Davis Cup

Österreich braucht am Sonntag beide Punkte

Alexander Peya und Jürgen Melzer müssen sich am Samstag im Doppel Robert Lindstedt und Johan Brunström in drei Sätzen geschlagen geben. Am entscheidenden dritten Spieltag (Sonntag ab 12:55 Uhr live in ORF Sport +) brauchen Andreas Haider-Maurer und Jürgen Melzer beide Punkte.

Das SIMACEK AUSTRIAN DAVIS CUP TEAM liegt vor den abschließenden beiden Einzeln am Sonntag in der Erstrunden-Begegnung der Europa/Afrika-Zone I in Örebro gegen Schweden mit 1:2 zurück. Alexander Peya und Jürgen Melzer verloren das Doppel am Samstag gegen Robert Lindstedt und Johan Brunström mit 4:6, 6:7 (8), 3:6.

Weltklasse auf beiden Seiten
Die vier Akteure mit insgesamt drei Grand-Slam-Siegen (2x Melzer, 1x Lindstedt), einem durchschnittlichen Doppel-Ranking von 41 und einem Durchschnittsalter von 34,5 Jahren lieferten einander am zweiten Spieltag dieser Davis Cup-Begegnung ein Doppel-Match auf hohem Niveau, allerdings mit Vorteilen für die Gastgeber.

Schweden starten besser
Die Schweden fanden von Beginn an besser ins Spiel, konnten Peya zweimal das Service abnehmen und mussten ihrerseits nur ein Break hinnehmen. Beim Stand von 4:5 eröffnete sich für das österreichische Team noch eine Chance zum Rebreak, der starke Lindstedt wehrte diese jedoch ab und fixierte die Satzführung.

5:0 im Tiebreak reicht nicht
Im zweiten Satz steigerte sich das ÖTV-Team, das bei zwei Breakchancen beim Stand von 4:3 und vor allem im Tiebreak nach schneller 5:0-Führung den Satzausgleich am Schläger hatte. Doch die Chancen – bei 6:5-Führung und damit Satzball servierte Peya einen Doppelfehler – blieben ungenutzt, am Ende jubelten die Schweden über die 2:0-Satzführung.

Lindstedt/Brunström bleiben ungeschlagen
Ein Rückschlag, von dem sich die Österreicher nicht mehr erholen sollten. Früh im dritten Satz kassierte Peya ein weiteres Break, wenig später war die Partie entschieden. Für Lindstedt, der übrigens auf der ATP-Tour künftig ein Doppel mit Melzer bilden wird, und Brunström war es der siebente Sieg in ebenso vielen gemeinsamen Davis Cup-Partien.

Haider-Maurer und Melzer brauchen Siege
Die Ausgangsposition vor den beiden Einzelspielen am Sonntag liegt auf der Hand: Sowohl Andreas Haider-Maurer (gegen Elias Ymer) als auch Jürgen Melzer (gegen Christian Lindell) müssen ihre Partien gewinnen, um die Davis Cup-Begegnung doch noch zu Österreichs Gunsten zu drehen. ORF Sport + überträgt ab 12:55 Uhr live aus der Idrottshuset-Tennisarena in Örebro.

Die Stimmen zum Doppel:

Alexander Peya: "Ich hatte am Anfang Probleme mit dem Timing, habe im ersten Satz ziemlich schlecht serviert. Die Breaks haben wir uns selbst an den Bauch zu binden, da haben sie nicht viel machen müssen. Der Doppelfehler bei Satzball kam natürlich zum falschen Zeitpunkt. Lindstedt und Brunström haben im Davis Cup noch nicht verloren, anscheinend beflügelt sie das. Sie haben viele enge Punkte ausgezeichnet gespielt, sehr gut serviert und uns nichts gegeben."

Jürgen Melzer: "Im Tiebreak ist es bis 5:0 sehr gut gelaufen, dann haben wir uns bei meinen zwei Aufschlägen zwei Returns gefangen. Extrem bitter, den Satz darf man nicht verlieren. Ich hoffe, dass Andi morgen das 2:2 macht, dann schauen wir weiter."

Stefan Koubek (Kapitän): "Den Jungs ist nicht viel vorzuwerfen. Alex hat zwar nur langsam ins Spiel gefunden und Probleme mit dem Aufschlag gehabt, sich dann aber gefangen. Im zweiten Satz hat es nicht zum Break gereicht. Das Tiebreak war bis zum 5:0 unglaublich, dann haben die Schweden gut returniert. Jürgen hat im zweiten Satz die ganze Zeit auf Brunströms Vorhand gespielt, was immer gut funktioniert hat. Bitter, dass dann ausgerechnet im Tiebreak der Return kommt. Nach so einem Satzverlust ist man natürlich ein bisschen gebrochen."

"Zwischen Andi und Ymer wird es morgen eine spannende, enge Partie. Ymer hat im ersten Match nicht gewackelt, aber Andi ist super drauf und fühlt sich wohl. Laut Papier ist Andi Favorit, aber wir haben gewusst, dass Ymer eine Gefahr werden kann."

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