in den beiden abschließenden Einzelpartien fallen wird. Vor allem vor Österreichs Nummer eins Jürgen Melzer zeigt der französische Kapitän Respekt: „Melzer hat sich zuletzt enorm gesteigert. Er hat das beste Ranking von allen Spielern hier.“ Simon verpackte seine anerkennenden Worte für den Weltranglisten-Zehnten gleich mit einer Kampfansage: „Er ist schwierig zu besiegen, aber er ist nicht unschlagbar.“ Melzers Bilanz gegen Simon ist mit 1:1 ausgeglichen. Der Österreicher siegte 2006 auf dem Weg zum Turniersieg in Bukarest (Sand), der Franzose drehte 2009 den Spieß in Bangkok (Hard) um. Gegen Llodra ist Melzers Bilanz mit 3:1 ebenso positiv wie jene gegen Chardy (2:0). Einzig gegen Benneteau liegt der Deutsch-Wagramer im Head-to-Head mit 1:4 zurück, wobei Melzer viermal auf Hartplatz verlor und den einzigen Sieg 2009 in Rom auf Sand feierte.


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